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Money Monster - Das sagen die Kritiker zum Thriller mit George Clooney

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© Sony Pictures
Money Monster
26.05.2016 - 09:20 UhrVor 4 Jahren aktualisiert
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Heute startet mit Money Monster ein spannender, Star-gepickter Verschwörungs-Thriller unter der Regie von Jodie Foster in den deutschen Kinos. Wir haben euch einen kleinen Überblick über die bisherigen Kritiken zum neuen Streifen mit George Clooney zusammengestellt.

Der dramatische Verschwörungs-Thriller Money Monster stellt Jodie Fosters vierte Regiearbeit dar. Dafür hat sie diesmal ihre Freunde und Kollegen George Clooney und Julia Roberts gemeinsam vor die Kamera geholt. Die beiden Hollywood-Superstars durften schon des öfteren zusammenarbeiten und Seite an Seite auf der großen Leinwand glänzen (Geständnisse - Confessions of a Dangerous Mind, Ocean's Eleven usw.).

In Money Monster erteilt der berühmte Wall-Street-Guru und Finanz-Show-Moderator Lee Gates (George Clooney) seiner weltweit großen Fangemeinde live aus New York Ratschläge, wie und wo sie ihr Erspartes am besten anlegen sollten. Meist zahlen sich seine heißen Insider-Tipps am Ende aus. Doch diesmal nicht. Plötzlich stürmt der verzweifelte Familienvater Kyle (Jack O'Connell) schwer bewaffnet die Live-Fernsehshow. Er hat durch eine von Lee Gates empfohlene Kapitalanlage alles verloren und macht nun ihn und seine Show dafür verantwortlich. Eine tragische Geiselnahme vor laufender Kamera nimmt ihren Lauf. Währenddessen versucht die Show-Produzentin Patty Fenn (Julia Roberts), Lee Gates und seinem Team verdeckt aus dem Hintergrund zu helfen.

Lest nun, wie das spannende Geiseldrama Money Monster weltweit bei den Kritikern abgeschnitten hat und entscheidet dann, ob sich der Gang ins Kino für euch lohnt.

Wie immer hier zunächst die harten Fakten zu Money Monster:

  • 12 Kritiker-Bewertungen mit einem Durchschnittswert von 5,7
  • 24 Community-Bewertungen mit einem Durchschnittswert von 6,2
  • 7 Kritiken und 3 Kommentare
  • 0 x Lieblingsfilm und 0 x Hassfilm
  • 304 Vormerkungen, 4 sind nicht interessiert

Das sagen die englischsprachigen Kritiker zu Money Monster:

Für Amy West von der International Business Times  ist Money Monster solide Genre-Kost:

[Money Monster ist] ein Thriller der alten Schule, formelhaft und nicht sonderlich originell, aber trotzdem unterhaltsam. [Jodie] Fosters Ambitionen als Filmemacherin kommen hier klarer zum Vorschein als in dem skurrilen Indie-Streifen Der Biber [...]. Man kann nicht leugnen, dass Money Monster aalglatt ist und mit der verschwindend geringen Essenz, die [der Film] hergibt, spannendes, wenn auch etwas unglaubwürdiges Popcorn-Kino liefert.

Auch Christy Lemire von Roger Ebert  konnte Money Monster durchaus gut unterhalten, besonders das Zusammenspiel von George Clooney und Julia Roberts hat sie überzeugt:

Jodie Foster hat ein Echtzeit-Thriller-Drama inszeniert, das schlank und effizient daherkommt und von der enormen Ausstrahlung George Clooneys in der Hauptrolle profitiert, der einen glattgebügelten, selbstgefälligen Finanzexperten spielt. Und das Ganze hat ein bisschen was von einer Ocean's Eleven-Reunion, überraschenderweise baut Clooney eine angenehm einfache wie bissige Beziehung zu Julia Roberts auf, die zu seiner Stimme der Vernunft wird.

Mara Reinstein von US Weekly  fehlte es dagegen eindeutig an Spannung:

Obwohl sich die Filmhandlung in Echtzeit abspielt, ist [Money Monster] seltsam spannungslos. Ganz egal, wie oft Kyle [Jack O'Connell] wild mit seiner Pistole in der Luft herumfuchtelt und damit droht, [das gesamte TV-Studio] mit einer Bombe hochgehen zu lassen, niemals hast du wirklich das Gefühl, dass Lees [George Clooneys] Leben ernsthaft in Gefahr ist.

Für J.R. Jones vom Chicago Reader  will Money Monster einfach zu viel auf einmal sein:

Mit all dem Geschimpfe über ein mutwillig manipuliertes Finanzsystem trifft [Money Monster] sicherlich genau den Zeitgeist, aber [der Film] ist einfach so überladen mit Actionfilm-Versatzstücken und technikbasiertem Plot-Schnickschnack, dass er ein wenig albern rüberkommt.

Richard Brody vom New Yorker  vermisst eine klare moralische Haltung und Aussagekraft des Finanz-Thrillers. Money Monster bediene bloß rückständige Klischees und Stereotype:

Der doppelte Twist der Handlung [von Money Monster] [...] verschärft die Spannung zwar enorm, aber dahinter verbirgt sich nur sehr wenig Substanz. [Jodie] Foster stellt ihre Figuren aus der Arbeiterklasse als plump und vulgär sprechende Karikaturen dar und steckt Lee [Clooney] und Patty [Roberts] als Retter und Verteidiger der Menschen in glänzende Rüstungen - Adel verpflichtet. Das hektische [Geisel]Drama entwickelt neben der herablassenden Haltung seiner Prominenten keinen klaren Standpunkt.

Das sagen die deutschsprachigen Kritiker zu Money Monster:

Antje Wessels von Wessels-Filmkritik  ist von den Popcorn-Kino-Qualitäten des Thrillers begeistert:

Trotz kleiner erzählerischer Schwächen ist „Money Monster“ ein äußerst kurzweiliges Vergnügen, dass adrenalingeladene Thrillerspannung mit dem bissigen Charme einer Finanzsatire zu verbinden weiß. Abgerundet wird dieses Filmerlebnis von den äußerst sehenswerten Darstellerleistungen von George Clooney, Julia Roberts und Jack O’Connell.

Für Moritz Holfelder vom Bayerischen Rundfunk  kommt Money Monster derweil nicht annähernd an jüngste Konkurrenzfilme wie The Big Short heran:

Auf dem Festival in Cannes, wo Jodie Foster wegen ihres Staraufgebotes mit Clooney und Roberts Money Monster letzte Woche außer Konkurrenz präsentieren durfte, wurde ihr neues Werk ausgebuht. Zu Recht. Ihrem Hauptdarsteller George Clooney hat die Regisseurin zu viele Freiheiten erlaubt, er chargiert als zynisch skrupelloser Fernsehmoderator Lee Gates ganz fürchterlich – und an die großen bissigen Filme über die Finanzwelt, die in den letzten drei Jahren ins Kino kamen, Werke wie The Big Short, The Wolf of Wall Street oder Der große Crash - Margin Call, kommt Jodie Foster bei weitem nicht heran. Einzig Julia Roberts überzeugt – sie zeigt wieder einmal, was für eine großartige Schauspielerin ist.

Fazit zu Money Monster:

Aus den gemischten Kritiken zu Money Monster lässt sich gerade in den USA überwiegend Unmut über den Finanz-Verschwörungs-Thriller von Jodie Foster ablesen. Ihre neuste Regiearbeit lasse es stark an Spannung und Aussagekraft fehlen, die Charaktere seien zu plump und eindimensional, die Handlung wirke meist un­in­s­pi­riert und unglaubwürdig. Ein wenig besser weggekommen ist Money Monster da bei den deutschen Kritikern. Hierzulande wird oft der hohe Unterhaltungswert des Thrillers hervorgehoben und die Genre-Qualitäten des Streifens finden reichlich lobende Erwähnung. Derweil hat das tolle Zusammenspiel von George Clooney und Julia Roberts bei nahezu allen Kritikern punkten können.

Was ist euer Eindruck von Money Monster? Habt ihr Lust, euch den Film im Kino anzusehen?

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