moviepilot-Horror-Story: Der große Abschluss

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"I read about this guy, gets on the MTA here, dies. Six hours he's riding the subway before anybody notices his corpse doing laps around L.A., people on and off sitting next to him. Nobody notices."

Kaum ist unser Themenspecial Angst, Schrecken, Panik - Horror-Monat 2018 Anfang dieses Monats bei moviepilot gestartet, ist der Oktober auch schon wieder vorbei. Auf der Zielgeraden unserer Themenartikel habt ihr in den letzten Tagen mehr zur 80er-Nostalgiewelle im Horrorfilm und dem neueren, radikalen Arthouse-Horror erfahren sowie eine Liste mit den 10 besten Horrorfilmen zu Halloween bekommen. Passend zum Abschluss der redaktionellen Texte ist auch die moviepilot-Horror-Story unserer parallel verlaufenen Community-Aktion zu einem Ende gekommen. Dieses wurde wie gewohnt in einer finalen Abstimmung von euch kreiert. Nachfolgend lassen wir die Geschichte rund um den Kammerjäger Reinhold Steiner noch einmal Revue passieren und blicken auf die Entwicklung der moviepilot-Horror-Story bis zu ihrem heutigen Abschluss zurück.

Die Entwicklung der moviepilot-Horror-Story

Nachdem zunächst festgelegt wurde, dass die moviepilot-Horror-Story im Rahmen des psychologischen Horrors stattfinden soll und in der Zeitspanne zwischen 1880 und 1910 in einem Berliner Hinterhofkomplex spielt, entstand anschließend unsere Hauptfigur. Bei dieser handelt es sich um den schwer traumatisierten Kammerjäger Reinhold Steiner, der seine Mutter 1899 durch ein Gewaltverbrechen verliert und sich sozial isoliert, emotional labil sowie orientierungslos in seine Arbeit stürzt. Hier merkt er zwischen all den Nagern, Schaben und Kakerlaken, dass dieses Ungeziefer lediglich Symptome einer verdorbenen Gesellschaft sind, die er von dem wahren Ungeziefer befreien will.

Dieser Charakterzeichnung folgte schließlich eine schockierende Auftaktszene mit einem Kinderbett voller Kakerlaken und einer schreienden, in Ohnmacht fallenden Mutter, die einen Zeitsprung nach sich zog. Zurück im Jahr 1899 kümmert sich Reinhold immer noch um seine pflegebedürftige Mutter, die Jahre zuvor Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Als er von einem Auftrag als Kammerjäger nach Hause zurückkehrt, findet er sie leblos in der Wohnung auf und scheint den letzten Rest seines Verstandes zu verlieren.

In Reinholds schwerem Leben gab es jedoch nicht nur Dunkelheit. In Form von Grete fand zwischenzeitlich auch Licht Einzug in die tragische Geschichte des Kammerjägers. Dabei fiel die Beschreibung der Liebesgeschichte zwischen Reinhold und Grete, die erneut ein überaus tragisches Ende nimmt, derart umfangreich aus, dass ihr sie euch an anderer Stelle nochmal in voller Länge in Erinnerung rufen solltet.

Während das Ableben von Grete einen endgültig gebrochenen Reinhold zurückließ, der den ganzen menschlichen Abschaum der Stadt auslöschen will, stellte ein Twist die moviepilot-Horror-Story anschließend radikal auf den Kopf. Als die Geschichte zum Beginn des Films zurückspringt, wird das Leben von Reinhold als inszenierte Fernsehshow enttarnt. Über Monitore konnte das Publikum die Ereignisse verfolgen, nachdem Reinhold von seiner echten Mutter schon als Kind an den Sender verkauft wurde.

Da sich die moviepilot-Horror-Story bis zu dieser Enthüllung überwiegend zwischen einem deprimierenden Sozialdrama voller unbehaglicher, psychologischer Horror-Andeutungen und einer bitteren Satire aufgrund des Twists bewegt, hielt zuletzt noch einmal der pure Horror Einzug in das Finale unserer Geschichte. Nachdem sich auf Reinholds Haut immer wieder weiße Flecken abzeichneten, schlüpfen aus diesen nach der Enthüllung der Wendung tausende Maden, bis der Kammerjäger selbst in einen Madenhaufen zerfällt. Plötzlich entdeckt auch das Publikum vor den Bildschirmen ähnliche Symptome an sich, bis sich jeder Mensch, der an der Show beteiligt war oder zu den Zuschauern zählte, in Ungeziefer verwandelt wird. Nachdem nur noch Ratten, Mäuse, Käfer und anderes Getier zu sehen ist, zeigt die letzte Einstellung Reinholds bleiches, entstelltes Gesicht, das zu einem starren, glücklichen Lächeln verzerrt ist.

Ein großes Dankeschön an euch

Abschließend wollen wir uns vor allem noch einmal bei euch bedanken. Ohne die Unterstützung der Community, an die wir diese Aktion im Horror-Monat 2018 bei moviepilot richten wollten, wäre die Horror-Story so gar nicht erst zustande gekommen. Sicherlich hat die Geschichte zwischendurch einen Schlenker in ungeahnte Richtungen genommen und auch das Horror-Prädikat ist teilweise etwas verloren gegangen, doch genau diesen Reiz des Unvorhersehbaren wollten wir im Voraus zum Anlass nehmen, um diese Community-Aktion als Experiment gemeinsam mit euch auszuprobieren.

Wir wünschen euch heute ein schönes Halloween-Fest und vielleicht lesen wir uns im nächsten Jahr an gleicher Stelle für eine neue Geschichte wieder!

Was haltet ihr von der nun abgeschlossenen moviepilot-Horror-Story?

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