Demokratiebewegung

Chow Yun-fats Reaktion auf Arbeitsverbot ist großartig

Chow Yun-fat in Bulletproof Monk
© MGM
Chow Yun-fat in Bulletproof Monk

Bereits Anfang Oktober berichtete The Hollywood Reporter, dass der aus Hongkong stammende Schauspieler Chow Yun-fat (Tiger & Dragon, Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt) einer der ersten prominenten Unterstützer der pro-demokratischen Proteste in Hongkong sei. Der Schauspieler erklärte, dass er mit den Bürgern, den Studenten gesprochen hätte und dass sie "sehr mutig" wären. "Es ist rührend zu sehen, wie sie für das, was sie wollen, kämpfen", so Chow Yun-fat. Der Schauspieler hatte sich auch kritisch in Bezug auf die Polizei und deren Einsatz von Tränengas geäußert. Die Proteste seien friedlich, so Chow, und es gäbe keinen Grund Gewalt oder Tränengas einzusetzen.

Seine Sympathien für die sogenannte "Regenschirm-Bewegung" bzw. "Regenschirm-Revolution" könnte nun aber seiner Film-Karriere - zumindest in der Volksrepublik China - schaden, so der Hollywood Reporter. Eine wachsende Kampagne in den chinesischen Medien hat sich nämlich dafür eingesetzt, dass Prominente, die sich für die Protestbewegung aussprechen, boykottiert werden sollen bzw. dass sie nicht mehr in China arbeiten dürfen. Auf Schauspieler und Filmemacher bezogen, sollte von der Verbreitung ihrer Filme abgesehen werden. Epoch Times berichtete vor ein paar Tagen, dass Chow Yun-fat einer von 47 Prominenten aus Hongkong ist, der auf eine schwarze Liste gesetzt wurde.

Der Schauspieler lässt sich jedenfalls nicht unterkriegen. Auf diese schwarze Liste angesprochen, antwortete der Schauspieler, der über ein beträchtliches Vermögen verfügt, schlicht: "Dann verdiene ich eben weniger." Erst im Februar war bekannt geworden, dass Chow sein gesamtes Vermögen im Falle seines Todes an gemeinnützige Organisationen spenden will.

Neben Chow Yun-fat wurden offenbar auch Andy Lau (House of the Flying Daggers) und Tony Leung Chiu Wai (The Grandmaster) auf die schwarze Liste gesetzt. Sie dürften laut der Epoch Times nirgendwo in China auftreten und auch in den Medien dürfen sie nicht erwähnt werden. Auch seien zum Beispiel Werbespots mit den gelisteten Schauspielern verboten. Eine offizielle Bestätigung von Vetretern chinesischer Behörden oder konkrete Absagen von Startterminen stehen aber noch aus.

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