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Die erste Comic Con Germany im Recap

Cosplay-Treffen im Rothauspark
© Lydia Huxley
Cosplay-Treffen im Rothauspark
05.07.2016 - 16:53 UhrVor 4 Jahren aktualisiert
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Am 25. Juni diesen Jahres war es soweit. Da öffneten sich erstmals die Tore zum deutschen Nerdhimmel auf dem Stuttgarter Messegelände. Hibbelige Fans, große Erwartungen und aufwändige Kostüme sammelten sich vor den Eingängen und strömten dann gemeinsam in die Hallen der Comic Con des Südens.

Über eine Woche ist es nun schon her, dass ich mich auf den Weg nach Stuttgart machte, um an diesem besonderen Event teilzunehmen. Die Tickets habe ich beim MP-Sommerrätsel gewonnen und habe mich riesig gefreut. Von selbst hätte ich mir wahrscheinlich keine gekauft. Denn wenn ich ehrlich bin, gehöre ich nicht ganz zur Zielgruppe. Abgesehen von einem Manga und ein paar KNAX-Heften in meiner Kindheit habe ich noch nie ein Comic-Heft gelesen. Die Serien, von denen einige Darsteller als Gäste vertreten waren, schaue oder kenne ich erst gar nicht. Ich spiele keine Videospiele und bin auch kein Star Wars-Fangirl. Ich habe dieses Nerderama komplett von außen erlebt und dennoch habe ich mich wie ein Teil davon gefühlt.

Halle 1

Das Gelände war in vier Areale gegliedert. Hinter den Eingängen befindet sich das weitläufige Foyer. Dort fanden die kostenfreien Panels statt und an den Seiten fanden die Besucher Verpflegung und kühle Fleckchen auf dem Boden zum Ausruhen. In Halle 3 fanden die bezahlten Panels statt z.B. für Castle oder Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D., die etwa 10 Euro pro Person kosteten - für Fans der Darsteller sicher kein Hindernis. Im Rothauspark konnte man sich auf den Wiesen in der Sonne aalen. Hier wurde dann auch das Cosplay-Gruppenfoto gemacht. Halle 1 war mit Ständen gefüllt. Von reinen Comicheften, über Action- und POP-Figuren, Postern, Kostümen, bis zu Werken von Comiczeichner, die dort auch live an ihren Ständen zeichneten, konnte man alles kaufen, was nicht niet- und nagelfest war. Zum Füßeausruhen luden die Comiczone-Bühne und die Photopoints ein. Danach konnte man sich dann wieder bei den Photosessions die Füße wundstehen, wenn man mit seinem Lieblingsschauspieler (für nur 100 Euro je Bild und Person bei Nathan Fillion *hust*) ein Foto geknipst bekam.

Also ging ich erstmal eine Runde durch Halle 1, ließ die Atmosphäre auf mich wirken und überprüfte die Stände nach Kaufoptionen. Die dunkle Macht verführte mich fast dazu, sämtliche Filmposter (ziemlich groß, laminiert, 10 Euro/Stück) aufzukaufen, aber dann lenkte das Star Wars-Cosplay all meine Aufmerksamkeit auf sich.

Star Wars-Cosplay

Wer sein Bild im Vorbeigehen gemacht hatte, wurde von der Masse auch direkt weitergeschoben. Daher ging es weiter ins Foyer, wo ich Robert Picardo lauschte, der von seinen Abenteuern in der Welt der Serien berichtete.

Panel im Foyer mit Robert Picardo

Konzentrieren konnte ich mich allerdings nicht so richtig, denn ich freute mich schon auf das Treffen mit einigen Moviepiloten beim Cosplay-Fotoshoot im Rothauspark. Bei gefühlten 40 Grad stand ich dort zwischen Deadpool und Loki und wartete ungeduldig darauf, bekannte Gesichter in der Menge zu entdecken. Wir (kobbi88, pleasant28, Friedsas, Aurea, unser Filmchaot Alex und ich) fanden uns schließlich und verbrachten noch einige Zeit gemeinsam. (Das folgende Bild zeigt übrigens nicht uns.)

Beim Cosplay-Photoshoot

Einen schönen Abschluss des Samstages bildete der Cosplay-Wettbewerb im Foyer, bei dem auch Robert Maschio von Scrubs - Die Anfänger die Jury verstärkte. Seine Aufforderung zur High-Five-Geste ließ allerdings ein Bild entstehen, dass man besser nicht veröffentlichen sollte, da es bei Außenstehenden einen falschen Eindruck erwecken könnte. *räusper* Der Blick von denen, die es auch seltsam fanden...

Ork-Cosplay

Am Sonntag stand noch der zweite Teil meines Sommerrätsel-Gewinns aus: die Twisty-Aktion mit dem Bodypainting-Weltmeister Enrico Lein. Ich schickte Filmchaot Alex vor, um sich am Stand von 20th Century Fox zu Twisty aus American Horror Story anmalen zu lassen. Enrico hätte auch gern mich geschminkt, aber er musste nehmen, was er kriegt. Ein sehr sympathischer Typ, der mit kleinen Handgriffen viel bewirkt. Ruckzuck war das Model getwistyt und freute sich darauf, die Leute im Castle-Panel zu erschrecken.

Twisty-Aktion

Und dann ging es für mich auch schon bald nach Hause. Immerhin spielte Deutschland um 18:00 Uhr. Bis dahin hieß es, wieder auf der heimischen Couch zu sein. Es war eine schöne Erfahrung, Einblick in diese Welt zu bekommen. Vielen Gesprächen konnte ich zwar nicht folgen, weil mir die Nerdiness fehlte, aber ich fühlte mich pudelwohl unter all diesen Gehypten. Ich hätte mir gewünscht, dass Filme eine größere Rolle gespielt hätten. Dem hätte ich mich auch viel mehr verbunden gefühlt. Aber wer weiß, wie sich diese Convention noch weiterentwickeln wird und vielleicht irgendwann, wenn ich mal mehr als nur zwei Gaststars kenne, würde ich auch wieder hingehen und mich nochmal von all den Eindrücken überfluten lassen. Bis dahin sage ich:
Tschüss, Comic Con Germany! Tschüss, Stuttgart!

Stuttgarter Innenstadt


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