Constantine 2 - Warum wir das Sequel nie zu sehen bekommen werden

Keanu Reeves in Constantine
© Warner Bros.
Keanu Reeves in Constantine

Nach ganzen 12 Jahren müssen inzwischen wohl auch die enthusiastischsten Fans von Constantine mit Keanu Reeves akzeptieren, dass das Sequel nicht mehr kommt. Dabei ist Hollywood im Fortsetzungswahn und Filme wie Deadpool hätten den Weg für R-Rated-Helden wie John Constantine geebnet. Aber es gibt mehrere Gründe, warum ein zweiter Teil von Anfang an schlechte Chancen hatte und es wohl auch in Zukunft nicht klappen wird. Looper.com hat diese Gründe anschaulich für uns zusammengetragen.

Kein Geld, kein Keanu Reeves, kein Sequel

Zwei wichtige Gründe haben mit dem ursprünglichen Film zu tun: Zunächst spielte Constantine mit 230 Millionen Dollar weltweit für einen (Anti-)Superheldenfilm einfach nicht genug ein, um einen zweiten Teil zu motivieren. Besonders im Vergleich zu erfolgreichen vorangegangenen oder folgenden Comic-Verfilmungen wie Spider-Man (821 Millionen Dollar weltweit) oder Iron Man (585 Millionen Dollar weltweit). Außerdem lehnte Keanu Reeves lange Jahre jegliches Interesse an Sequels (egal für welchen Film) vehement ab. Erst 2015 im Interview mit MTV ruderte er zurück, zehn Jahre danach und damit vermutlich zu spät.

Noch dazu fanden die eigentlichen Sequel-Pläne keinen Anklang. Constantine 2 hätte eine günstigere, dafür Hard-R-Produktion sein sollen. Ein Konzept, das zu seiner Zeit keine Freudensprünge beim Studio auslöste, und so wandten sich Regisseur Francis Lawrence und Keanu Reeves anderen Projekten zu.

Eine Serie als Trostpflaster

Einer der Steine, die dem zweiten Constantine endgültig das Rückgrad gebrochen haben, dürfte die 2014 erschienene gleichnamige NBC-Serie sein. Diese wurde bereits nach der 1. Staffel abgesetzt. Wenn es um ohnehin schon umstrittene Projekte geht, ist jeder Misserfolg kritisch, und eine Serie, die nicht einmal Staffel eins überlebt, ist natürlich entmutigend für jeden Geldgeber. Serienhauptdarsteller Matt Ryan sprach schlussendlich den John Constantine für den dieses Jahr erschienenen DC-Animationsfilm Justice League Dark. Damit hat Constantine eine neue Filmrepräsentation, allerdings ohne Keanu Reeves.

Nach so vielen Umwegen über Fernsehbildschirm und Kinoleinwand ist eine Rückkehr zur ursprünglichen Verfilmung wirklich schlecht denkbar. Zu viel Zeit ist vergangen, zu häufig scheiterte das Projekt. Die letzte Hoffnung dürfte diesen März Gavin Rossdale zerstört haben, der im ursprünglichen Film den Balthazar mimte. Im Interview mit Digital Spy meinte er enttäuscht, Constantine sei der einzige große Film, der nie ein Sequel bekommen hat. Seine Worte klingen mehr als endgültig. Immerhin können wir uns noch immer auf die animierte Constantine-Mini-Serie freuen, die 2018 kommen soll.

Hättet ihr euch ein Constantine-Sequel gewünscht?

moviepilot Team
pleasant28 Sophia Rosenberger
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