Joker-Darsteller verrät: Die wichtigste Szene ist nicht im Film

Joker - Trailer 2 (Deutsch) HD
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Joaquin Phoenix in JokerAbspielen
© Warner Bros.
Joaquin Phoenix in Joker
05.01.2020 - 11:00 UhrVor 2 Jahren aktualisiert
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Die Annäherung an die DC-Figur Joker war ein Hauen und Stechen. Darsteller Joaquin Phoenix beschreibt den Moment, in dem er zu dem Charakter durchbrach.

Schon lange vor Veröffentlichung des Films war klar, dass die größte Attraktion in Joker die Schauspielgwalt von Joaquin Phoenix sein wird. Joaquin Phoenix schlachtet seine Figur - und ein bisschen auch sich selbst - vor den Augen des Publikums. Mit Unterstützung einiger Rückblenden legt er die Traumata und Seelenkrater seiner Figur frei.

Aber wie erreichte Phoenix dieses Plateau, von dem aus er bekannten DC-Charakter (neu) betrachtete und schließlich attackierte?

Die intensiven Joker-Szenen

Phoenix und sein Regisseur Todd Phillips sprachen viel und ausführlich über ihren kreativen Prozess, verrieten ihre Methoden. Tatsächlich verlief die Annäherung fließend. Phoenix versuchte im Grunde, sich selber zu überraschen, warf sich zurück auf Schauspielinstinkte.

Er improvisierte viel, die Kühlschrank-Szene zum Beispiel. Viel wichtiger war jedoch eine andere Szene, die es letztlich nicht in den Film schaffte. Genauso wie diese "gestörte" Szene.

Joker

In einer Dankesrede für einen Preis (Quelle: Comic Book ) beschreibt Phoenix den wohl wichtigsten Moment in der Ausarbeitung der Figur und bietet dabei spannende Einblicke in seine Arbeit als Schauspieler.

Joaquin Phoenix als Joker: Ausprobieren und Scheitern

Der Versuch: "Er (Todd Phillips) hat mich immer ermutigt, zu scheitern, was ich häufig tat. Irgendwann wurde es unerträglich. Wir drehten eine Szene, es war der fünfte Take. Ich sagte, es geht um ... Ich wusste nicht mehr, was ich tun sollte."

Das Scheitern: "Das waren alle Ideen, die ich hatte. Ich sagte 'okay' und versuchte noch eine und machte denselben Mist nochmal und er [Phillips] sagte, 'Versuch es nochmal'. Ich denke, er wollte, dass ich es selber herausfinde, deshalb sagte er mir nicht, wie."

Der Durchbruch: "Ich entschied, dass ich mit meinem Schauspieler-Zeug aufhören musste [...] und mir des Raums bewusst werden musste, in dem ich mich befand. Wir nahmen das auf und es fühlte sich sehr gut an. Er sagte: 'Was war das?' und ich sagte 'Aufrichtigkeit'. Und er sagte, 'Du solltest häufiger aufrichtig sein.'"

Die ironische Fußnote dieser Geschichte: Die Szene, in der Joaquin Phoenix herausfand, wie er den Joker spielen sollte, schaffte es nicht in den fertigen Film. "Aber letztlich war es die wichtigste Szene des Films, denn sie half mir, meine Aufrichtigkeit zu finden."

Im Podcast: Die besten Filme 2019 mit Joker

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