Super Dragon Ball Heroes - Das steckt hinter dem neuen Dragon Ball-Anime

16.07.2018 - 12:25 UhrVor 6 Jahren aktualisiert
Note, Beat, Son-Goku: Xeno, Time Patrol Trunks (von links)
Bandai Namco Entertainment
Note, Beat, Son-Goku: Xeno, Time Patrol Trunks (von links)
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Die neue Anime-Serie Super Dragon Ball Heroes spaltet derzeit die Community, doch was hat es damit eigentlich auf sich? Es ist Zeit, uns Heroes einmal genauer anzusehen.

Dragon Ball ist ein Phänomen, da wird sicherlich jeder Anime-Fan zustimmen. In den vergangenen Jahrzehnten nahm das einst doch recht beschaulich gestartete Abenteuer rund um Son-Goku und seine Freunde enorme Dimensionen an. Bereits recht früh in seiner Geschichte expandierte das Franchise in den Videospiel-Sektor. Dies führt uns zum aktuell laufenden PR-Anime Super Dragon Ball Heroes, dessen Existenz gewissermaßen als Arcade-Game Dragon Ball Heroes begann.

Die Anfänge von Dragon Ball Heroes

Die Entwickler hinter Dragon Ball Heroes dürften Fans der Saga garantiert ein Begriff sein, immerhin handelt es sich um niemand Geringeres als Videospielentwickler Dimps, der in der Vergangenheit bereits für innerhalb der Community beliebte Titel wie Dragon Ball Z: Budokai (1 - 3) sowie Dragon Ball Xenoverse (1 + 2) verantwortlich zeichnete. Seit dem Jahr 2005 entwickeln sie ebenfalls die Ableger der Data Carddass-Serie, die komplett Japan-exklusiv ist. Im Oktober 2010 wurde schließlich der sechste Teil der Reihe angekündigt, der nur einen Monat später bereits in Japans Spielhallen zu finden war.

Beat

Die meisten Teile der Serie sind somit Automaten-Spiele, einzig die Spin-offs Dragon Ball Heroes: Ultimate Mission (1, 2, X) erschienen ausschließlich für den Nintendo 3DS. Mit Dragon Ball Heroes sollte eine neue Erfolgsgeschichte gestartet werden, denn seit Markteinführung spülte Heroes weit mehr als 350 Millionen US-Dollar in die Kassen von Publisher Bandai Namco Entertainment. Mit Dragon Ball Heroes schwang sich das Unternehmen zum unangefochtenen Marktführer im Bereich der Digital Card Games auf und kann mehr als 1,8 Millionen Spieler vorweisen. Schnell merkte das Unternehmen jedoch, dass aus der neuen Marke noch mehr herausgeholt werden kann.

Dragon Ball Heroes goes Manga

Um das Spiel selbst spielen zu können, benötigt man zunächst eine Account-Karte, auf welcher der eigene Spielstand gespeichert wird. Anschließend erstellt man seinen Avatar, mit dem man eigene Missionen im Spiel erleben kann. Wie solche Charaktere aussehen können, zeigen beispielsweise die kurzen Trailer, mit denen neue Missionen angekündigt werden. Mit Beat (das kleine Kerlchen oben im GIF) und seinen Freunden stehen Charaktere im Fokus, die quasi als Platzhalter fungieren, mittlerweile jedoch ebenfalls ihre Fans gefunden haben. Bandai Namco Entertainment begann früh damit, sein neues Spiel auszubauen, und so war der Manga Dragon Ball Heroes: Victory Mission geboren, in dem Beat die Hauptrolle spielt.

Son-Goku und Beat

Für die erste Manga-Reihe von Dragon Ball Heroes wurde Toyotaro verpflichtet, der damit seine erste offizielle Arbeit zum Franchise abliefern durfte. Die Beteiligung an dieser Geschichte sollte ihm einige Tür öffnen, denn mittlerweile ist er für den Dragon Ball Super-Manga verantwortlich und darf mit seinem großen Vorbild Akira Toriyama die Zukunft der Saga gestalten. Gehen wir nun in der Zeit ein bisschen vorwärts: Am 17.11.2016 bekam Dragon Ball Heroes ein umfangreiches Update spendiert. Die Grafik wurde überarbeitet und dem Gameplay wurden neue Facetten hinzugefügt; seit diesem Tag heißt das Spiel Super Dragon Ball Heroes und es markiert den Beginn eines neuen Abschnitts der Marke.

Super Dragon Ball Heroes: Der Beginn eines neuen Kapitels

Nach Dragon Ball Heroes: Victory Mission wurden weitere Spin-off-Manga veröffentlicht, die jedoch ohne Toyotaro auskommen mussten. Mit Dragon Ball Heroes: Charisma Mission sowie dessen Nachfolger Super Charisma Mission folgten die letzte Manga-Auskopplungen im alten Gewandt, ehe auch hier der Wandel zu Super Dragon Ball Heroes vollzogen wurde. Mit dem großen Update entschieden sich die Produzenten ebenfalls dazu, die Erzählweise in Heroes zu überarbeiten. Wurden zu Beginn der Marke eher Stand Alone-Geschichten in den Trailern erzählt, entschied man sich ab den God Missions (2015 - 2016) dazu, richtige Story-Arcs einzuführen und deren Handlung weiterzuerzählen. Seit Super Dragon Ball Heroes wird eine fortlaufende Geschichte erzählt, die mittlerweile aus drei Original-Arcs besteht: Dark Demon Realm, Dark Empire und Prison Planet. Im jüngst veröffentlichten Trailer wurde bereits die Assault Demigra-Arc und somit der vierte Handlungsbogen der Reihe angerissen.

Son-Goku: Xeno + Vegeta: Xeno = Gogeta: Xeno

Wie bereits in den Jahren zuvor wurden die Videospiel-Abenteuer um Manga-Storys ergänzt, welche die Geschehnisse in den Missionen sowie den Trailern erweiterten. Mit Super Dragon Ball Heroes: Dark Demon Realm Mission, Super Dragon Ball Heroes: Ultimate Charisma Mission und Super Dragon Ball Heroes: Universe Mission bekamen die aktuellsten Handlungsstränge des Spiels eine passende Manga-Adaption spendiert. Nun sind wir auch schon in der Gegenwart angekommen, denn dieses Jahr wurde bekannt gegeben, die Prison Planet-Arc werde als Anime adaptiert werden, jedoch Japan-exklusiv bleiben. Der aktuelle Anime, dessen zweite Episode am 16.07.2018 startet, stößt innerhalb der Community allerdings auf eher gemischte Reaktionen.

Super Dragon Ball Heroes ist Fanservice pur!

Bei uns im Westen ist (Super) Dragon Ball Heroes natürlich nicht annähernd so populär wie in Japan und wird von vielen Fans eher als Fanservice-Projekt belächelt. Zu einem gewissen Grad mag dies auch zutreffen, schließlich treffen sich in den Geschichten des Spiels Charaktere aus sämtlichen Abschnitten der Saga, getreu dem Motto: Bei Heroes findet jede Figur ein Zuhause. Zudem wird gerne mit "Was wäre, wenn ..."-Szenarien gespielt, weshalb Charaktere Transformationen bekommen, die sie im Manga oder Anime nie hatten, oder es fusionieren mal eben Vegeta und sein Sohn Trunks - Heroes sind in dieser Hinsicht keinerlei Grenzen gesetzt.

Towa vs. Broly vs. Son-Goku: Xeno

Darüber hinaus erkannten Bandai Namco Entertainment, Shueisha und Toei Animation schnell das Potenzial von Crossover-Marketing, weshalb beispielsweise oftmals Charaktere aus anderen aktuellen Projekten des Franchise einen Auftritt in Heroes absolvieren dürfen. Son-Goku mit seinem gemeisterten Ultra Instinct sah man so beispielsweise erstmals in einem Heroes-Trailer in seiner animierten Pracht. Davon abgesehen hielt Heroes die Marke Dragon Ball in Japan am Leben und sorgte dafür, bevor Dragon Ball Z: Kampf der Götter eine ähnliche Wirkung bei uns im Westen zukommen sollte.

Da der PR-Anime derzeit auch außerhalb Japans viel Aufmerksamkeit zuteil wird, könnte Bandai Namco Entertainment seine bisherige Haltung bezüglich der Japan-Exklusivität der Reihe noch einmal überdenken. Zuletzt hieß es, der Anime sei "zur Zeit" lediglich in Japan verfügbar. Die Zukunft wird es zeigen.

Würdet ihr euch Super Dragon Ball Heroes auch bei uns wünschen?

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