Bachelor in Paradise 2019 – Ein Hauch von Dschungelcamp

Bachelor in Paradise 2019
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Meint es gut mit den Menschen.

Eiskalt abserviert wird Corny Cornelis. Der "Aquaman für Arme", wie ihn Moviepilotin Andrea in ihrem enttäuschten Erfahrungsbericht schmeichelhaft nannte, hat Julias Herz leider nicht erobern können. Nun fließen Speichel und Tränen, besonders den Männern fällt der Abschied fürchterlich schwer.

Zuvor sorgte die letzte Nacht der Rosen für Klarheit. Jade Übach möchte auf Distanz gehen zum Hals über Kopf verliebten Serkan Yavuz, den sie zwei Abende lang sturztrunken vernaschte. "Ich habe es probiert, aber es hat nichts in mir ausgelöst", verrät sie den anderen Single-Frauen. Aktuell bestehe kein Interesse, sich in Serkans Arme zu legen oder ihn zu küssen, "einfach nur von der Gefühlslage her".

Bachelor in Paradise 2019 – Wenn die Jade den Filip knackt

Fairerweise sucht Jade das persönliche Gespräch direkt im Anschluss an jene Rosenvergabe durch Serkan, deretwegen sie überhaupt weiter beim Bachelor in Paradise teilnehmen darf. Freunde sollten sie auf jeden Fall bleiben, meint Jade, beim Rest könne "man ja eventuell noch mal gucken". Geschlechterpolitisch ist das natürlich interessant, würde die Abfuhr mit Hinhalteoption nicht einen der harmlosesten Kandidaten treffen.

Begehrlicher als Serkan findet Jade den lustigen Filip Pavlovic. Ihn hielt sie bereits im Auftakt für "nicht so einfach zu knacken" und wittert jetzt mit dem ersten gemeinsamen Date ihre Chance. Aus der Situation ergibt sich dankbares Sendematerial. Zum einen verläuft die romantische Bootstour der beiden so wackelig, dass selbst die daneben sitzenden Kameraleute in Schaukeln geraten. Zum anderen passt Isabell Bernsee das Date gar nicht in den Kram.

Zwar sieht Isabell in Jade eigentlich keine Konkurrentin, weil Filip ja auf Natürlichkeit stehe ("Was denkt die sich, dass sie der Typ von ihm ist, oder was?"). Doch eifersüchtiges Bodyshaming und gut erprobte Killerblicke hat sie für das Anbandeln trotzdem übrig.

Am Ende wählt Isabell ausgerechnet Serkan, um sich über die Situation auszukotzen. Ein betörender Zirkelschluss, den Filip angemessen kommentiert: "Für mich sind das Schlusskriterien, wo ich sag, da hab ich keinen Bock drauf".

Bachelor in Paradise 2019 – Manipulationen nach Dschungelcamp-Art

Jade ist außerdem mit Neuzugang Aurelio Savina beschäftigt. Der Bachelorette-Kandidat aus dem Jahr 2014 soll die Flugbegleiterin vor der Show kontaktiert und ein "taktisch kluges Vorgehen" empfohlen haben. Ziel sei es gewesen, das Format als ausgemachtes Siegerpaar zu verlassen, was Jade jedoch "unfair" findet. Ohnehin habe sie "viel von ihm gehört", darunter "auch so Fantasien, die er aufschreibt".

Falls Aurelio tatsächlich ein solches Angebot unterbreitet und keine Verschwiegenheit darüber ausgehandelt haben sollte, wäre das acht Jahre nach der legendären 5. Staffel von Ich bin ein Star - Holt mich hier raus! ziemlich unklug. Als vormaliger Dschungelcamp-Teilnehmer müsste er umso besser wissen, dass heimliche Manipulationsversuche ein offensiv verhandelter Teil deutschen Reality-Fernsehens sind.

Seit nämlich Sarah Knappik den dubiosen Jay Khan vor über sieben Millionen Fernsehzuschauern im Dschungelcamp brüskierte, gelten einseitige Absprachen als riskanter Schachzug. Auch Meike, die letzte Woche herausgeflogen ist, verriet der neugierigen Frauke Ludowig im Bachelor-Talk auf RTL, dass Marco Cerullo ihr angeblich vorschlug, sich "als Paar zu verkaufen". Paradiesische Liebe, ein Verwaltungsakt.

Bachelor in Paradise 2019 – Aurelio und die Frauen

Weiterhin akut nähebedürftig wirkt Michelle Schellhaas. Über Michi ist sie hinweg und flirtet daher mit Aurelio, der ihr jene Geborgenheit in Aussicht stellt, die Michelle sich von einem Mann bzw. Retter erwartet. Obschon einige Abstriche nötig scheinen ("ich habe echt daran zu nagen, dass er so alt ist"), möchte Michelle zügig in die großen starken Arme des 41-jährigen genommen werden.

Aurelio weiß um seinen kleinen Wettbewerbsnachteil ("ich bin der Opa unter den ganzen Jungs"), gleicht das aber mit gewohntem Selbstbewusstsein aus ("wo schöne Frauen sind, da muss auch Aurelio sein").

Er habe "die Kunst erlernt", Frauen ein gutes Gefühl zu geben, und hoffe für die Show, dass dort "optisch ein paar Leckerbissen bei sind". Es ist übrigens genau dieser Sprachduktus, den Aurelio als Kunst versteht.

Frauen versucht der Ex-Erotikdarsteller unentwegt zu bequatschen, mit Komplimenten und Verhaltensanalysen vornehmlich, die noch in der unglaubwürdigsten Darbietung einen einfühlsam-öligen Charme versprühen sollen. Aurelios Worte gehen unter die Haut wie das Tattoo auf seiner Brust ("respect everyone, fear no one") – sprachlos macht ihn beim Date mit Michelle erst der Anblick eines Asiatischen Elefanten.

Warum schaut ihr kein Bachelor in Paradise?

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