So verteidigte Johnny Depp seinen Jack Sparrow gegen Disney

04.10.2018 - 12:30 UhrVor 2 Jahren aktualisiert
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Fluch der Karibik - Trailer (Englisch)
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Johnny Depp als Jack Sparrow in Fluch der KaribikAbspielen
© Buena Vista
Johnny Depp als Jack Sparrow in Fluch der Karibik
In einem Interview sprach Johnny Depp jüngst über seine Karriere, im Zuge dessen er auch auf seine Fluch der Karibik-Figur Jack Sparrow Disney-Konflikte zu sprechen kam.

"Disney hasste mich", sagte Johnny Depp in einem Anfang dieser Woche erschienenen Interview mit der britschen GQ  zu seiner Beziehung mit dem Mäusekonzern. In dem Gespräch über seine Karriere und sein Leben zeichnete der Schauspieler ein von Ablehnung geprägtes Verhältnis zu dem kalifornischen Filmunternehmen. Demnach wollte die Firma den Darsteller im Zuge seiner Rolle des Piraten Jack Sparrow in Fluch der Karibik sogar feuern, doch Depp machte trotz des Gegenwinds weiter.

Johnny Depp sieht Konflikt mit Disney wegen Fluch der Karibik positiv

Der 55-Jährige äußerte sich im Zuge der Unterhaltung auch zur Arbeit mit großen Studios im Allgemeinen. Bei Fluch der Karibik eckte Johnny Depp demzufolge mit Disney wegen kreativer Entscheidungen an, doch darin sieht er etwas Gutes:

Der Ärger, mit diesen großen Studios zu arbeiten, ist der, dass ihnen unwohl werden kann hinsichtlich bestimmter kreativer Entscheidungen, die man trifft. Das passierte mit Pirates [of the Caribbean; Fluch der Karibik]. Meine Sicht ist, dass, wenn ein Studio nicht besorgt ist, mache ich meinen Job nicht ordentlich.
Johnny Depp in Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache

Jack Sparrow trotzte dank Johnny Depp den Widerständen durch Disney

Disney "dachte auf jede erdenkliche Weise darüber nach, mich loszuwerden, mich zu feuern", so Johnny Depp im weiteren Verlauf des Gesprächs. Seine Sprechart für Jack Sparrow in Fluch der Karibik sei zu undeutlich gewesen, woraufhin die Verantwortlichen eine Untertitelung ins Spiel gebracht hätten. Ohnehin hätten sich diese keinen Reim auf die Figur machen können. Depp über die Sorgen Disneys: "Was ist mit ihm los? Was ist mit seinen Armen los? Ist er betrunken? Ist er geistig verdammt betäubt? Ist er schwul?"

Mit Nina Jacobson, die zwischen 1998 bis zu ihrem Weggang 2006 bei Disney tätig war, habe er die Frage nach der Sexualität Sparrows auf seine Art abgewehrt:

Es war eine Dame namens Nina Jacobson von Disney zu jener Zeit und sie fragte mich eine Reihe von Fragen und sagte dann: 'Was gibts, Johnny? Ist der schwul?' Meine Neigung ist natürlich, ehrfurchtslos zu sein, also sagte ich: 'Nina, wussten Sie nicht, dass alle meine Charaktere schwul sind?' Das war ein ziemlich abruptes Ende für das Gespräch. Und ich habe einfach damit weitergemacht, Jack in der aus meiner Sicht besten Weise zu formen."
Johnny Depp

Er habe sogar den Begriff "Dirty Sanchez" in den ersten Film hineingeschmuggelt, was Disney erst im Zuge der DVD-Erscheinung gemerkt habe - hierbei handelt es sich um einen Begriff für einen bestimmten Sexakt (via Urban Dictionary ).

Im vergangenen Jahr erschien mit Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache der neuste Teil der 2003 an den Start gegangenen Fluch der Karibik-Reihe. Ein weiterer Pirates of the Caribbean-Nachfolger soll sich in Arbeit befinden.

Als nächstes ist Johnny Depp in einem weiteren Franchise-Streifen zu sehen: In Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen schlüpft er einmal mehr in die Rolle des Zauberers Gellert Grindelwald. Der im Harry Potter-Universum angesiedelte Film startet am 15.11.2018 in den deutschen Kinos.

Was sagt ihr zu den Ausführungen Johnny Depps zu Fluch der Karibik und Jack Sparrow?

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