Star-Porträt

Beyoncé Knowles: Sängerin auf Schauspielpfaden

Beyoncé in Austin Powers
© Warner Bros.
Beyoncé in Austin Powers

Immer wieder versuchen erfolgreiche Sängerinnen auf dem Zenit ihrer musikalischen Karriere, ihr Œuvre in Richtung Filmkunst zu erweitern. Nehmen wir da Madonna, deren großer Durchbruch im Leinwandgeschäft noch auf sich warten lässt, oder Jennifer Lopez, die mit Manhattan Love Story oder Das Schwiegermonster bislang auch nicht in Oscarnähe gekommen ist. Mit Beyoncé Knowles gibt es nun eine Hoffnung darauf, dass sich das Bild der im Kino erfolglosen Pop-Ikonen nicht weiter verfestigt.

Beyoncé Giselle Knowles kam am 4. September 1981 zur Welt. Bereits als Kind wurden ihre Eltern auf die musikalischen Fähigkeiten ihrer Tochter aufmerksam. Sie besuchte deshalb die High School for Performing and Visual Arts in ihrer Heimatstadt Houston, wo sie professionell in Tanz und Gesang unterrichtet wurde. 1990 gründete Beyoncé und vier ihrer Freundinnen mit Hilfe ihres Vaters Mathew die Girlband Destiny’s Child. Mit der Single “No No No” kam die Gruppe 1996 dann groß raus und belegte Platz 1 der US-Billboard-Charts. Nach zahlreichen Alben und Hits trennte sich Destiny’s Child 2002, um nur zwei Jahre später Wiedervereinigung zu feiern. Gemeinsam nahm die Gruppe, die nach einigen Ab- und Neuzugängen nur noch drei Sängerinnen zählte, das Album “Destiny Fulfilled” auf, was sich weltweit ca. 6 Millionen Mal verkaufte. Im September 2005 gab die Band dann ihre bislang letzten Trennung bekannt.

Schon kurz vor dem Ende von Destiny’s Child hatte Knowles damit begonnen, ihre Solokarriere zu starten. Mittlerweile hat sie drei Studioalben veröffentlich. Das bislang letzte, “I Am… Sasha Fierce” kam im November 2008 heraus.

Auch als Schauspielerin wird Beyoncé Knowles einem immer breiteren Publikum bekannt. Ihr Debüt im Filmbizz gab sie schon 2001 in Carmen: A Hip Hopera, allerdings nur im Fernsehen. Es folgte 2002 der erste Kinofilm Austin Powers in Goldständer, in dem Knowles Austins Geliebte Foxxy Cleopatra spielt. Anfang 2006 trug Beyoncé in ihrer Rolle des internationalen Popstars Xania neben Steve Martin, Kevin Kline und Jean Reno zum Erfolg von Der rosarote Panther bei. Der Film kletterte sowohl in Deutschland, Kanada, Großbritannien und einer Vielzahl weiterer Länder auf Platz 1 der Kinocharts.

Eine Hauptrolle neben Jamie Foxx hatte sie 2006 als Deena Jones im Musicaldrama Dreamgirls. In dem Film, der im Detroit der 1960er Jahre spielt, ist sie ein Mitglied der Girlgroup “The Dreamettes”. Nach einer Neuausrichtung der Band und einer Umbenennung in “The Dreams” ist Deena plötzlich Frontfrau, ihre Kollegin Effie kommt in die hintere Reihe und muss später die Gruppe ganz verlassen. Deena reitet dagegen auf einer Welle des Erfolges und wird zu einem umjubelten Star. Beyoncé Knowles bekam für diese Rolle eine Golden Globe-Nominierung als beste Hauptdarstellerin. Eine weitere “Musikrolle” in einem Film bekleidet sie 2008 in Cadillac Records, in dem sie im Zeitgeist der 1950er Jahre die Sängerin Etta James spielt, die sich zu ihrem Boss hingezogen fühlt. Im neuesten Film Obsessed verkörpert Beyoncé nun die Ehefrau eines Mannes, der von einer Kollegin zunehmend gestalkt wird.

Wir sind gespannt, wie sich Beyoncé dieser Konkurrentin gegenüber zur Wehr setzt und was wir zukünftig von einer sich immer weiter entwickelnden Schauspielerin zu sehen bekommen.

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