Krachendes Marvel-Finale enttäuscht: Am Ende strahlt WandaVision nur noch in zwei Momenten

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07.03.2021 - 12:00 UhrVor 1 Jahr aktualisiert
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Im WandaVision-Finale feuert die MCU-Serie aus allen Rohren. Dadurch bleibt die letzte Folge aber hinter dem kreativen Feuerwerk davor zurück und wird zum gewöhnlichen Marvel-Bombast.

Im Marvel Cinematic Universe (MCU) ist WandaVision ein einzigartiges Erlebnis. Die Serie war kreativer und außergewöhnlicher als die gewohnten Kinofilme aus dem Marvel-Universum, was viele Fans am Anfang sogar abgeschreckt hat.

Neben dem schrägen Sitcom-Stil hat sich die MCU-Serie aber immer weiter verwandelt und ist zu einem emotionalen Highlight gewachsen, das nach 9 Folgen zu Ende gegangen ist. Leider kann das Finale mit seinem Blockbuster-Bombast nicht mehr an das einfallsreiche Feuerwerk der Episoden davor anknüpfen und enttäuscht bis auf zwei ganz große Momente.

Achtung, es folgen Spoiler zur letzten WandaVision-Folge!

Im WandaVision-Finale erdrückt das Action-Spektakel die kreativen Stärken

In der vorletzten Folge hat sich schon abgezeichnet, welche Konflikte im Finale bevorstehen würden. Wanda (Elizabeth Olsen) wurde für den finalen Kampf gegen Hexe Agatha Harkness (Kathryn Hahn) in Stellung gebracht, während Vision (Paul Bettany) auf sein Ebenbild White Vision prallen dürfte.

Schaut hier noch unser Video-Recap zum WandaVision-Finale!

Wanda, die Scarlet Witch, Visions Schicksal und das Ende der Serie | WandaVision Folge 9 Recap
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Die größte Ernüchterung des Finales ist wohl, dass die beiden Ereignisse ohne Überraschungen genau so eintreffen. In der letzten Folge wirkt WandaVision dadurch stärker denn je wie ein konventioneller MCU-Blockbuster, der die Hauptfiguren und ihre Gegner in ausufernde Actionszenen schickt.

Gerade der Kampf zwischen Scarlet Witch und Agatha ist ein typisches Magie-Kräftemessen, bei dem minutenlang Lichstrahlen aufeinandergeschleudert werden. Wirklich aufregend ist das nach über 10 Jahren MCU-Geschichte nicht mehr. Gefehlt haben hier vor allem die kreativen Einfälle und Überraschungen der vorherigen Folgen, die so einen 08/15-Showdown verhindert hätten.

Auch der Kampf zwischen den zwei Visions und der Angriff der S.W.O.R.D.-Truppen auf den Hex verwandeln WandaVision im großen Finale zu MCU-Bombast, den die Serie sonst einfallsreich umschifft oder sogar parodiert hätte. Zwei Momente haben den enttäuschenden Eindruck aber trotzdem nochmal überstrahlt.

Philosophierende Visions und ein emotionaler Höhepunkt glänzen im WandaVision-Finale

Auf dem Höhepunkt des Kampfs der zwei Visions schlägt die Marvel-Serie dann aber doch noch eine überraschende Richtung ein. Plötzlich wird der Konflikt zur kurzen Philosophiestunde, wenn beide anhand des Schiff des Theseus-Gedankenexperiments darüber diskutieren, was ihre gemeinsame Identität und Existenz zur selben Zeit bedeutet.

Schaut hier auch unsere unterhaltsamen Interviews mit dem WandaVision-Cast!

WandaVision - Moviepilot Interview (Deutsch)
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Dieser tiefgründige Schlenker ist eine willkommene Abwechslung in all dem Action-Bombast, der nur noch von den finalen Momenten zwischen Wanda und Vision übertroffen wird.

Nachdem Scarlet Witch Agatha besiegt hat, löst sich auch ihre selbstgeschaffene Hex-Illusion auf. Für Wanda bedeutet das in den dramatischsten Szenen der Folge, von ihren Söhnen Billy und Tommy sowie ihrem geliebten Vision Abschied nehmen zu müssen.

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Wenn Wanda dem zum Schein wiedererschaffenen Vision erklärt, was er ihr bedeutet, knüpft WandaVision nochmal stark an die vorletzte Folge an, die einen berührenden Höhepunkt nach dem anderen bot. Auch wenn das Finale der MCU-Serie nochmal den ganz großen Action-Bombast auffährt, sind es solche Momente wie die ruhig philosophierenden Visions und der emotionale Abschied, die WandaVision besonderen Glanz verleihen.

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