Community

Armageddon heute im TV - Hätte Bruce Willis die Erde wirklich retten können?

28.04.2018 - 12:00 Uhr
1
0
Armageddon - Das jüngste Gericht
© Buena Vista
Armageddon - Das jüngste Gericht
Physik-Studenten der Universität Leicester haben berechten, ob Bruce Willis wirklich in der Lage gewesen wäre, einen Asteroiden in die Luft zu sprengen. Die Antwort: nie im Leben!

Achtung, Spoiler zu Armageddon - Das jüngste Gericht: Natürlich ist es meist sinnlos und überflüssig einen Film anhand der Realität zu messen. Vor allem bei einem Regisseur wie Michael Bay wäre das die reinste Zeitverschwendung. Trotzdem ließen sich einige englische Physik-Studenten den Spaß nicht nehmen und nahmen es auf sich, zu berechnen, ob Bruce Willis in Bays Actionfilm Armageddon - Das jüngste Gericht tatsächlich in der Lage gewesen wär, mit den verfügbaren Mittel den weltbedrohenden Asteroiden in die Luft zu sprengen. Die wenigsten wird es überraschen, dass die Antwort auf diese Frage ein klares "Nein" ist. Doch es ist wirklich erstaunlich, was in Wirklichkeit notwendig gewesen wär, um Willis' Mission zu erfüllen.

Armageddon ist erstaunlich weit von der Realität entfernt

In Armageddon begeben sich eine Gruppe Ölbohrer, angeführt von Bohr-Experte Harry Stramper (Bruce Willis), auf die Mission einen riesigen Asteroiden im Weltraum mit einer Atombombe in die Luft zu sprengen, bevor er die Erde für immer zerstört. Es reicht nicht, dass die unwahrscheinlichen Helden keinerlei Astronautenausbildung besitzen, nein, sie haben auch nur 18 Tage Zeit, um sich das nötige Wissen anzueignen und sich auf eine Reise zu begeben, von der sie möglicherweise niemals mehr zurückkommen werden. Letztendlich gelingt es dem Anführer der Bande, die Bombe mithilfe seiner Bohr-Künste im Zentrum des Asteroiden zu platzieren, sodass dieser im letzten Moment in zwei Hälften geteilt wird, welche beide an der unversehrten Erde vorbeidonnern. Das Opfer, das Stramper dazu erbringen muss: sein Leben für das der gesamten Menschheit.

Armageddon - Das jüngste Gericht

Dass eine solche Geschichte die Plausibilität des Vorhabens in Frage stellt, ist natürlich klar, doch wie sehr die Filmschaffenden, laut The Telegraph , von der Wirklichkeit entfernt lagen, ist erstaunlich. Um einen wie im Film beschriebenen Asteroiden tatsächlich in die Luft zu jagen, wäre eine Atom- oder Wasserstoffbombe mit einer Sprengkraft von ca. 800 Billionen Terajoules notwendig. Im Kontrast dazu: die stärkste Bombe, welche jemals auf der Erde eingesetzt wurde - bekannt unter dem Spitznamen "Big Ivan" - erreichte eine Sprengkraft von gerade einmal 418.000 TJ. Um allerdings sicher zu gehen, dass keine Bruchteile des Asteroiden auf der Erde landen, müsste die Bombe zudem 12,87 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt hochgehen. Das Problem dabei ist, dass das stärkste Teleskop der Erde, momentan das Hubble-Teleskop, einen Asteroiden erst in genau dieser Entfernung erkennen kann und somit jeder weitere Tag zu spät für die Mission gewesen wär.

Natürlich wollen wir mit solch ernüchternden Ergebnissen keine Spielverderber sein und können euch guten Gewissens sagen, dass Armageddon - Das jüngste Gericht durch seine wissenschaftlichen Ungenauigkeit nicht weniger unterhaltsam beim Gucken ist. Dazu bekommt ihr heute Abend die Chance, wenn Armageddon um 20:15 Uhr auf VOX läuft.

Was haltet ihr von diesen schrägen Berechnungen rund um Armageddon - Das jüngste Gericht?

Das könnte dich auch interessieren

Angebote zum Thema

Kommentare

Aktuelle News