One Piece wird 20: Warum die Serie immer noch genial ist

One Piece: Ruffy und seine Freunde
© Eiichiro Oda, Shueisha, Toei Animation
One Piece: Ruffy und seine Freunde
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Immer den Wolken hinterher, einer Legende auf der Spur - dem One Piece, dem größten Schatz aller Zeiten, einst vom König der Piraten, Gol D. Roger, irgendwo auf der Grandline versteckt.

Monkey D. Ruffy befindet sich seit 20 Jahren im One Piece-Anime auf der Suche nach eben diesem legendären Schatz, um sich seinen großen Traum zu erfüllen: der neue König der Piraten zu werden. Obwohl er und seine Freunde bereits zwei Jahrzehnte suchen, fesseln ihre Abenteuer wie eh und je.

One Piece hat eine Geschichte, die jeder versteht

Gemeinsam mit Ruffy und seinen Freunden setzen wir somit die Segel, um auf dem weiten Meer das Glück und natürlich das One Piece zu suchen. Damals wie heute ist die grundlegende narrative Struktur der Geschichte ziemlich einfach gestrickt, weshalb dieser jeder, egal ob Neu-/Quereinsteiger oder langjähriger Fan, gut folgen kann. Jedem Arc liegt ein klarer Aufbau zugrunde, welcher gerade wegen seiner Simplizität immer wieder funktioniert.

Auf jeder neuen Insel, die Ruffy und seine Freunde erreichen, wird die Spannung innerhalb der Story zusehends gesteigert. Auch die unausweichlichen Showdowns gegen immer stärkere Gegner - zu Beginn noch Fußsoldaten und lokale Piraten-Größen, mittlerweile legendäre Krieger wie die Sieben Samurai oder die Vier Kaiser - die nicht immer gut für unsere Helden ausgehen, werden innerhalb der Story nachvollziehbar und emotional aufgebaut. Umso mehr fiebern wir Zuschauer mit Ruffy und seiner Crew mit.

Darüber hinaus ist jederzeit ersichtlich, dass Eiichiro Oda einen großen Plan mit der Geschichte seines Piraten-Epos verfolgt und jeder neue Arc ein Teil dieses großen Puzzles ist. Ebenfalls klar zu sehen ist hierbei, dass die Auswirkungen der Taten unserer Helden stets mitwachsen. Wie meisterhaft es Oda versteht, sein Universum wachsen zu lassen, wird oftmals erst Monate oder gar Jahre später ersichtlich.

One Piece hat ein exzellentes World Building

Unaufdringlich und natürlich entfaltete Oda so langsam ein weit verzweigtes Geflecht aus Dutzenden Charakteren, verschiedensten Parteien sowie mehreren Organisationen, die allesamt ihre eigenen Ziele verfolgen.

Auch deshalb hat die One Piece-Welt inzwischen gewaltige Dimensionen angenommen, die von politischen wie militärischen Konflikten geprägt wird. Hinzukommen sehr reale Probleme wie Diskriminierung, Korruption, Machtmissbrauch sowie Sklaverei, mit denen sich die Charaktere konfrontiert sehen, nicht selten ohnmächtig.

Des Weiteren führt Oda gerne neue Elemente und Figuren in die Geschichte ein, die nach einem Arc dann wieder von der Bildfläche verschwinden - nur um Monate oder gar Jahre später wieder aufgegriffen und so schlagartig erneut relevant zu werden.

Auf diese Art stellt er sicher, dass beinahe schon regelmäßig Verbindungen zu vorherigen Ereignissen geknüpft werden. Dies hält die Story seit 20 Jahren durchgehend spannend, verleiht ihr eine angenehme Komplexität und verdeutlicht, dass auch sie alle Teile des großen Ganzen sind.

Die One Piece-Welt beheimatet zahlreiche einzigartige Charaktere

Über den Rivers Mountain haben Ruffy und seine Freunde den Weg gesucht, ehe sie auf der Grandline angekommen sind. Auf ihren Reisen durch diese heimtückischen Gewässer treffen sie immer wieder auf teils herrlich verrückte Persönlichkeiten.

Dabei gilt: Alle Charaktere, egal ob nun Ruffy und seine Freunde oder kleine Nebencharaktere, haben ihre eigenen Macken, eigene Stärken und Schwächen, wodurch sie nicht nur sympathisch, sondern echt wirken.

Selbst die Gegner der Strohhüte, so verdorben sie manchmal auch erscheinen, sind nicht immer einfach nur böse, sondern blicken auf eine bewegte Vergangenheit zurück, die teilweise, etwa im Falle des Fischmenschen Arlong, erst Jahre später enthüllt wird. So lernen wir, auch die Schurken dieser Welt besser zu verstehen, was sie uns manchmal in einem ganz anderen Licht sehen lässt.

Einigen Charakteren schlägt im Verlaufe dieses Piraten-Epos übrigens auch ihre Stunde und sie müssen zu Grabe getragen werden. Dies geschieht zwar nur selten, bisher hat es überraschend wenige große Namen erwischt, doch so schmerzt jeder Tod umso mehr.

Das Ende von Ruffys großem Bruder Ace dürfte sich wohl jedem Fans ins Gedächtnis gebrannt haben und dieses Erlebnis hatte innerhalb der Handlung spürbar Gewicht und Konsequenzen.

One Piece ist komplex wie simpel und deshalb genial

Dass der eine oder andere Fan nach zwei Jahrzehnten denkt, One Piece habe seine beste Zeit bereits hinter sich, kann ich übrigens nicht verstehen, schließlich nahm die Handlung gerade in den letzten Wochen wieder ordentlich Fahrt auf und überraschte mit einigen spannenden Entwicklungen (Stichwort: Sieben Samurai).

Und mit seinem neuen Zeichenstil sowie wieder deutlich verbesserten Animationen, die ihr im brandneuen Opening bestaunen könnt, sieht der Anime-Dauerbrenner mit seinem Wano Kuni-Arc so gut aus wie nie zuvor.

One Piece begleitet mich nun bereits mein halbes Leben und noch immer ziehen mich die Abenteuer von Ruffy und seinen Freunden wie kaum eine andere Geschichte in ihren Bann. Ihre wundervolle Reise, auf der sie ihre Träume verwirklichen wollen, ist inzwischen zwar deutlich komplexer als noch am Anfang, doch noch immer so simpel zu verstehen wie am ersten Tag und gerade deshalb so genial.

One Piece bietet etwas für jeden von uns und jeder kann sich in dieser gigantischen Welt verlieren, davon bin ich nach 20 Jahren One Piece überzeugter denn je.

Kann euch One Piece nach 20 Jahren auch noch so packen?

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