Stefan Raab spricht über seine Misserfolge und neue Show

25.09.2017 - 12:00 UhrVor 4 Jahren aktualisiert
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Stefan Raab
© ProSieben
Stefan Raab
Auf dem Gründerfestival Bits & Pretzels gibt Stefan Raab Tipps für Gründer und erzählt von Misserfolgen seiner Karriere sowie die neue von ihm produzierte ProSieben-Show

Über viele Jahre war Entertainer Stefan Raab fester Bestandteil des deutschen Fernsehens. Mit Formaten, wie TV total und Schlag den Raab, erschien der Kölner geradezu omnipräsent auf den heimischen Bildschirmen. Im Jahr 2015 folgte schließlich das Karriereende. Im Rahmen des Gründerfestivals Bits & Pretzels in München kehrte Raab nun auf die Bühne zurück, um angehenden Gründern Ratschläge mit auf den Weg zu geben. Dabei kam er u.a. auch auf Misserfolge sowie die neue, von ihm produzierte ProSieben-Show Das Ding des Jahres zu sprechen (via DWDL ).

So versuchte Stefan Raab anfangs, als Musikproduzent Fuß zu fassen und ging dafür der Finanzierung wegen mit Amateuraufnahmen auf eigens erlernten Instrumenten zu seinem Bankberater, denn 1989 sei es noch um ein Vielfaches teurer gewesen, "einigermaßen professionelle Musik" zu machen. Seine Idee:

Ich musste eine gute Story haben. Jetzt war damals MC Hammer ein Riesenstar und ich dachte mir: Das geht doch bestimmt auch auf deutsch und in lustig. Also habe ich mich MC Behämmert genannt.

Der Bankangestellte habe Raabs Vorhaben allerdings nicht verstanden und auch der erste Plattenboss fällte ein vernichtendes Urteil: „Weißt du was das ist? Das ist Bullenscheiße!“ An einem späteren Punkt in seiner Karriere erwartete Stefan Raab als Sieger der Jahres-Hitparade ein weiterer musikalischer Misserfolg, als er sich gegen einen Playback-Auftritt bei der Verleihung der Goldenen Stimmgabel entschied und stattdessen ohne Lippenbewegung auf und ab lief. Hilde Heck, Frau von Moderator Dieter-Thomas Heck, habe ihm daraufhin die Gage vorenthalten.

Stefan Raab in Schlag den Raab

Nach den ersten frühen Rückschlägen arbeitete Stefan Raab zunächst in der familiären Firma und konnte sich mit der Unterstützung seiner Familie seine Musikausrüstung leisten. Statt des "nächsten Star Wars-Soundtracks" sprangen zunächst jedoch Werbejingles für die Rügenwalder Teewurst und einen Kölner Friseur heraus, die "fast nach Star Wars" geklungen hätten. Angetrieben vom späteren Erfolg beim Eurovision Song Contest mit "Wadde Hadde Dudde Da?" (5. Platz im Jahr 2000) wandte sich Raab einem früheren Plan zu: Er wollte bei den Olympischen Spielen antreten und orientierte sich an dem deutschen Prinz Hubertus von Hohenlohe, der für Mexiko an diversen Abfahrtsläufen teilnahm und stets auf den letzten Plätzen landete. "Hat aber nicht geklappt. Ich wollte ihnen ja heute was von Misserfolgen erzählen", so Raab weiter.

Zum Ende des Vortrags sprach Stefan Raab noch kurz über die neue, von ihm produzierte ProSieben-Show Das Ding des Jahres, die "so im Januar oder Februar" an den Start gehen soll. Dabei handle es sich nicht um eine StartUp-Show, wie er klarstellte:

Das ist keine StartUp-Show, weil wir Ideen in einem noch früheren Stadium zeigen. Wenn da einer gekommen wäre mit so einem Ding, bin ich mir nicht so sicher, ob dieses Teil tatsächlich die Zustimmung der Zuschauer gefunden hätte.

Was sind eure Gedanken zu Stefan Raab?

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