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Im Alter von 59 Jahren

Simpsons-Mitschöpfer & Wohltäter Sam Simon gestorben

10.03.2015 - 10:10 UhrVor 5 Jahren aktualisiert
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Sam Simon
© Writers Guild of America, West
Sam Simon
Zusammen mit Matt Groening schrieb Sam Simon mit den Simpsons TV-Geschichte - doch schon 1993 verließ er die Serie. Sein Vermögen nutzte er stets zu wohltätigen Zwecken. Am Sonntag verstarb Simon mit 59 Jahren an den Folgen von Darmkrebs.

Seine Beteiligung an Die Simpsons war angesichts der 26 Jahre, die die Serie bereits besteht, nicht von langer Dauer - dafür jedoch umso bedeutender. Zusammen mit Matt Groening, auf dessen Familie die Zeichentrick-Figuren basieren, trug Sam Simon maßgeblich zur Schöpfung der Real-Satire bei, wie wir sie heute kennen. Sein Werk sollte ihn überdauern: Am vergangenen Sonntag verstarb der Drehbuchautor, Produzent, Regisseur und Wohltäter Sam Simon im Alter von 59 Jahren an den Folgen von Darmkrebs.

Die Simpsons verließ Sam Simon bereits 1993, sicherte sich jedoch andauernde Rechte an der langlebigen Serie, die ihm ein Vermögen einbrachten. Dieses verwendete er vor allem für verschiedene Tierschutzorganisationen, darunter auch und vor allem für seine eigene. The Hollywood Reporter  zitiert den Simpsons-Autor Al Jean mit folgenden Worten über Sam Simon:

Er war ein Genie und ein großer Wohltäter, sowohl öffentlich als auch privat. Ich persönlich schulde ihm mehr als je zurück gezahlt werden könnte, aber ich werde mein Bestes geben, um in seinem Andenken jedem Tier zu helfen, dem ich helfen kann.

Neben den Simpsons, deren Abspann noch heute Sam Simons Name beinhaltet, arbeitete er an verschiedenen Projekten als Autor, Produzent und Regisseur - darunter der von ihm geschriebene Joe Pesci-Film Ein Vermieter zum Knutschen und zuletzt eine Episode von Anger Management, bei der er Regie führte.

Matt Groening, Al Jean und Sam Simon waren 1988 zusammen an der Tracey Ullman-Show beteiligt, in der die Simpsons-Familie erstmals vor und nach den Werbeblöcken auftauchte. Am 17. Dezember 1989 erhielten die Simpsons ihr Serien-Debüt bei Fox, die "erste vollkommen bewusst dysfunktionale Familie" im amerikanischen Fernsehen, wie Simon sie bezeichnete. Für seine Arbeit an Die Simpsons erhielt er insgesamt acht Grammys.

Doch die Produktion der Serie ermüdete ihn schnell, bereits vier Jahre später verließ er das Projekt, sicherte sich dabei jedoch Rechte als Ausführender Produzent und eine Beteiligung an den Video-Verkäufen, die ihn schnell reich werden ließen. Mit Mitte 30 war er bereits dazu in der Lage, in den Ruhestand zu gehen.

Später widmete sich Sam Simon dem Tierschutz: Er gründete die heute 23 Millionen US-Dollar schwere Sam Simon Foundation, die sich der Rettung streunender Hunde verpflichtet. Ebenso unterstützte er die Organisation PETA, welche ihr Hauptverwaltungsgebäude im amerikanischen Norfolk nach ihm benannte - The Sam Simon Center. Weitere Spenden gingen an die Non-Profit Organisationen Save the Children und Sea Shepherd; letztere benannte eins ihrer Schiffe nach ihm.

Auch die Kindheit des Stanford-Absolventen und Comic-Zeichners hält manch interessante Anekdote bereit: Aufgewachsen in Beverly Hills, wohnte Simon gleich gegenüber dem berühmten Comedian Groucho Marx - er erinnert sich sogar, dass Marx einst seine Mutter besuchte. Ein anderes Mal rannte Sam Simons Hund davon. Zurückgebracht wurde er von niemand anderem als Elvis Presley.

The Hollywood Reporter erzählte Sam Simon in einem Interview:

Diese Art von Lebenswerk-Zeug, die ich momentan bekomme, ist ein bisschen wie Tom Sawyers Beerdigung, weil sie alle wissen, dass ich krank bin. Es werden Gebäude und Preise und so weiter nach mir benannt. Die Wahrheit ist, ich habe mehr Geld, als ich ausgeben könnte. Jedem in meiner Familie geht es gut. Und ich genieße das.

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