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TV-Kritik Go West

Weiter gen Westen

08.01.2011 - 07:00 Uhr
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Maria, Thomas und Frank sind endlich im Westen
Maria, Thomas und Frank sind endlich im Westen
Gestern lief der starke zweite Teil des Pro7 TV-Events Go West und wer wieder eingeschaltet hatte, bekam hier ein durchaus zufriedenstellendes Ende geliefert.

Der zweite und abschließende Teil von Go West – Freiheit um jeden Preis zog im Tempo gehörig an, die Ereignisse überschlugen sich. Genau wie im ersten Part bot der Film solide schauspielerische Leistungen, ein akzeptables, weil unterhaltsames Drehbuch und vor allem 90 Minuten Spannung und gelungene Unterhaltung ohne Längen. Go West – Freiheit um jeden Preis gab keine Nachhilfe in Sachen DDR-Geschichte – aber diesen Anspruch hatte der Film auch überhaupt nicht. So blieb er frei von Ost-Klischees und dem historischen Fingerzeig und konzentrierte sich mehr auf die emotionale Welt seiner Charaktere, die meist sehr glaubhaft wirkte. Trotzdem wirkte die 80er-Jahre Kulisse und Austattung immer authentisch, ohne sich aufdrängen zu wollen.

Hier gehts zur Go West – Freiheit um jeden Preis Fotoshow

Vom Prager Bahnhof in den Westen

Der zweite Teil von Go West – Freiheit um jeden Preis stieg dort ein, wo der erste aufgehört hatte: Am Prager Bahnhof. Dort kam es zum großen Showdown zwischen den Jungs und der Stasi, infolge dessen Max Steiner, der Anführer der Jungs, erschossen wurde. Doch die Jugendlichen konnten entkommen und setzten die Reise über Budapest in Richtung der deutschen Botschaft in Belgrad fort. Auf dem beschwerlichen Weg erwarteten sie noch einige Strapazen, bevor Frank (Sergej Moya), Thomas (Franz Dinda) und Maria (Inez Bjørg David) endlich westdeutschen Boden unter den Füßen hatten.

Die Läuterung von Franks Vater (Herbert Knaup) zum Gutmenschen kam vielleicht etwas spät (nachdem er seinen Sohn schon zweimal Todesgefahren ausgesetzt hatte). Außerdem konnte man über die von Frederick Lau gespielte Rolle des Alex nur den Kopf schütteln: Nachdem er als Verräter sowohl für den Tod des Anführers, als auch Thomas’ Verletzung mitverantwortlich war, entschied er kurz vor dem Ziel, vielleicht doch lieber wieder nach Hause zu gehen.

Alles in allem bot der zweite Teil von Go West – Freiheit um jeden Preis einen zufriedenstellenden Abschluss zu einer deutschen TV-Produktion, wie man sie gerne öfter sehen würde.

Was sagt ihr: Überbot Teil 2 von Go West – Freiheit um jeden Preis gar den ersten Teil?

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