Neu auf Amazon: Was Need for Speed entscheidend besser als Fast & Furious macht

15.04.2020 - 08:00 UhrVor 10 Monaten aktualisiert
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Need for Speed - Trailer (Deutsch) HD
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© Constantin Film
Need for Speed
Die Videospielverfilmung Need for Speed ist im Katalog von Amazon Prime gelandet. Selbst wenn der Film nicht perfekt ist, macht er eine Sache entscheidend besser als der letzte Fast & Furious-Film.

Eigentlich sollte dieser Tage Fast & Furious 9 in den Kinos starten. Aufgrund des Coronavirus wurde der Start um ein ganzes Jahr nach hinten verschoben. Erst im April 2021 werden wir das neuste Abenteuer von Vin Diesels epischer Familiensaga auf der großen Leinwand sehen. In der Zwischenzeit sorgt Amazon Prime für Ersatz.

Seit gestern befindet sich Need for Speed im Katalog des Streaming-Diensts. Die Videospielverfilmung mit Aaron Paul in einer seiner ersten großen Rollen nach Breaking Bad konnte an den Kinokassen zwar nur bedingt überzeugen. Dennoch hat Need for Speed dem letzten Fast & Furious-Film eine Sache deutlich zu voraus.

Need for Speed übertrifft die Fast & Furious-Action

Die Rede ist von den Actionszenen - eigentlich ein Spezialgebiet von Dom Toretto und Co. Einen Tresor durch die Straßen von Rio de Janeiro schleudern oder waghalsige Stunts auf dem Highway: Die Fast & Furious-Filme strotzen vor gigantischen Actionszenen, die den Zuschauer am Ende vor allem mit einer Frage zurücklassen: Wie in aller Welt soll das im nächsten Teil übertroffen werden?

Need for Speed

Schlussendlich hat dieser Gigantismus aber dazu geführt, dass besonders in Fast & Furious 8 (und zum Teil auch beim Ableger Fast & Furious: Hobbs & Shaw) das Gefühl für die sonst so mitreißenden Bewegungen zunehmend verlorenging. Spätestens beim U-Boot-Finale entsagen die Actionszenen im Angesicht der massiven CGI-Erweiterungen jeglichem Reiz und verwandeln sich in austauschbares Blockbuster-Kino.

Need for Speed entpuppt sich dagegen rückblickend als angenehmes Unterfangen, denn man spürt in jeder Einstellung, wie die Autos über den Asphalt jagen - und später auch wirbeln. CGI-Effekte kommen hier nur bedacht zum Einsatz, etwa um Crew-Mitglieder und für die furiosen Manöver benötigten Seile und Drähte nachträglich aus den Bildern. Der Fokus liegt somit auf der praktischen Stuntarbeit vor Ort.

Need for Speed überzeugt mit praktischen Stunts

"Wir sind zurück auf die Straßen gegangen, mit Höchstgeschwindigkeit gefahren und haben uns an der Seite des Autos rausgehangen, um das alles zu filmen. Ich wollte, dass das Publikum wirklich spürt, wie es sich anfühlt, mit 230 Meilen pro Stunde zu fahren", verriet Regisseur Scott Waugh zum Kinostart gegenüber der Los Angeles Times . Über 100 Autos kamen beim Dreh zum Einsatz, mitunter gefilmt von 40 Kameras.

Need for Speed

Wenn Aaron Paul auf das Gaspedal tritt, vermittelt der Film ein berauschendes Gefühl von Geschwindigkeit. Die Wucht hinter den Bewegungen ist förmlich spürbar und zehrt zudem davon, dass wir stets nur einer Handvoll Autos folgen müssen. Einerseits wirkt Need for Speed dadurch zwar deutlich kleiner als die meisten Fast & Furious-Ausflüge, letztendlich profitiert der Film aber von dieser Übersichtlichkeit und dem Street-Level-Vibe.

Neben Aaron Paul gehören Imogen Poots und Dominic Cooper zum Cast von Need for Speed. In weiteren Rollen sind Rami Malek, Ramon Rodriguez, Scott Mescudi, Dakota Johnson und Michael Keaton zu sehen. Auf Teil 2 sollten wir uns keine Hoffnungen machen. Bei einem Budget von 66 Millionen US-Dollar konnte der Film weltweit nur knapp über 200 Millionen Dollar einspielen und floppte mit 43 Millionen Dollar in den USA.

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Wie hat euch die Action in Need for Speed mit Aaron Paul gefallen?

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