Was uns Harry Potter and the Cursed Child über Severus Snape verrät

04.08.2016 - 17:00 UhrVor 4 Jahren aktualisiert
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© Warner Bros.
Ist Snape immer noch der Gute in Harry Potter and the Cursed Child?
Dank Harry Potter and the Cursed Child wissen wir endlich, wie die Geschichte des Jungen, der überlebte, weitergeht. Darüber enthüllt das zweiteilige Theaterstück die komplette, ungeahnte Wahrheit über Serverus Snape.

Am vergangenen Wochenende war es endlich so weit und Harry Potter and the Cursed Child feierte seine Premiere im Palace Theatre in London. Gleichzeitig wurde das Skript des zweiteiligen Theaterstücks, das Jack Thorne in Zusammenarbeit mit J.K. Rowling und John Tiffany geschrieben hat, in Buchform veröffentlicht, sodass Fans rund um den Globus in den Genuss des achten Harry Potter-Abenteuers kamen. Doch darin geht es nicht nur um das Schicksal des berühmten Zauberlehrlings, sondern auch das Schicksal einer anderen altbekannten Figur wird mehrere Szenen lang thematisiert: Severus Snape, der in der Filmreihe von Alan Rickman verkörpert wurde.

Achtung, ab hier harte Spoiler zu Harry Potter and the Cursed Child: Die Handlung des Theaterstücks setzt 19 Jahre nach der Schlacht um Hogwarts ein. Lord Voldemort wurde besiegt, seine Gefolgschaft zerschlagen. Harry und Ginny sind mittlerweile verheiratet und haben drei Kinder. Eines davon ist Albus, der - genau wie er es befürchtet hat - in seinem ersten Schuljahr vom sprechenden Hut ins Haus Slytherin gesteckt wird. Daraufhin freundet er sich mit niemand Geringerem als Scorpius an, dem Sohn von Draco Malfoy. Durch die Verstrickung turbulenter Ereignisse kommen die beiden schließlich in den Besitz eines Zeitumkehrers und wollen in die Vergangenheit reisen, um den Tod von Cedric Diggory zu verhindern.

Im Rahmen einer dieser unüberlegten Zeitreisen verirrt sich Scorpius in eine Welt, in der Harry Potter tot ist und der dunkle Lord die Herrschaft an sich gerissen hat. Dolores Umbridge hat Hogwarts in einen Vorhof der Hölle verwandelt und Dementore warten hinter jeder Ecke, um Feinde des Systems zu eliminieren - allen voran Schlammblüter, die nicht ins Idealbild des alternativen Zeitstrahls passen. Snape, der nach wie vor in Hogwarts als Lehrer arbeitet, hat folglich versagt und konnte das Versprechen gegenüber seiner großen Liebe Lily, Harrys Mutter, nicht einlösen. Die Frage, die sich folglich stellt, ist, auf welche Seite sich der ehemals Vertraute Dumbledores geschlagen hat.

Hätte Snape immer noch so gehandelt?

Nach einem ungewissen Moment der Anspannung gibt Harry Potter and the Cursed Child darauf eine ziemlich eindeutige Antwort: Wenngleich Snape zu seinem eigenen Schutz die Tarnung als Todesser aufrechterhalten hat, schlägt sein Herz weiterhin im Geiste des Widerstands. Gemeinsam mit Hermine und Ron versucht er, die Pläne Voldemorts zu durchkreuzen, allerdings mit deutlich beschränkteren Ressourcen als es noch zu Zeiten des Phönix-Ordens der Fall war. Als Scorpius fragt, warum er den Kampf für das Gute nicht aufgegeben hat, sagt Snape, dass er zwar Harry nicht retten konnte, dennoch die Sache nicht aufgeben will, an die seine Mutter so sehr geglaubt hat. Zudem gesteht er, dass die Möglichkeit nicht ausgeschlossen ist, dass er eines Tages selbst daran glaubt.

Harry Potter and the Cursed Child bestätigt also einmal mehr, Snapes aufrechte Seite, die lange Zeit unklar war, bevor ein Schlüsselmomente in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Licht ins Dunkel brachte. Trotz Lilys und Harrys Tod hat er sich nicht vom Bösen verführen lassen und die Hoffnung nicht aufgegeben, das eines Tages alles besser wird. Allerdings sei an dieser Stelle angemerkt, dass es sich dabei nur um einen bestimmten Zeitstrahl handelt - womöglich sähe die Geschichte nach einer erneuten Zeitreise schon wieder ganz anders aus. Warum die Stelle im Stück trotzdem funktioniert, liegt in erster Linie daran, da sie ein entscheidendes Umdenken bei den Figuren in Gang setzt und somit emotional (und nicht logisch) begründet ist.

Für alle die darüber hinaus nicht genug vom Harry Potter-Universum bekommen können: Am 17.11.2016 startet das Spin-off Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind mit Eddie Redmayne, Katherine Waterston und Colin Farrell bei uns im Kino.

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