Vergesst Godzilla 2: Die echte Monster-Trilogie gibt es bei Netflix

Godzilla: The Planet Eater
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Sieht das Leben nur noch in 2.35:1 und hat in Programmkinos aufgrund der freien Platzwahl Angst vor einem Kontrollverlust.

Einfach jeder will sich mal an Godzilla ausprobieren. Während die Schöpfer der Toho Studios 2016 mit Shin Godzilla sogar persönlich einen neuen Realfilm-Versuch starteten, hat Warner im Jahr 2014 mit Godzilla gleich ein ganzes MonsterVerse geschaffen, das dieses Jahr in Form von Godzilla 2: King of the Monsters seine Fortführung erfährt. Auch der Streaming-Gigant Netflix ist längst auf den Goijra-Zug aufgesprungen und vertreibt eine eigene Animationsfilm-Trilogie (an der übrigens auch die Anime-Sparte von Toho mitwirkt).

In den bisher erschienenen Teilen Godzilla: Monster Planet und Godzilla 2: Eine Stadt am Rande der Schlacht spielt die Handlung dafür deutlich weiter in der Zukunft. Mehrere Myriaden (!) schon wütet Godzilla hier auf der Erde (ein Wunder, dass dort eigentlich überhaupt noch was zum Zerstören übrig ist). Beide Titel wurden vergangenes Jahr auf dem Streaming-Dienst veröffentlicht. Seit dem 09.01.2019 gibt es auch das Trilogie-Finale Godzilla: The Planet Eater auf Netflix zu sehen.

Auch im Antimationsfilm kommt es zu King Ghidorah vs. Godzilla

Nachdem die Menschheit bisher mit dem nimmersatten Godzilla zu kämpfen hatte, taucht im dritten animierten Godzilla ein noch viel größeres wie gefährlicheres Kaiju auf: Der Überdrache King Ghidorah. Der Weltenzerstörer könnte die Erde endgültig vernichten, daher ist ihre letzte Hoffnung ausgerechnet der bisher so gefürchtete Godzilla. Denn nur die Urzeitechse selbst kann Ghidorah noch aufhalten.

Ein bisschen erinnert der Plot tatsächlich an den kommenden Hollywood-Blockbuster Godzilla: King of the Monsters, nur dass das Geschehen hier in einer sehr fernen und genauso düsteren Zukunft stattfindet. Außerdem wirkt der Anime-Look der japanischen Produktion noch mal deutlich übertriebener und bewusst überladener als beim Realfilm-Blockbuster. In Japan lief Godzilla 3 bereits im November 2018 in den Kinos, für den internationalen Vertrieb hat sich Netflix die Rechte gesichert. Doch lohnt sich die Sichtung denn überhaupt?

Zu den Prequels fielen die Reaktionen recht bescheiden aus. Teil Zwei hat etwa eine Durchschnitts-Bewertung von 5,9 auf IMDb, in unserer moviepilot-Community fristet der Monster-Spaß mit einer 5,3 als Note ein eher tristes Dasein. Fairerweise muss man aber darauf verweisen, dass bislang nur 54 movieplioten eine Bewertung abgegeben haben. Teil Eins, Monster Planet, hat bei uns bei 119 Bewertungen eine Durchschnitts-Wertung von 5,8.

Für The Planet Eater gibt es bislang noch nicht allzu viele Stimmen, doch anscheinend vermag es Teil Drei, sich qualitativ zu steigern, denn die Meinungen fallen recht solide aus. Laut Joshua Meyer von Slash Film würde das Trilogie-Finale eine ungeheure Faszination ausmachen, jedoch zugleich auch stellenweise frustrieren. Es sei jedenfalls empfehlenswert, alle drei Filme am Stück zu sehen, um dem Geschehen am besten folgen zu können. Außerdem würde der Film sehr viel Zeit beanspruchen, bevor die Monster-Action so richtig losgeht. Den Drachen Ghidorah vergleicht er dabei mit einem „Kaleidoskop aus Gold”, was es beim Anblick des Bildes unter dem Absatz ganz gut trifft.

Daniel Kurland von Den of Geek wählt ähnliche Worte und beschreibt das Finale ebenfalls als "manchmal frustrierend", aber insgesamt soll The Planet Eater ein stimmiger Abschluss sein. Während das Titel-Kaiju im Vorgänger noch gerade mal fünf Minuten Bildschirmzeit zur Verfügung gehabt haben soll, darf Godzilla diesmal angeblich deutlich mehr davon beanspruchen. Vor allem würde der neue Film die zwei vorherigen Teile aufwerten, da diese sich nun gehaltvoller wie auch runder anfühlen würden. Auf deutscher Seite gibt sich hingegen Oliver Armknecht von film-rezensionen schon kritischer und stört sich an einem "verkrampften Anime mit pseudophilosophischen Ausführungen".

Der animierte Godzilla ist also in erster Linie ein Trilogie-Erlebnis, das idealerweise in Gänze gesichtet wird. Wer also Lust auf King Ghidorah in The Planet Eater hat, sollte sich trotzdem zunächst die anderen beiden Animationsfilme von Godzilla nicht entgehen lassen, alle drei Titel sind dafür auf Netflix verfügbar. Insgesamt gibt es natürlich deutlich mehr Filme über das gewaltige Monster, das erstmals im Jahr 1954 Tokio den Erdboden gleichmachte. In unserer Übersicht von 2017 findet ihr eine üppig bestückte Liste von Godzilla-Filmen zur optimalen Vorbereitung auf King of the Monsters, der am 30.05.2019 in den deutschen Kinos startet.

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