Resident Evil-Ranking: Alle Filme vom besten bis zum schlechtesten

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Resident Evil
31.01.2020 - 20:00 UhrVor 8 Monaten aktualisiert
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Insgesamt sechs Mal ist Milla Jovovich ins Resident Evil-Universum eingetaucht, um gegen Zombies und die Umbrella Corporation zu kämpfen. Doch welcher ist der beste Film der Reihe?

Resident Evil gehört zu den populärsten Videospiel-Marken. Auch auf der großen Leinwand war die Reihe in den vergangenen Jahren regelmäßig vertreten, konkret in Form von sechs Realfilmen mit Milla Jovovich in der Hauptrolle. Nicht selten wurden diesen Adaptionen vorgeworfen, sich zu weit von ihrer Vorlage zu entfernten, da der Fokus deutlich auf der Action, anstelle des Horrors lag.

Alle Resident Evil-Filme mit Milla Jovovich im Ranking

Wir sind dennoch der Meinung, dass die Reihe im Kino eine extrem spannende Entwicklung durchgemacht hat, gerade im Hinblick auf ihr Verhältnis zu bestimmten Videospiel-Elementen. So mögen die Filme zwar keine treuen Adaptionen der Resident Evil-Geschichte sein, dafür begeistern umso mehr ihre Ideen davon, wie sich Videospiele mit der filmischen Form vereinen lassen.

Aus diesem Grund haben wir uns in der Moviepilot-Redaktion zusammengesetzt, um ein Resident Evil-Ranking zu erstellen und der Frage nachzugehen, welcher der beste Teil der Reihe ist. Da unser Fokus auf den Live-Action-Adaptionen liegt, tauchen die bisher erschienen Animationsfilme (Biohazard 4D-Ececuter, Degeneration, Damnation und Vendetta) nicht im Ranking auf.

Platz 6: Resident Evil: Apocalypse

Resident Evil: Apocalypse

Bevor wir aber zu den richtig guten Resident Evil-Filmen kommen, müssen wir uns durch das düstere Chaos von Resident Evil: Apocalypse wühlen. Der zweite Teil klammert sich gedankenlos an die üblichen Dinge, die eine Fortsetzung glaubt, erfüllen zu müssen.

Größer, schneller, lauter: Lediglich eine Bewegung ist hier interessant, nämlich jene, wie sich die Geschichte - analog zum T-Virus - ausbreitet. Aus den Tiefen der unterirdischen Umbrella-Einrichtung entdecken wir nun Raccoon City und erhalten dadurch einen Vorgeschmack auf die stetige Expansion der Reihe, die uns in den nachfolgenden Abenteuern von Alice erwartet. (MH)

Platz 5: Resident Evil: The Final Chapter

Resident Evil: The Final Chapter

Das Finale der Resident Evil-Filme bleibt durch starke Einzelbilder in Erinnerung, die Alices Geschichte zu einem berührenden Ende bringen. Zahlreiche Handlungsfäden und Motive der vergangenen Filme werden in einem ungeniert melodramatischen Finale zusammengeführt, das Resident Evil zurück zu seinen zerbrechlichsten Element führt: den Menschen.

Resident Evil: The Final Chapter ist aber auch der schwächste Regie-Eintrag von Paul W.S. Anderson. Statt der genüsslich ausgebreiteten Action-Tableaus, welche die Reihe in ihren späteren Filmen auszeichnen, endet das Franchise im heftigen Schnitt-Gewitter. Als Actionfilm ist Finale Chapter eine gewaltige Enttäuschung. (JJ)

Platz 4: Resident Evil: Extinction

Resident Evil: Extinction

Die ersten drei Resident Evil-Filme haben munter ihre Regisseure gewechselt. Nach Paul W.S. Anderson übernahm Alexander Witt (als Second Unit-Regisseur ein großer Action-Spezialist) das Ruder.

Für Resident Evil: Extinction konnte Highlander-Veteran Russell Mulcahy gewonnen werden, der Milla Jovovich in ein nervenaufreibendes Wüsten-Inferno führt, das mit seiner endzeitlichen Atmosphäre besticht und den Sprung ins nächste Level vorbereitet. Der Mad Max: Fury Road unter den Resident Evil-Filmen denkt in deutlich größeren Bildern und Gesten, während gleich die ersten Minuten sehr schön mit dem Gedanken von mehreren (Videospiel-)Leben spielen. (MH)

Platz 3: Resident Evil

Resident Evil

Der erste Film der Resident Evil-Reihe ist ein klassischer Auftakt, in dem sich die späteren, wesentlich ausgereifteren Stilmittel des Franchise nur erahnen lassen. Auch wenn diese Verfilmung der populären Videospielreihe von Paul W.S. Anderson noch in herkömmlichen Genre-Maßstäben und Bildern des Horrorfilms gedacht ist, besticht Resident Evil durch eine beklemmende Atmosphäre konstanter Anspannung und hochwertig gestaltete Effekte.

Neben Milla Jovovich, die als Protagonistin Alice bei ihren ersten Gehversuchen als angehende Horror-Action-Ikone zu beobachten ist, verlässt sich auch dieser Franchise-Einstieg auf dichte Set-Pieces, die Videospiel-Levels ähneln. Trotz inhaltlich starker Abweichungen von den Spielen ist der erste Resident Evil-Film daher eher ein Videospiel-Konzept in Filmform als eine vorlagentreue Adaption. (PR)

Platz 2: Resident Evil: Afterlife

Resident Evil: Afterlife

Paul W.S. Andersons Rückkehr auf den Regiestuhl fiel mit dem 3D-Boom zusammen und heraus kam Resident Evil: Afterlife. Schon die Auftaktsequenz, in der ein junges Mädchen unter den dreidimensionalen Regentropfen Tokyos über einen Passanten herfällt, markierte einen ästhetischen Quantensprung in der Reihe.

Die Zeitlupe wurde zum dominierenden Element von Alice' Abenteuern. Bewegungen wurden stark reduziert, sodass die Oberfläche der Körper und Gegenstände in den Vordergrund zu ragen begann. Auch ohne 3D-Brille. Gewaltige Hämmer, rasende Flugzeuge, ballernde Pumpguns und natürlich Milla Jovovich selbst füllten die Bilderwelten, die so der weltumspannenden Story in Sachen Größe in Nichts mehr nach standen.

Gleichzeitig griff die ständig drohende Künstlichkeit - die Angst, selbst nur eine Schöpfung von Umbrella zu sein - durch die Verbindung von visuellen Effekten und Inszenierung auf die Bilder über. Erstmals sah Resident Evil auch im Kino aus wie ein Spiel, nur eben nicht wie die bekannten Spiele. (JJ)

Platz 1: Resident Evil: Retribution

Resident Evil: Retribution

Der Meilenstein des Resident Evil-Franchise, der die ganze Reihe auf eine ganz neue Ebene gehoben hat. War Resident Evil 4: Afterlife noch der spannende Beginn einer fortgeschrittenen Ästhetik, stellt Resident Evil: Retribution den Höhepunkt an in Filmform gegossener Videospiel-Optik und -Mechanismen dar.

Schon die Eröffnungssequenz, in der das Finale aus Teil 4 in einer überstilisierten Zeitlupen-Montage zurückgespult wird, ist der radikale Anstoß einer Reihe von Sequenzen, die das Resident Evil-Franchise konsequent in virtuell durchgestylte Set-Pieces und exzessive Choreografien mitsamt überbordender 3D-Technologie zerlegt.

Das herkömmliche Erzählen einer Geschichte wird in Resident Evil: Retribution zugunsten eines hypermodernen Kinos geopfert, das Paul W.S. Anderson nur noch als Aneinanderreihung von jeglicher Logik entrückten Action-Impulsen denkt. Selbst der Tod spielt hier kaum noch eine Rolle. (PR)

Wie sieht euer Resident Evil-Ranking der Milla Jovovich-Filme aus?

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