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Leterrier rechnet ab

Selbst Regisseur findet 3D von Kampf der Titanen doof

29.05.2013 - 09:20 UhrVor 7 Jahren aktualisiert
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Kampf der Titanen
© Warner Bros.
Kampf der Titanen
Vor drei Jahren lief Kampf der Titanen, das Remake des 1981er Abenteuerfilms, in unseren Kinos. Der Film wurde nachträglich in 3D konvertiert. Das Ergebnis fand nicht nur der Regisseur furchtbar.

Warum einen Film nur in 2D in die Kinos bringen, wenn er als 3D-Version dem Zuschauer mehr Geld aus der Tasche ziehen kann? Das dachte sich wohl auch Warner Bros., als sie 2010 Kampf der Titanen von Louis Leterrier herausbrachten. In 2D gedreht, wurde das Remake von Kampf der Titanen in gerade mal 10 Wochen in 3D konvertiert und das bei zusätzlichen Kosten von um die 100.000 Dollar pro Minute. Trotz der hohen Kosten war das Ergebnis leider grauenhaft. Was Warner Bros. jedoch nicht zu stören schien, warum auch, spielte der Film zum US-Start doch gut 63 Millionen Dollar ein. Jetzt äußerte sich Regisseur Louis Leterrier in einem Interview mit der Huffington Post über das Debakel.

Der Regisseur gab zu, dass er sich von Warner Bros. überrannt fühlte. Er selbst wollte kein 3D für seinen Film, denn er war sich sicher, es würde nicht funktionieren. “Es war absolut grauenhaft. Nichts hat funktioniert. Es war lediglich ein Gimmick, das dem Kinogänger mehr Geld aus der Tasche ziehen sollte”, sagt Louis Leterrier über die 3D-Konvertierung. “Es war nicht mein Film und letztlich war das auch der Grund, weshalb ich beim Sequel nicht mehr Regie führte. Es ist durchaus ein lustiger Actionfilm und einigen hat er wohl gefallen. Aber für mich war es eine furchtbare Erfahrung. Es fühlte sich an, als hätte man mich den Wölfen vorgeworfen”. Überraschend ist es natürlich nicht, dass die Filmstudios einen Abstrich bei der visuellen Qualität der Filme in Kauf nehmen, wenn es darum geht, mehr Geld in die Kassen zu spülen.

Auf die Frage, warum er bei der Fortsetzung Zorn der Titanen als ausführender Produzent auftaucht, antwortete Louis Leterrier übrigens: “Wenn du den ersten Film drehst, wirst du auch dazu angehalten, den zweiten zu machen. Wenn du das nicht machst, tauchst du in den Credits als ausführender Produzent auf. Aus diesem Grund gibt es eine Unmenge von Regisseuren, die bei den Fortsetzungen als ausführende Produzenten gelistet sind”.

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