The Expanse
The Expanse - Poster
7.9

The Expanse - Kritik

Alle 67 Kritiken & Kommentare zu The Expanse

  • Voll fette Science Fiction, gepaart mit Action, Drama, Liebe und mal wieder die Welt retten müssen, in dem Fall gleich die ganze Galaxis. Ich kenne die Bücher nicht (das wird als nächstes Projekt aber nachgeholt), so dass sich die Bewertung ganz unbelastet der Serie widmen kann. Die Charaktere sind gut ausgesucht und besetzt, die Musik schafft viele emotionale Momente, eine wunderschöne Ästhetik offenbart sich dem Auge (als absolutes Highlight sei hier die letzte Szene von Staffel 2, Episode 5 empfohlen) und aufgrund der Komplexität der Story kann man die Serie nicht nebenbei schauen - it`s demanding. Kurz: ich will mehr!

    • Nachdem Jane nicht mehr dabei ist haben wir die Lust an dem Ding verloren...

      • Die Serie ist im Gegensatz zur Zusammenfassung auf dieser Seite sehr gelungen.
        Ernsthaft, da unten ist so gut wie alles falsch!!!

        • The Expanse

          Da gleich viel zu viel Text folgt habe ich hier mal eine Kurzfassung vorweg genommen.
          Ich mag die Serie weil sie sehr viel Liebe zum Detail, eine glaubhafte Story und nicht zu schlechte Schauspieler hat. Der Drive ist ok... ich mag eh lieber langsame Erzählweisen.
          Wer SciFi mag wird die Serie vielleicht nicht lieben, doch sie ist auf jeden Fall ein reinschnuppern wert. Doch seit gewarnt ihr Jünger der Sterne. Der Einstieg mag holprig sein, gebt ihr etwas Zeit.

          Nun zu viel Text aber ich konnte hier einfach nicht an mich halten :D.

          Ich war Äußerst Skeptisch was die Serie anging. Den Reviews nach war sie mega Komplex, viele meinten man könne der Story kaum folgen bei so vielen Gruppierungen. Letztendlich ist der SciFi Sektor der Serien aber so dünn mit Serien besiedelt in denen auch mal das Weltall und Raumschiffe vorkommen das ich gar nicht anders konnte als letztendlich doch reinzuschauen.

          Zum Glück wurde hier eindeutig übertrieben was die Komplexität angeht. Das ganze ist zwar selbst nach Staffel eins noch etwas undurchsichtig, man kennt nun zwar ein Puzzleteil, das hinter dem alle in der ganzen Staffel her waren. Auch kennt man nun ein Gesicht ( oder sagen wir zwei ) die unmittelbar hinter der Sache stehen doch bin ich sicher noch haben wir den großen Strippenzieher nicht gesehen. Wenigstens wäre ich enorm enttäuscht wenn es so wäre. Auch die Intentionen bleiben bisher im Dunkeln. Doch da ich nichts so sehr hasse wie zu frühes aufdecken aller Karten hält dies die Spannung hoch.

          Was die Leute wohl verwirrte waren die Unmengen an Personen und „Mitspieler“ die hier zu Anfang offensichtlich alle irgend ein Ziel verfolgten. Doch haben die Ziele der meisten gar nichts mit der Hauptstory zu tun. Weder der Dicke auf der Tycho Station noch der Drahtzieher der Gürtler auf Ceres haben in diesem Konflikt mehr als die Rolle einer Marionette. Im Hintergrund zieht der bisher wahrscheinlich unbekannte die Fäden und verwickelt diese beiden, Erde, Mars und unsere „Heldengruppe“ in einen Komplott. Ich möchte nicht viel Spoilern, deswegen behalte ich meine Gedanken zu den Hintergründen und um was es geht eher für mich. Denn obwohl ich mir mit der Serie schwer tue würde ich sie jedem der SciFi mag empfehlen.

          Wer einige meiner Kommentare kennt wird wissen wie abhängig meine Bewertungen oft von dem Umstand sind ob ich einen Anker in Person eines Charakters in der Serie finde. Das sind selten Männer wie zb Damian Lewis aka Charlie Crews in Life der mich so faszinierte das sogar Sarah Shahi ( wegen der ich die Serie zuerst schaute ) hinten anstehen musste. Oft sind es Frauen wie eben Shahi als „Shaw“ in Person of Interest oder Lexa Doig als Sexiest Battleship alive in Andromeda.
          Deswegen erstaunte es mich wie gut mir die Serie doch zusagte obwohl mich zu Anfang alle Charaktere wirklich eher abgestoßen haben. Soviel ich weiß sogar ein bewusster twist der Regisseure, soll doch in den Büchern die Crew eher anders gezeichnet sein. Irgendwer sagte es würde sich anfühlen als ob man Alice im Wunderland mit einer Alice dreht die absichtlich in die Welt geht um bessere Drogen zu finden aber die gleiche Geschichte um sie herum erzählt.

          Dazu kommt das der gewollte Held Jim Holden im späteren Verlauf deutlich an Glaubwürdigkeit verliert. Er wird sozusagen der Möchtegern Gutmensch der zwar die Gruppe anführt aber schon lange gescheitert wäre wenn ihm nicht andere immer wieder die wichtigen und schweren Entscheidungen abnehmen würden durch welche die Gruppe sich am Leben hält.
          Am Ende war es dann ein Charakter den ich zu Anfang schon abgeschrieben hatte. Shohreh Aghdashloo als Chrisjen Avasarala hat eine extrem wichtige und vielschichtige Rolle und ihrem weiteren Handeln sehe ich mit Spannung entgegen.

          Hin und wieder wird die Serie wirklich zäh. Dann wenn die Rückblenden kommen die teile der Story erzählen die man sich aber schon lange zusammengereimt hat. Zb wenn Julie Mao auf dem Gürtler Schiff ist und die Ereignisse spät in Staffel eins erzählt werden deren Ergebnis man aber schon 2 oder 3 Folgen vorher kannte. Das gibt einem das Gefühl das die Macher ihr Werk selbst als komplizierter ansehen als es tatsächlich ist. Diese Rückblenden sind zu lang und nehmen mir immer jeden Drive aus der Folge. Dazu kommen die Dialoge die zum Teil sehr gut, ab und an aber auch schmerzhaft dilettantisch wirken. Auch ist es jedes mal wenn Andeutungen über die Vergangenheit von Crew Mitgliedern gemacht werden so das ich gleich die Drama Trommel erwarte, sich dann aber herausstellt das die ach so schrecklichen Geheimnisse eher banale Dinge sind die evtl der Charakterzeichnung dienen aber am Ende immer komplett uninteressant für die Crew Dynamik sind. Der Mars Pilot flog nur Frachter, Holden hat ein Problem mit Autorität usw usw. Das wirkt oft wie der Zwang den Charakteren Tiefe zugeben ohne zu wissen wie denn nun genau.

          Zum Sound. Gut... Ich und Clinton Shorter werden Musikalisch nie auf einer Wellenlänge liegen. Oft ist der Score für mich verstörend und hin und wieder erwarte ich das gleich Vangelis einen Videoclip einspielt. Aber ich habe schon schlechteres von ihm gehört.

          Doch nun genug der Unkerei. Schliesslich sagte ich ja das mir die Serie gefällt.

          Dies tut sie durch eine unglaubliche Detailverliebtheit. Durch Unmengen von Statisten die den Stationen und Orten ein Leben einhauchen das sie Authentisch wirken lässt. Hier hat man nicht gespart wie zb in meiner Lieblingsserie Andromeda wo Statisten und Menschenmassen so selten waren wie in der Hobbit Trilogie die Szenen die es im Buch wirklich gab. Durch diese ganzen kleinen Nebengeschichten, den fliegenden Vogel auf Ceres, die kleine welche in den Gängen bei der Flucht mit ihrer Mutter mitgeht und so nicht gerettet wird. Es sind einfach viele kleine Schnipsel welche das Bild lebendig machen.
          Außerdem ist die Story bisher wenigstens Kohärent. Ich kann ( bis auf Holden ) die Handlungen der Charaktere nachvollziehen. So gut wie nie tut irgendwer etwas extrem dummes bei dem man sich den Kopf an den Tisch schlagen könnte.

          Dazu gibt es Raumschiffe und Kämpfe im Weltall. Die Logik hinter der Technik wurde nur zum Zwecke der Vereinfachung von Reisen über solche Entfernungen ab und an komplett ausgeschaltet und so kommt kein Fremdschämen wie in anderen Serien auf. Bei den Kämpfen am Boden gibt es gute und schlechte Momente. Immer wenn zu viel geschossen wurde sah es aus als ob jemand Magnesium streifen auf dem ganzen Monitor explodieren lässt. Manche hier schreiben "superschlechte Schauspieler" ein Punkt den ich so nicht unkommentiert lassen möchte. Sicher.. gerade Holden ist irgendwie ne Hole Nuss und Strait mag schon bessere Tage gesehen haben. Doch der Rest vom Cast ist, wenn ich dies an SciFi Serien festmache nicht unter dem Durchschnitt.

          Ich werde mir jedenfalls die zweite Staffel besorgen und der Serie weiter Folgen. Für eine echt hohe Wertung fehlt mir hier doch ein wenig die Emotionale Bindung die ich einfach nicht finde. Es ist interessant aber es reißt mich nicht wirklich mit sich so das ich alles um mich herum vergesse.

          • Nach Season 1 hab ich die Serie mit 5 Punkten abgewatscht (siehe meine Kritik hierzu), ihr aber auch Potenzial bescheinigt.
            Dieses Potenzial kommt nun in Season 2 zu Tage. Aufwertung auf 7,5.

            • Wo soll ich den nun anfangen.....
              Ok, gleich zu den schlechten Punkten... die Schauspieler, noch schlimmer deren Synchrostimmen. Dachte schon, ich hätte mindestens eine Person aus GoT auch da im Schauspielensemble, aber dann wars doch nur die Synchrostimme, von John Snow ;)
              Pluspunkt: Teilsweise absolute Stille bei den Raumkämpfen. Nur gerade das, was via Vibrationen zu höhren wäre, höhrt man auch. Geilstes Beispiel dafür, als in einer Folge 2 der Haupschauspieler mals via Helm zu Helm Komunikation sprachen, ohne Funk dazwischen.
              Lange Rede; die Serie ist extrem realistisch. Raumschiffe müssen je nachdem sich um 180 Grad drehen um abzubremsen, Dinge die mal beschleunigt wurden, bleiben auf Kurs, und bremsen nicht einfach so mystisch ab,wie in Raumschiff Enterprise.
              Gefällt mir sehr gut, Grade Battlestar Galactica (neue Serie) war da genauso genial.
              2er Pluspunkt: Ich sage nur Season 2, Folge 5; Heimat (Home). Bei der Folge weine ich am Ende immer wieder. Diese Gefühle, dieser Kitsch (spricht mich als Frau eh an) einfach das gesammte Finale am Ende von dieser einen Folge, ist einfach nur zu episch, zu schön, und zu genial, um einfach ausgelassen zu werden. Grade diese Folge hat mich endlich komplett von der gesammten Serie überzeugt.
              Allgemein eine extremst gute Serie. Wenn ich eine Rangreihenfolge von Star Trek, Battlestar Galactica und eben The Expanse vornehmen müsste, wäre Platz 3 Star Trek, Platz 2 Battlestar Galactica und neue Nummer Eins nu (Riker? Spock? :) ) The Expanse.
              Sie hat ihre Schwächen, aber im Gesammteindruck ist die Serie wirklich der Hammer.

              • Schönes Setting, grandiose Kulisse. Eine Science-Fiction-Serie, die ohne unnötige Spielereien auskommt. Die Story wirkt lange nicht so abgehoben wie bspw. Star Trek, bietet aber (leider) auch nicht dieselben technischen Möglichkeiten. Die Raumfahrt bei The Expanse noch vergleichsweise rudimentär veranlagt. Das hat den Vorteil, dass sich der Zuschauer stärker mit der Serie identifizieren kann, aber auch den Nachteil, dass man noch nicht in der schönen heilen Welt der Menschen angekommen ist, die ihr Sonnensystem gemeinsam gegen außerirdische Spezies verteidigen, sondern sich immer noch untereinander bekriegen. Bei dieser ganzen Feindseligkeit fällt es schwer zu glauben, dass sich die Raumfahrt und die Kolonialisierung des Mars überhaupt so weit entwickeln konnten. Insgesamt verleiht die ganze Szenerie der Serie einen sehr düsteren Anstrich und eine gewisse Endzeitstimmung. Mich persönlich hat diese Atmosphäre völlig fasziniert weil ich eigentlich etwas anderes erwartet hatte, nach dem ich den Trailer gesehen hatte.

                Die Effekte sind außerordentlich realitätsnah gehalten. So ist das All selbst bei einem Kampf verhältnismäßig still (abgesehen von zündenden Düsen und Kugelhagel) und es wird auf übermäßig dramatische Musik verzichtet.

                Die unkoordiniert wirkende erste Staffel ist anfangs etwas schwach, was man aber locker unter kleineren Starschwierigkeiten verbuchen kann, denn schnell gewinnt die Serie an Fahrt und Struktur. Wer durchhält, wird mit einer sehr guten zweiten Staffel belohnt.

                Die Schauspielleistungen hingegen sind nicht überragend, reichen aber aus. Etwas verwirrend ist die deutsche Synchro zu Cpt. James Holden (ausreichend gut gespielt von Steven Strait). Der Darsteller hat starke Ähnlichkeit mit Kit Harrington und hat leider auch dieselbe Synchronstimme wie Jon Snow, was stellenweise etwa verwirrt.

                • Eine Scifi Serie die recht erfrisschend neuartig wirkt und es auch schaft zu fesseln jedoch auch schwächen hat die ich der Serie aber besten gewissen verzeihen kann. Dafür das ich gebannt weiterschauen wollte/will würde ich jedem empfehlen einmal reinzuschauen und sich seine eigene Meinung zu bilden ;- )

                  • die interessante SiFi-Idee zerbröselt durch superschlechte Schauspieler und superschwache Dialoge bzw. gekünstelt dummer Sprüche. Trotz gutem Setting und Effekten wirkt alles wie "so tun als ob", wie das Gegenteil von Authentizität.

                    • Desto größer der Hype umso größer das nichts. Ok nicht immer aber immer öfters.

                      Ich sage ja immer.
                      „Es kommt nicht darauf an was man erzählt, sondern wie man etwas erzählt“

                      Und ich finde hier versagt The Expanse total. Ich habe nun 6 Folgen gesehen aber einen Sinn habe ich nicht darin erkennen können.

                      Dementsprechend finde ich keinen emotionalen Zugang zu Serie. Zugegeben die Serie sieht gut aus. Aber ich sitze davor, sehe mir das an. Habe aber Null Emotionen. Und denke immer wieder. Mache ich nun den Abwasch. Kürze ich die Krallen meiner Katze. Oder beantworte ich meine Emails. Irgendwie erscheint mir alles interessanter statt der Serie.

                      Ab und zu dachte ich auch. Ah ha nun schält sich doch ein Sinn hervor, aber dann kommt eine Rückblende oder neue Personen oder sonst was und wieder kapiere ich nix. Was dann wirklich auf die Dauer das Interesse total einschläfert. Immerhin nun über 5 Stunden gesehen. Und eigentlich war der Unterhaltungsfaktor kaum vorhanden. Bzw gerade so hoch das ich nicht schon bei der 3 Folge aufgehört habe.

                      Wenn man also ins Schwärmen kommt, wenn man eigentlich nichts weiß und nur abstrakte Brocken hingeworfen bekommt und meint, die Erkenntnis, dass da etwas dahinter stecken muss, reiche schon für den Applaus nach dem Abspann - bitte schön.

                      Also ich sehe nun nicht weiter. In der wagen Hoffnung, ob ich in 1,4,8 Seasons vielleicht doch noch einen Sinn erkenne.

                      Da kann ich meine Zeit echt sinnvoller nutzen.

                      Was nützt der beste Anspruch, wenn der Zuseher Emotional nicht mitgenommen wird. Und man bei der Erzählstruktur versagt. Effekte sind nun nicht alles.

                      Die Serie erinnert mich etwas an einige Sci-Fi Sachen in letzter Zeit. Also Gravity
                      oder Passengers. Die schön aussehen aber Erzählerisch versagen.

                      • Tolle Serie. Der Plot gefällt, die Schauspieler auch und das gesamte Ambiente in der Serie ist stimmig. Dank fehlendem Warpantrieb, Beamen und Aliens wirkt die Serie zum greifen realistisch. Es ist durchaus möglich, dass wir eines Tages den Mars bewohnen und die Asteroiden ausbeuten. Die Serie gestattet eine Blick in eine mögliche und kontroverse Zukunft,

                        • In einem Marathon habe ich zwei Staffeln geschaut, doch mehr als ein zwei Folgen pro Tag habe ich trotz Urlaub nicht geschafft. Das liegt mit an der Komplexität, die immerhin so groß ist, dass ich nicht eine Woche hätte warten können, ohne den Anschluss zu verpassen bzw mich an alles erinnern zu können. Okay, es gibt komplexeres, aber die Serie ist zum "Bingewatchen" da. Wie sonst soll man sich bei den drei Fraktionen merken, wo sich die Situation wieder geändert hat.

                          Man wird mit vielen Charakteren konfrontiert die kommen und gehen. Es gibt viele Zwischenepisoden mit Charakteren die nicht mehr auftauchen, aber insgesamt ist es eine fortlaufende Handlung, die uns durch einen Teil des Kosmos von "The Expanse" führt.

                          Sehr ansprechend umgesetzt ist die Sci-Fi-Ästhetik, die irgendwo zwischen Star Trek und Alien angelegt ist, was die Raumschiffinnenarchitektur betrifft, während die Stationen und die Architektur der Häuser eher zu Star Trek passt. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass man Star Trek huldigte, denn dort wo Star Trek Schwächen hatte, wurden hier Details eingeführt. Bei Star Trek hat man den Warp-Antrieb durch die Vulkanier erworben, weil diese auf der Erde notlandeten. Das war für mich einer der wenigen Kritikpunkte an der Star Trek Historie, weil damit der selbständige Aufstieg der Erde, charmant mit einem Augenzwinkern, übersprungen wurde. Bei "The Expanse" wird zuerst der Mars kolonisiert, der sich dann von der Erde abspaltet und eine Konkurrenzzivlisation gründet. Weil die Marsbewohner ihre Rohstoffe aus dem All holen müssen sind sie stärker in der Forschung aktiv als die Erde. Durch die ständige Forschung und den Fleiß des Mars entwickeln sie den Warp-Antrieb und zudem eine Tarntechnik für ihre Raumschiffe. Die Erde lebt ganz friedlich im Star Trek Stil. Es gibt eine UN-Regierung, an die alle Regierungen der Welt ihre Souveränität abgegeben haben und es wurde eine Bedingungsloses Grundeinkommen eingeführt, sowie kostenloses wohnen. Vom Klimawandel hat man nichts gehört, offensichtlich wird aber ökologische Technik eingesetzt. Die Autoren der Bücher verstanden es, Sci-Fi mit Politik- und Thrillerelementen und glaubhafter Personendarstellung und -entwicklung zu verbinden. Ab und an stimmt sogar die Physik. Vieles was die Erde betrifft erfährt man nur Häppchenweise und auch nicht wirklich so viel, jedenfalls geht es anfänglich um eine Detektivgeschichte in noch kleinem Rahmen.

                          Eine Tochter wird gesucht. Detective Miller von der Marsstation Ceres wird beauftragt sie zu finden. Scheinbar hält sie sich im Dunstkreis von linken Terroristen bzw. Freiheitskämpfern auf, denn der Mars, der die Arbeiter (Gürtler genannt), in den Mienen des Asteroidengürtels (deshalb Gürtler) einsetzt gibt ihnen nicht die gleichen Rechte. So gründet sich die OPA (Outer Planets Alliance), die für die Unabhängigkeit kämpft. Innerhalb der Nachforschungen werden Verstrickungen aufgedeckt, die ein viel größere Problem zeigen, denn eine Fraktion (die ich nicht verraten möchte) forscht an einem Protomolekül, das auf einer nicht terranischen Lebensform beruht. Dadurch bekommt die Dramaturgie ein Ausmaß, das schon an die Bedrohnung durch die Borgs erinnert. Ich fühle mich hier als Trekkie in dieses Universum sehr wohl, denn der Schwerpunkt liegt auf Science-Faction und weniger auf Star Wars Märchenerzählungen in der J. J. Abrams Show. Wäre da nicht kleine Unterschied mit dem frühen Besuch der Vulkanier, könnte ich das ganze sogar historisch im Star Trek Universum verorten, nämlich kurz vor Star Trek Enterprise.

                          Mit der zweiten Staffel endet der große Rahmen der Geschichte und wird abgeschlossen. Ich habe ein wenig Bedenken, denn nach zwei Staffeln bringt man eine solche Geschichte auf den Punkt, die so ein großen Bogen macht, dass nun eine große Leere entsteht. Natürlich ist das mit dem Protomolekül noch nicht ganz gekärt, aber den weiteren Fortgang nur daran aufzuhängen würde mich langweilen. Wäre ich optimistisch, dann würde ich damit rechnen, dass weitere Staffeln ganz neue Abenteuer bringen, die dann entweder zu Kurzepisoden übergehen oder einen neuen großen Bogen schaffen können. Es müsste dann aber eine neue Fraktion erscheinen, denn die Fehde zwischen Erde und Mars, die auf einem Gleichgewicht des Schreckens ruht, nämlich der gegenseitigen Auslöschung und die Fraktion der OPA hat man jetzt zu genüge erlebt. Es braucht Bewegung. Es kämen noch 4 Teile der Romanreihe, wobei die nächsten beiden Teile nicht mehr so stark bewertet wurden. Inhaltlich weiß ich aber nicht was kommen wird.

                          Wenn ich aber sehe was der Sci-Fy-Channel für einen Anspruch hat an die Halbwertzeit einer Serie ahne ich schlimmes, dabei könnte das wenn es richtig gemacht wird ein neues Franchise werden.

                          • Sehr fahrlässig dass es nach einem halben Jahr noch immer keine Deutsche Synchro gibt.

                            • Zweite Staffel: Ich bin begeistert... Auch wenn es nicht immer einfach ist, zwischen OPA, Mars, Earth etc zu unterscheiden, gibt es keine Folge, die ansatzweise langweilig wäre.

                              Effekte auf dem neuestem Stand, die Story genial und was mir am besten gefallen hat, die nehmen den Weltraum (also die Physik) ernst. Da explodieren schonmal ganze Raumstationen ganz und gar lautlos... klar, wo es keine Atmosphäre gibt, da gibt es auch keine Geräusche.....

                              Schade dass ich gerade bei Episode 12 bin, hoffe es geht weiter !!

                              • Eine wirklich sehr sehenswerte Serie: spannend, gute Darsteller und eine wirklich gute Story :D

                                • Ein interessantes Sci-Fi-Abenteuer, welche einzige Schwäche das (noch) geringe Budget ist, aus welchem aber viel gemacht wurde.
                                  Eine spannende Story, gute Schauspieler und ein sauber erzählter Plot setzen den Grundstein für eine vielversprechende zweite Staffel!

                                  • Nach Sichtung der ersten Staffel: 5 Punkte.
                                    Geniales Setting, gute Special Effects und spannende letzte 4 Folgen treffen auf schlechte Schauspieler, mieses, konfuses Storytelling in Folgen 1-6 (Die Zusammenhänge der einzelnen Handlungsstränge werden überhaupt nicht klar) und teils dümmliche Dialoge.

                                    Potenzial ist aber vorhanden.

                                    • Für mich ist 'The Expanse' eine echte Enttäuschung. Da größtenteils lausige Schauspieler, stumpfsinnig langweilige Dialoge und die Kameraführung sowie Belichtung grausig schlecht sind. Das wohl mit Abstand nervigste ist aber dieser grau/blau Filter der alle Szenen im Weltraum überschattet... find ich persönlich sehr grottig gewählt. Positive Aspekte sind bestimmte CGI Effekte sowie ab und an das futuristische Setting. Viele der angewandten Technologien/Entwicklungen erscheinen plausibel werden aber nie beschrieben sondern nur erwähnt oder gezeigt.
                                      Edit: Der Ultra-Testo-Hahn Detective Miller ist ja mal die größte Witzfigur die der Weltraum je gesehen hat... Der Spackenhut :D Alter Schwede is klar Junge geh mir aus den Augen sonst muss ich mir diese mitsamt Ohren ausreissen.

                                      • Stark! Griffige und sinnige Dialoge, ein rauer Charme, angenehme Tricktechnik und eine dystopische Gegenwartszeichnung, hinfort ins All getragen. Intensive und kritische Zeichung der Gesellschaft, deren Machthäusern und seinen perfidesten Verschwörungen. Ein Hoch auf die Menschheit. Thomas Jane hat richtitg Spaß gemacht.

                                        • kann mich den guten Bewertungen nur uneingeschränkt anschließen. Eine glatte 10. Ein weiteres Serien-Highlight neben Westworld. Man muss sich zwar in der Staffel 1 etwas an die Serie gewöhnen, aber Staffel 2 wird immer interessanter. Tolles und überzeugendes Setting, das sich nahe an der Realität bewegt. Die Handlungen und Emotionen der Protagonisten sind nachvollziehbar und man kann sich richtig hineindenken. Ich habe jede Folge der Staffel 2 (bis jetzt Folge 10) von der ersten bis zur letzten Minute genossen. Ein Glück, dass es solche Sifi-Serien gibt.

                                          • die mit abstand beste science fiction serie seit battlestar galactica, aber dieses mal ohne esoterik gedöns und psychische ticks sondern eine spannende und geerdete handlung über eine crew die in eine verschwörung gewaltigen ausmaßes hineingezogen werden. die effekte sind gut, das universum sehr interessant mit verschiedenen gut ausgearbeiteten gruppierungen und auch die schauspielleistung ist in ordnung (wobei das vielleicht der grösste schwachpunkt ist). staffel 1 hat mehr ein mysterie szenario während staffel 2 mehr in die verschwörungsrichtung geht, aber beides sehenswert

                                            • Miller: „Weißt du, mit jedem Mal mit dem man sich erinnert, verändert man die Erinnerung unbewusst ein bisschen, bis deine schönsten und schlimmsten Erinnerungen deine größten Illusionen sind.“

                                              Der hartgesottene Detektiv Miller ist auf der Suche nach einer jungen Frau aus guten Verhältnissen. Miller ist ein Belter. Belter leben im Asteroidengürtel und bauen unter Teils unmenschlichen Bedingungen Ressourcen ab, für die Vereinten Nationen (Erde, Mond und Raumstationen) sowie den unabhängigen Mars.
                                              Einige der Belter gehören einer Widerstandsgruppe an, die „Outer Planets Alliance“ (OPA). Während seiner Suche stößt Miller mit Hilfe des jungen Holden und seiner Crew auf ein dunkles Geheimnis. Erde, Mars und Belter stehen am Rande einer Eskalation.

                                              Bei „The Expanse“ gilt es Augen und Ohren offen zu halten. Die Serie ist eben so komplex wie spannend inszeniert, die Dialoge sitzen, auch wenn an der Seite von Miller (Thomas Jane) nicht alle Schauspieler überzeugen.
                                              Dennoch gehört diese Serie zu den besten dieses Genres. Freue mich bereits auf Staffel 2. Empfehlenswert.

                                              • Staffel 1:
                                                7.5
                                                Etwas zäh, etwas komplex. Lohnt sich definitiv dranzubleiben. Tolle Atmosphäre, und das Ding kommt gegen Ende hin ins Rollen.

                                                Staffel 2:
                                                9.5
                                                Immer noch komplex. Der Takt dieser Sci-Fi-Maschinerie hat sich aber deutlich erhöht. Und das tut der Erzählung gut.
                                                Das Sonnensystem als erweitertes Spielfeld der Menschheit ist ein Szenario, das unglaublich Spass macht und noch sehr viel Potenzial bietet.

                                                Fazit:
                                                Sämtliche Vergleiche à la "GoT im Weltraum" sind bescheuert und führen zu nichts.
                                                The Expanse hat genügend Substanz und Alleinstellungsmerkmale und hat derartige Vergleiche nicht nötig. Das macht definitiv Bock auf mehr.

                                                Tipp: Wie immer im O-Ton um Welten besser, auch wenn die Belter im Original übelst nuscheln.

                                                  • Auch wenn die schauspielerischen Leistungen etwas holpern und die Figuren etwas platt daherkommen und die Geschichte ein wenig braucht um Fahrt aufzunehmen ist „The Expanse“ mal wieder seit sehr langer Zeit eine sehenswerte „Science-Fiction-Serie“.

                                                    Ja fast ein wenig im Space-Noir-Stil gehalten punktet die SyFy-Produktion mit einem weitreichendem Kosmos, einer durchdachten und sorgsam miteinander verwobenen Geschichte, welche auf dem Roman „Leviathan Wakes“ basiert, die bis jetzt auch nicht zu sehr up to space ist. Das der Klingelbeutel nicht so prall gefüllt ist, merkt man der Serie überraschenderweise kaum an und es ist ein zu jeder Zeit in sich stimmiges Science-Fiction-Crime-Adventure geglückt, wo selbst die CGI-Sequenzen im Weltraum überzeugen können.

                                                    Hin und wieder treibt man das Geschehen dann inszenatorisch mit Hilfe des guten treibenden Scores und spannungsgeladenen Sequenzen gar auf die Spitze. Da werden die eigenen Nackenhaare scheinbar selbst schwerelos. Und das Ende der ersten Staffel lässt einen richtig schön beunruhigend zurück und voller Hoffnung auf die Staffel 2 blicken.