Ben Hur - Erste Kritiken zur Neuverfilmung sind da

Ben Hur
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In der Neuverfilmung von Wanted-Regisseur Timur Bekmambetov schlüpft Jack Huston (Stolz und Vorurteil & Zombies) in die Rolle des angesehenen Judah Ben-Hur, der von seinem Kindheitsfreund Messala (Toby Kebbell) beschuldigt wird und fortan als Sklave schuften muss. Fünf Jahre später steigt er unter Sheik Ilderim (Morgan Freeman) zum erfolgreichen Streitwagenfahrer auf. Die erste Verfilmung des Romans Ben-Hur: A Tale of the Christ von Lew Wallace stammt bereits aus dem Jahr 1907. Die erfolgreichste und bekannteste Adaption bisher bildet jedoch William Wylers monumentaler, dreieinhalbstündiger Epos Ben Hur aus dem Jahr 1959. Die ersten Kritiken zu Timur Bekmambetovs 3D-Actionfilm-Interpretation des Stoffes sind bereits veröffentlicht. Lest hier, wie die ersten Reaktionen ausgefallen sind.

Beim Hollywood Reporter formulierte Todd McCarthy seine Probleme mit dem Film direkt zu Beginn seines Textes in Fragen, die seine Haltung zum Film auf den Punkt bringen:

Worin liegt der Sinn, eine verbilligte Version von Ben Hur zu machen? Darin, ein Wagenrennen zu kreieren, das so digitalisiert und verschnitten ist, dass es die schlechteste Szene des Films bildet? Darin, Leichtgewichte in den Hauptrollen zu besetzten? Darin, einen modernen Pop-Song über die Credits jaulen zu lassen?

Gary Wolcotts Kritik für den Tri-City Herald wurde auf der Übersichtsplattform Rotten Tomatoes wie folgt auf den Punkt gebracht:

Das Original ist dreieinhalb Stunden lang. Dieser Film zwei. Er ist eine Stichpunktversion von einer der besten Filmgeschichten überhaupt. Diese Verfilmung hat kein Herz. Ein besserer Titel wäre Ben Hurried.

Bei einem Rotten Tomatoes-Score von mittlerweile nur noch 29 % ließ sich nur eine einzige positive Kritik finden. Diese stammt von Glenn Kenny, der bei RogerEbert.com schrieb, dass die Neuverfilmung eine erfrischend zeitgeistgerechte wäre:

Ordnet dieser Film sein Ausgangsmaterial und dessen berühmte Adaption auf radikale Weise neu? Das tut er auf jeden Fall. Aber ich bezweifle, dass viele zeitgenössische Zuschauer das gut heißen. Das ist ein Ben Hur aus und für seine Zeit [...]. Ich kann mit Zuversicht sagen, dass dies ein guter Popcorn-Film ist.

Das Kritiker-Echo erinnert nicht wenig an das, welches die kürzlich erschienene Tarzan-Verfilmung von Harry Potter-Regisseur David Yates mit dem Namen Legend of Tarzan ereilte. Dieser wurde von der Kritik auch überwiegend schlecht aufgenommen und liegt in seinem aktuellen Kritiker-Score bei Rotten Tomatoes gerade einmal 7 % über Ben Hur. Beide Filme wurden vor allem für ihre fehlende Daseinsberechtigung und digitalisiertes Spektakel kritisiert, fanden aber auch Zuschauer wie Glenn Kenny, die kurzweilig Spaß im Kino haben konnten.

Werdet ihr euch Ben Hur im Kino ansehen?

moviepilot Team
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