Dieses Tarantino-Meisterwerk wird seit 23 Jahren gefeiert, doch Stephen King hasste es: "Dumm ist immer noch dumm"

19.03.2026 - 11:40 UhrVor 5 Monaten aktualisiert
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Kill BillBuena Vista International
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Stephen King konnte sich für einen der ikonischsten Filme von Quentin Tarantino nicht sonderlich begeistern: Kill Bill hielt der Erfolgsautor sogar für "dumm".

Mit Kill Bill: Volume 1 und Kill Bill: Volume 2 lieferte Quentin Tarantino Anfang der 2000er Jahre ein fulminantes Action-Doppel ab, das sich in die Filmgeschichte einbrannte. Noch heute werden die beiden Filme als zwei der ikonischsten Werke in Tarantinos Ouevre gefeiert, die es in wenigen Wochen sogar erstmals als Komplettpaket Kill Bill: The Whole Bloody Affair im Kino zu bestaunen gibt.

Doch nicht alle teilten die Begeisterung für den Rache-Exzess mit Uma Thurman. Erfolgsautor Stephen King etwa konnte dem Tarantino-Streich nur herzlich wenig abgewinnen.

Stephen King mochte Tarantino-Meisterwerk Kill Bill nicht

In einer Kolumne für Entertainment Weekly  ging Stephen King im Jahr 2007 auf das Handwerk der Filmkritik an sich los und proklamierte, dass das Publikum Kritiker:innen nicht trauen sollte. Als eines der vielen Beispiele dafür führte er Kill Bill an, der von der Kritik über die Maßen gelobt wurde, in dem King jedoch nicht sonderlich viel Substanz erkenne:

Der blah-Film ist Kill Bill. Ihr habt wahrscheinlich ein paar gute Kritiken darüber gesehen, vielleicht sogar in diesem Magazin. Steve sagt, glaubt ihnen nicht. Steve sagt, ihr müsst euch daran erinnern, dass Kritiker:innen Filme kostenlos sehen. Sie müssen keine Babysitter bezahlen oder 10 Dollar für den Parkplatz. Sie sind also geeignet dafür, über narzisstischen Kram wie Kill Bill zu schwärmen, der sich selbst als Quentin Tarantinos vierter Film ankündigt, sind wir nicht la-di-da.

King weiter:

Kill Bill ist kein Meilenstein der Schrecklichkeit wie Mars Attacks! oder Meine liebe Rabenmutter; er ist einfach nur dümmlich voll von sich selbst. Uma Thurman versucht ihr Bestes, und sie ist das Beste an diesem Film, aber am Ende ist sie darin gefangen, eine Frau zu spielen, die ein Label anstatt eines menschlichen Wesens ist: Sie ist, Gott bewahre uns, die Braut.

Die Gewalt in Kill Bill sei laut King wie eine "Esther-Williams-Schwimm-Routine" choreografiert, die vielen Insiderwitze auf Kosten des Tarantino-Universums seien "ermüdend". Auch habe der Film laut King kein abgeschlossenes Ende, das das Publikum nur unnötigerweise auf eine Fortsetzung hinfiebern lassen soll. King räumt zwar ein: "Der Film ist sicherlich gut gemacht und die Geschichte weckt über den Verlauf ein wenig unser Interesse". Doch konkludiert der Autor: "Aber dumm ist immer noch dumm, oder?"

Ein vernichtendes Urteil, das Tarantino womöglich nicht sonderlich gut aufnahm.

Nach Kill Bill-Kritik: Tarantino schoss gegen Stephen King

Im Jahr 2019 schoss Quentin Tarantino im Podcast von Eli Roth gegen Stephen King zurück. Wie CBR  berichtete, erklärte er, dass Kings Bestseller-Roman Es eine "billige Kopie von Nightmare - Mörderische Träume" sei, und implizierte, dass Pennywise eigentlich nur eine Kopie von Freddy Kruger sei. Laut Tarantino sei King an eines seiner berühmtesten Werke unter dem Motto "lass mich diese Idee klauen und meine eigene Version davon machen" herangegangen.

Mehr:

Tarantinos Aussage wurde widerum von vielen kritisiert, da sie darin nur einen Racheakt gegen Kings schlechte Kill Bill-Kritik viele Jahre zuvor sahen. Darüber hinaus sei Tarantino nicht gerade unschuldig, was die Herangehensweise angeht, die Ideen anderer zu etwas Neuem zu machen. Ob Tarantino aber tatsächlich aus Rache gegen King geschossen hat oder ein echtes Hühnchen mit Kings Roman Es zu rupfen hatte, weiß der Regisseur vermutlich nur selbst.

Wenn ihr Kill Bill 1 & 2 mal wieder schauen wollt, könnt ihr das aktuell bei Netflix oder Disney+ im Streaming-Abo. Oder ihr wartet den Kinostart von Kill Bill: The Whole Bloody Affair ab, der am 16. April 2026 in den deutschen Lichtspielhäusern anläuft.

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