Avengers: Infinity War-Regisseure verraten, wie Thanos Hulk besiegen konnte

Avengers 3: Infinity War
© Disney
Avengers 3: Infinity War

Achtung, Spoiler zu Avengers 3: Infinity War: Im Marvel Cinematic Universe war der Hulk (Mark Ruffalo) immer gleichermaßen ein Problemlöser sowie die Quelle neuer Probleme. Seine Zerstörungswut konnte nur schwer unter Kontrolle gebracht werden, zielte er sie aber in die richtige Richtung, hielten ihm seine Gegner nicht lange stand. In Avengers 3: Infinity War erreichte Bruce Banners Alter Ego dann jedoch seine Grenzen. Als sich Hulk zu Beginn des Films auf den plötzlich aufgetauchten Thanos (Josh Brolin) stürzte, wurde er kurzerhand von diesem niedergestreckt, obwohl er eigentlich stärker ist als der Bösewicht. Diese Niederlage wirkte sich auf Hulks Rolle im Rest des Films aus. Dass er verlor, lag allerdings nicht an seiner fehlenden Kraft, wie die Russo-Brüder nun erklärten.

Hulk vs. Thanos: Bei Marvel zählt Hirn mehr als Muskeln

Nach einer Sondervorführung setzten sich die Avengers 3-Regisseur Joe und Anthony Russo mit Collider zusammen, um ein ausführliches Interview zu führen. Dabei gingen sie auch genau darauf ein, warum Hulk gegenüber Thanos unterlegen war. Eine Vermutung, die sie erwähnten, baute darauf auf, dass Thanos zu der Zeit schon den Power Stone besaß. Der würde ihm sicher die Kraft verleihen, ein radioaktives Prügelmonster zu bezwingen. Die Wahrheit ist allerdings, dass er diesen Power-Schub nicht mal brauchte. Thanos war schon ohne seinen Infinity Gauntlet überlegen:

Ich würde sagen, [Thanos] ist einfach so mächtig. Wir haben nicht gesehen, wir er aktiv den Power Stone im Kampf verwendet. [Wir dachten uns:] Hulk ist natürlich sehr stark, aber auch sehr stumpf in seinem Kampfstil. Er ist aggressiv. Er schlägt um sich. Thanos ist [....] ein sehr fähiger Kämpfer und genau so stark. Wenn du die beiden also gegenüber stellst, wird der erfahrenere Kämpfer gewinnen. Daher ist Hulk Thanos für einen Moment kräftemäßig überlegen, aber letzten Endes ist Thanos klüger.

Schon Thor 3: Tag der Entscheidung zeigte, dass Hulk nicht unbesiegbar ist. Im Gladiatoren-Kampf gegen Thor konnte der Gott des Donners die Überhand gewinnen, bevor ihm der Sieg durch Schummelei entrissen wurde. Thanos besaß zusätzlich zum bedachteren Kampfstil noch ähnlich hohe Stärke wie Hulk, der Wutriese konnte also wenig gegen ihn ausrichten.

Hulks Trauma in Avengers 3: Infinity War

Mit Hulks möglichem Trauma sieht es wohl auch anders aus, als wir erwartet haben. Ein wichtiges Element in Avengers 3: Infinity War war, dass Banner seine Superkräfte nicht mehr aktivieren konnte, Hulk schien sich einfach zu weigern, rauszukommen. So wurde auch eine wichtige Comic-Szene mit dem Hulkbuster zwar angedeutet, aber nie realisiert. Das lag aber weniger an Hulks Angst vor einer erneuten Niederlage und mehr daran, dass er seinen Status als Problemlöser einfach satt hatte:

Letzten Endes glaube ich, dass er einfach die Lust verloren hat, den Helden für Bruce Banner zu spielen. [...] Was ihn als Charakter einzigartig macht, ist, dass zwei distinkte Persönlichkeiten um einen Körper kämpfen und sich nicht ausstehen können. [...] Für uns war eine interessante Richtung der Gedanke: 'Was, wenn Banner, der Krisen sonst mit dem Hulk löst, sich dafür nicht mehr auf Hulk verlassen kann?' Daher wird die Beziehung der beiden immer zerrütteter.

Was haltet ihr von der Erklärung zu Hulks Niederlage gegen Thanos?

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