Lovesick - Wie mich eine Serie über Chlamydien an die Liebe glauben ließ

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Lovesick
27.09.2018 - 10:00 UhrVor 2 Jahren aktualisiert
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Lovesick erzählt die Geschichte eines Typen, der sich mit Chlamydien ansteckt und schafft es dabei, einem eine überaus romantische Geschichte aufzutischen. Doch wie?

Ihr fragt euch jetzt bestimmt alle, wie mich eine Geschichte über Chlamydien wieder an die Liebe glauben ließ. Nun, sowas kann wohl nur eine britische Serie schaffen, die aus einem noch so unromantischen Thema eine Erzählung über zwei Personen startet, die füreinander bestimmt zu sein scheinen. Die Serie, um die es sich hier handelt, heißt Lovesick. Diese möchte ich euch in diesem Herz für Serie näher vorstellen. Lasst euch davon überzeugen, dieser unbekannten Netflix-Serie eine Chance zu geben.

Worum geht es in Lovesick?

Eine bekannte Figur Großbritanniens, Sherlock Holmes, sagte einmal: "Der Hinweis steckt im Namen". So verhält es sich auch mit der britischen Romcom Lovesick. Dieser kann in zweierlei Hinsicht gedeutet werden, denn der Protagonist Dylan (Johnny Flynn) ist nicht nur liebeskrank, sondern auch krank aufgrund seiner Liebesbeziehungen. Seine Krankheit ist sowohl seelischer als auch physischer Natur. Zum Einen ist er seit Jahren unglücklich in seine beste Freundin Evie (Antonia Thomas aus Misfits und The Good Doctor) verliebt. Zum Anderen hat er sich bei irgendeiner seiner letzten Liebschaften mit Chlamydien angesteckt.

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Aufgrund der Tatsache, dass er eine Geschlechtskrankheit hat, muss er all seine Verflossenen über seinen Gesundheitszustand informieren, da sie sich bei ihm angesteckt haben könnten. In jeder Folge kontaktiert Dylan eine seiner ehemaligen Flammen und uns wird deren Liebesgeschichte erzählt wird. Egal, ob es die große Liebe, die erste Liebe oder nur ein One-Night-Stand war. Dabei arbeitet er die Liste aber nicht chronologisch ab, sodass wir in der Vergangenheit hin und her springen.

Tatsächlich ist er aber seit Ewigkeiten in seine beste Freundin verliebt. Deren Beziehung hat in den letzten Jahren viele Aufs und Abs durchgemacht, die wir bei den Reisen in die Vergangenheit immer wieder zu sehen bekommen. Da diese jedoch nicht chronologisch ablaufen, wissen wir nie, wie es um die beiden gerade steht und was uns erwarten wird, wodurch jede Reise in die Vergangenheit ein neues Abenteuer darstellt. So erleben wir den Beziehungsverlauf der beiden auf eine völlig neue Art, was sehr erfrischend ist.

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Lovesick erzählt weniger von Geschlechtskrankheiten als vom Schicksal

Wie kann es eine Serie über Chlamydien schaffen, einen an die Liebe glauben zu lassen? Indem es eben nicht nur eine Serie über eine Geschlechtskrankheit ist, sondern viel mehr eine Geschichte über zwei Menschen, die einen kleinen Schubser vom Schicksal benötigt haben, um aus einer Freundschaft Liebe werden zu lassen. So romantisiert die Netflix-Serie Dylans Geschlechtskrankheit als einen positiven Schicksalsschlag. Im Prinzip hätte ihm nichts Besseres passieren können, als Chlamydien zu bekommen. So musste er seine ehemaligen Beziehungen nochmal durchleben und sein Glück mit Evie wurde ihm vor Augen geführt, woraufhin er es aktiv in Angriff nimmt.

Außerdem hat mich Lovesick gelehrt, dass es manchmal gar nicht so schlimm ist, wenn wir etwas länger brauchen, um unser Glück zu finden. So mag dieses manchmal direkt vor unserer Nase liegen, ohne dass wir das sofort erkennen. Doch durch Lovesick habe ich nicht nur einen anderen Blick auf die Liebe entwickelt, sondern für mich ist das Liebesglück durch Lovesick auch sehr stark mit dem Schicksal verbunden. Die Serie konnte mich davon überzeugen, dass manche (negativen) Ereignisse einfach geschehen sollen und aus diesen auch etwas Positives entstehen kann.

Alle 22 Folgen der Romcom Lovesick, die sich in drei Staffeln aufteilen, sind bei Netflix zum Streamen verfügbar.

Kennt ihr Lovesick? Und wenn ja, seid ihr Fans der britischen Romcom?

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