Die Birds of Prey-Kritiken versprechen einen "Adrenalinschuss ins DC-Herz"

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© Warner Bros.
Margot Robbie in Birds of Prey
07.02.2020 - 08:35 UhrVor 9 Monaten aktualisiert
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Nach ersten Twitter-Reaktionen sind jetzt Kritiken zu Birds of Prey erschienen. Der DC-Film mit Harley Quinn wird stark gelobt, doch es gibt auch negative Stimmen.

Ab dem heutigen Donnerstag kehrt Harley Quinn (Margot Robbie) nach Suicide Squad in die Kinos zurück. In Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn lässt sie den Joker endgültig hinter sich, um dem neuen Bösewicht Black Mask (Ewan McGregor) mit einem Team aus verschiedenen Antiheldinnen den Kampf anzusagen.

Nach berauschten Twitter-Reaktionen sind mittlerweile auch diverse Kritiken zu Birds of Prey veröffentlicht worden. Dabei wird der DC-Film bislang ziemlich positiv aufgenommen. Wir bieten euch einen ersten Kritiken-Überblick.

Kritiker loben den Stil, die Figuren und die Action in Birds of Prey

In vielen positiven Kritiken zu Birds of Prey wird Regisseurin Cathy Yan gelobt. Nach ihrem Langfilmdebüt Dead Pigs ist der DC-Film ihre erste große Mainstream-Produktion. Über Yans markanten Stil schreibt Justin Chang von der Los Angeles Times  beispielsweise:

[...] Sie [Cathy Yan] und ihr erfahrener Kameramann Matthew Libathique (Black Swan, A Star Is Born) haben, ebenso wie die Cutter Jay Cassidy und Evan Schiff, ein sauberes, kontrolliertes Auge für Action. Zusammen mit der Crew aus Kostümdesignerin Erin Benach (The Neon Demon) und Produktionsdesignerin K.K. Barrett (bekannt für seine einfallsreiche Arbeit mit Spike Jonze) beleben sie das unerbittliche, knochenbrecherische Chaos mit knalligen Farben, einschließlich Harleys lamellierten Pompom-Ärmeln sowie vielschichtigen Rauch- und Glitzerausbrüchen. [...]

Brandon Zachary beschreibt Birds of Prey für CBR  als adrenalingeladenes Erlebnis:

Birds of Prey ist ein Adrenalinschuss direkt ins Herz des DCEU, der einen einzigartigen Sinn für Style, Emotionen und Farben vermittelt und trotzdem in diese Version des DC-Universums passt. Es ist genau der Film, auf den Fans gehofft haben.
Harley Quinn in Birds of Prey

Bei der Inszenierung wird die Action oftmals besonders hervorgehoben. Die Autorin Gavia Baker-Whitelaw, die Birds of Prey generell als Kreuzung aus Deadpool und einem Lady Gaga-Video bezeichnet, schreibt über die Action für The Daily Dot :

[...] Die wahre visuelle Attraktion sind die Actionszenen. [...] Er [Kameramann Matthew Libathique] und Yan wählen einen wundervoll sanften Weg, um Einzelkämpfe darzustellen. Damit überstrahlen sie den Trend unsauber geschnittener Superhelden-Filme. [...] Kampfszenen sehen besser aus, wenn man tatsächlich erkennt, was gerade in ihnen passiert. Wer hätte das gedacht? [...]

Euphorisch bezeichnet auch James Whitbrook für Gizmodo  die Actionszenen in Birds of Prey als Highlight im DC-Universum:

[...] Unglaublich intensive und bombastische Actionmomente, die als einige der besten des gesamten DC-Filmuniversums herausstechen. Die CGI-unterstützten, ultra-zerstörerischen Kämpfe mit Superkräften gehören der Vergangenheit an. Ersetzt werden sie durch dichte, kinetische, bodenständige Einschübe von Gewalt mit gelegentlichen Übertreibungen ähnlich eines Comics. [...]

Im Vergleich zu Marvel wird auch der mittlerweile verstärkte Fokus auf weibliche Superhelden betont. So schreibt Kirsten Acuna für Insider :

[...] Kritiker werfen dem DCEU vor, dass es dem Marvel Cinematic Universe in Sachen Qualität und finanziellen Erfolgen hinterherhängt. DC ist aber wesentlich stärker darin, gut herausgearbeitete Heldinnen und Antiheldinnen hervorzubringen. Dazu gehören Wonder Woman, Mera, Harley Quinn und jetzt auch Huntress und Black Canary.
Zu diesem Zeitpunkt dürfte DC mehr hervorstechende weibliche Figuren als männliche Superhelden haben. Im MCU hat es dagegen fast ein Jahrzehnt gedauert, bis Black Widow ihren eigenen Film bekommt. [...]
Das Team in Birds of Prey

Das Drehbuch wird in Birds of Prey-Kritiken bemängelt

Auch wenn sie Birds of Prey in ihrer Kritik für Gamespot  als den Film bezeichnet, den Harley Quinn verdient hat, ist die Kritikerin Meg Downey nicht ganz mit dem Drehbuch des DC-Films zufrieden. Zu lange würde es dauern, bis alle Figuren endlich als Team zusammenwachsen:

[...] Der einzige auffällig Knackpunkt an Birds of Prey ist das schlechte Gefühl für das Tempo. Harleys nichtlineares Geschichtenerzählen ist lustig und obwohl es im Kontext ihres Charakters funktioniert, kann es schwierig werden, zu verfolgen, was wann passiert. Das Problem wird offensichtlicher, wenn mehrere Handlungsstränge zu einem verwoben werden.
Im schlimmsten Fall wirkt das Rausschneiden und Einfügen wie eine lustige, aber letztendlich unnötige Zeitersparnis, die dem Zusammenwachsen des Teams im Wege steht. Das ist eine Schande, wenn man bedenkt, wie zufriedenstellend es ist, wenn alle fünf Hauptdarstellerinnen des Films zusammen auf der Leinwand zu sehen sind. [...]

Ähnlich negative Worte zum Drehbuch hat auch John DeFore in seiner Kritik für den Hollywood Reporter :

[...] Aber [Christina] Hodsons Drehbuch bietet weitaus weniger Abwechslung zwischen den Kampfszenen und es fällt dem Film schwer, den magnetische Anziehungskraft von Harley Quinns ungebremsten Wesen darzustellen. [...]

Bei dem amerikanischen Kritiken-Aggregator Rotten Tomatoes  steht Birds of Prey momentan bei einer sehr guten Gesamtwertung von 91 Prozent. Beim vergleichbaren Portal Metacritic  pendelt sich der Wert dagegen niedriger bei aktuell 60 Prozent ein.

Birds of Prey könnt ihr seit dem heutigen 6. Februar 2020 im Kino schauen.

Wie gut ist Birds of Prey? Die Antwort gibt's im FILMSTARTS-Podcast

In ihrem Podcast Leinwandliebe  liefern sich unsere Kollegen von FILMSTARTS eine hitzige Diskussion darüber, ob Birds of Prey einen Kinobesuch wert ist oder nicht.

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Anlässlich des Birds-of-Prey-Starts wird in der neuen Folge von Leinwandliebe im Anschluss an die Diskussion über das DC-Abenteuer außerdem ein Blick in die Film-Zukunft der Comic-Schmiede geworfen, in der uns Blockbuster wie Aquaman 2, Black Adam und The Batman erwarten.

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