Hidden Figures: Das ist die wahre Geschichte hinter den Heldinnen

Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen
© Twentieth Century Fox
Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen
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John Glenn, Alan Shepard, Neil Armstrong sind Menschen, die mit ihrer Leistung für die Raumfahrt in die Geschichte eingegangen sind und die jeder kennt. Katherine Johnson, Mary Jackson und Dorothy Vaughn waren dagegen bisher eher unbeachtete Heldinnen. Dabei haben die drei afroamerikanischen Frauen die US-amerikanische Raumfahrt entscheidend vorangetrieben.

Theodore Melfi macht ihre Geschichte mit Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen sichtbar und zeigt, wie sie trotz Repressionen aufgrund ihrer Hautfarbe und ihres Geschlechts mit ihrem Verstand, ihren mathematischen Berechnungen und ihrem Durchhaltevermögen unter anderem die erste erfolgreiche Weltraummission der USA ermöglichten.

Das Drama basiert auf dem gleichnamigen Roman von Margot Lee Shetterly, der im Herbst 2016 erschien. Wir stellen euch die drei unerkannten Heldinnen vor, die von Octavia Spencer, Janelle Monáe und Taraji P. Henson verkörpert werden.

Dorothy Vaughan – verkörpert von Octavia Spencer

Dorothy Vaughan begann im Jahr 1943 als eine der ersten schwarzen Frauen für die NACA, den direkten Vorgänger der später gegründeten NASA, als Wissenschaftlerin zu arbeiten. Ihre Forschungen betrieb sie, wie alle folgenden schwarzen Mitarbeiterinnen, aufgrund der damals herrschenden Rassentrennung abgeschottet von ihren weißen Kollegen und Kolleginnen in einem anderen Büro.

1958 schaffte sie mit viel Durchhaltekraft die Leiterin ihrer Arbeitseinheit zu werden und blieb angestellt, als die NASA gegründet wurde. Dafür spezialisierte sie sich auf Programmierung und arbeitete in der Behörde bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 1971, bis sie 2008 mit 98 Jahren verstarb.

Mary Jackson – verkörpert von Janelle Monáe

Mary Jacksons Karriere begann ebenfalls bei der NACA. 1958 wurde sie schließlich zur ersten afroamerikanischen Ingenieurin der NASA. Sie befasste sich hauptsächlich mit dem Luftstrom um Flugzeuge und schrieb unzählige Forschungsberichte für die Luft- und Raumfahrt.

1979 verließ die Wissenschaftlerin jedoch das Ingenieurwesen, da ihr bewusst wurde, dass weibliche Fachkräfte nicht in das obere Management aufsteigen können. Die Frustration über die Gläserne Decke zwang sie zu einem Karrierewechsel. Sie stufte zur Managerin des Frauenprogramms der NASA ab und versuchte Frauen im neuen Posten zu stärken. Im Jahr 2005 verstarb Jackson mit 83 Jahren.

Katherine Johnson – verkörpert von Taraji P. Henson

Katherine Johnson begann 1952 bei der NACA als Rechnerin zu arbeiten und zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass sie im Gegensatz zu ihren Kolleginnen Fragen zu anscheinend nie hinterfragten Gegebenheiten stellte. So fand sie beispielsweise heraus, dass es Frauen per Gesetz gar nicht verboten war, an Meetings teilzunehmen. Daher tat sie es einfach. Außerdem erklärt Johnson später (via NASA):

Die Frauen taten, was man ihnen sagte. Sie haben keine Fragen gestellt oder über ihre Aufgaben hinaus gedacht. Ich stellte Fragen. Ich wollte wissen, warum. Sie gewöhnten sich daran, dass ich Fragen stellte und die einzige Frau war.

Unter anderem die Abhandlung, die sie gemeinsam mit Ted Skopinski schrieb, diente als theoretische Grundlage für die bemannte Weltraumfahrt und ermöglichte erst, dass Alan Shepard nach Juri Gagarin als zweiter Mensch in der Geschichte der Raumfahrt im Rahmen der Mission Mercury-Redstone 3 ins All fliegen konnte.

Katherine Johnson ist die einzige der drei Frauen, die heute noch lebt. Sie wird im August 2019 stolze 101 Jahre alt.

Hidden Figures TV-Premiere auf SAT. 1 und Raumfahrt im Kino

Die Verfilmung der Geschichte von Katherine Johnson, Mary Jackson und Dorothy Vaughn könnt ihr am heutigen Sonntag das erste Mal im Free-TV sehen. Hidden Figures läuft am 21.07.2019 um 20.15 Uhr auf SAT. 1.

Wenn ihr nicht genug um das Thema Raumfahrt habt, könnt ihr euch die Dokumentation Apollo 11 ansehen, die derzeit im Kino läuft. Hier könnt ihr die Mondlandung auf der großen Leindwand sehen. Katherine Johnson hat für die Mission übrigens die korrekte Umlaufbahn berechnet und trug damit auch zu diesem Erfolg der US-Raumfahrt bei.

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Ab 22. August im Kino!Good Boys
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