Bei Amazon Prime streamt jetzt das deutsche Knives Out: Ich bin Whodunit-Fan und war 100 Minuten lang glücklich

07.02.2026 - 17:38 UhrVor 6 Monaten aktualisiert
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Fabian und die mörderische HochzeitAmazon
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LOL-Star Bastian Pastewka tritt in die Fußstapfen von Hercule Poirot und Benoit Blanc in einer neuen Krimikomödie, die ab heute bei Amazon Prime Video streamt. Ob sich Fabian und die mörderische Hochzeit lohnt, verrate ich in diesem Artikel.

Gibt es etwas Kuschligeres an einem kalten Winternachmittag, als mit einem charmanten Detektiv auf Mörderjagd zu gehen? Statt draußen in Schneewehen zu versinken oder auf dem Glatteis die nächste Gehirnerschütterung zu riskieren, lege ich euch deshalb den neuen Film mit Bastian Pastewka ans Herz. In Fabian und die mörderische Hochzeit stolpert der LOL: Last One Laughing-Star in einen Mordfall und heraus kommt ein Whodunit in bester Agatha Christie- und Knives Out-Manier.

Der Amazon-Krimi ist wie gemacht für Whodunit-Fans

Pastewka spielt allerdings keinen Kommissar, obwohl er das den Gästen einer Hochzeitsgesellschaft in Litauen vorgaukelt. Fabian verdient seinen Lebensunterhalt als Hochstapler und will in Vilnius ein krummes Ding durchziehen. Das geht allerdings schief und so flieht er direkt in den Reisebus einer deutschen Hochzeitsgesellschaft. Zunächst gibt er sich als Fotograf aus – und horcht (neu)gierig auf, als er von einer 40.000 Jahre alten Venus-Statue im Familienbesitz erfährt.

Als eine der Anwesenden ermordet aufgefunden wird, "enttarnt" sich Fabian als Hauptkommissar des BKA, der wegen einer Raubkunstermittlung undercover gearbeitet hat. Fortan ermittelt der Gauner in einem echten Mordfall. Ein amüsantes Spiel mit falschen Identitäten ist in der 100-minütigen Krimikomödie ebenso vorprogrammiert wie ein Haufen skurriler Familienmitglieder, die durchweg verdächtig aussehen.

All das spielt sich in einer Villa ab – ein lachsfarbener Traum im Schnee, der von der Außenwelt abgeschottet ist. Die Parallelen zu den Krimis um Hercule Poirot, Alle Mörder sind schon da oder den etwas frischeren Knives Out-Filmen mit Daniel Craig sind offensichtlich und so ist Fabian und die mörderische Hochzeit wie gemacht für Whodunit-Fans.

Bastian Pastewka ist der Hauptgrund, warum Fabian und die mörderische Hochzeit so viel Spaß macht

Das Krimi-Genre wird während der mörderischen Hochzeit nicht gerade neu erfunden. Für mich als Whodunit-Fan stellte das allerdings kein Problem dar. Das Kuschelige an dem Genre ist – selbst wenn jemand wie Rian Johnson damit spielt – die Vorhersehbarkeit. Damit meine ich nicht die Identität des Killers, sondern den Ablauf: den Mord, die Vorstellung des exzentrischen Ermittlers, die Bekanntschaft mit noch exzentrischeren Verdächtigen, falsche Fährten, korrekte Fährten und schließlich die theatralische Auflösung. In all diesen Punkten liefert der Film von Regisseur Markus Sehr (Eine Insel namens Udo) und den Autoren Martin Eigler, Sönke Lars Neuwöhner und Sven Poser ab.

Mit den außerordentlich gut aufgelegten Barbara Philipp, Bernhard Schütz und Ercan Durmaz im Verdächtigen-Ensemble wird auch die ein oder andere schmächtige Pointe überbrückt. Herzstück des Films ist aber Bastian Pastewka, der seinen Fabian mit dem nötigen Ernst spielt. Nämlich gerade ernst genug, um beim Ratespiel dranzubleiben, aber nicht so ernst, dass einem wegen der Mordsgeschichte das Lachen vergeht.

Slapstick spielt in Fabian zwar eine untergeordnete Rolle, aber Pastewka macht noch den langweiligsten Spaziergang durch die Villa dank seiner Ganzkörperkomik unterhaltsam. Übertroffen wird er darin eigentlich nur von Algis Matulionis, der als wortkarger Butler mit Jumpscare-Potenzial allen die Show stiehlt.

Fabian und die mörderische Hochzeit streamt ab dem 6. Februar im Abonnement von Amazon Prime Video.

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