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Verbotenes DDR-Kino mit Das Kaninchen bin ich

10.04.2015 - 16:00 UhrVor 6 Jahren aktualisiert
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Das Kaninchen bin ich
© Deutsche Film
Das Kaninchen bin ich
Ähnlich wie Spur der Steine ist Das Kaninchen bin ich einer der wichtigsten Klassiker des DDR-Films. Lange Zeit war er in seinem Herkunftsland verboten. Heute Abend läuft er im Fernsehen und das ist eure Chance dieses Stück Geschichte nachzuholen.

Das Kaninchen bin ich von Kurt Maetzig aus den Jahr 1965 hat eine bewegende Geschichte hinter sich. Der Film basiert auf dem Roman "Maria Morzeck oder Das Kanichen bin ich" von Manfred Bieler. Produziert von den DEFA-Filmstudios, wurde der Film zusammen mit 11 anderen 1965 noch vor seiner Premiere in der DDR verboten. Bis 1990 durfte er nicht gezeigt werden. Kurz vor dem Zusammenbruch der DDR feierte der Film schließlich verspätet Premiere.

In Das Kaninchen bin ich geht es um die 19-jährige Maria Morzeck, gespielt von Angelika Waller, welche als Kellnerin arbeitet. Ihr Traum ist es, Slawistik zu studieren, um Dolmetscherin zu werden. Ein Studium ist ihr jedoch verwehrt, da ihr Bruder Dieter (Wolfgang Winkler) wegen "staatsgefährdender Hetze" zu drei Jahren im Zuchthaus verurteilt wurde. Im Laufe der Geschichte verliebt sich die junge Frau in Paul Deister (Alfred Müller), einen wesentlich älteren Mann. Sie erfährt jedoch, dass es Deister war, der als Richter die Verurteilung ihres Bruders erwirkte.

Wie auch Spur der Steine stellt Das Kaninchen bin ich ein bedeutendes Zeugnis des DDR-Films dar, zeigt er doch eine Stimmung des Umbruchs, welche die Obrigkeit der damaligen Zeit im Keim zu ersticken versuchte.

  • Was? Das Kaninchen bin ich
  • Wo? ARD Alpha
  • Wann? 20:15

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