Cannes 2014

Schlechte Kritiken für Grace of Monaco

15.05.2014 - 09:34 UhrVor 8 Jahren aktualisiert
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Nicole Kidman als Grace Kelly
© © Square One / Universum Film
Nicole Kidman als Grace Kelly
Gestern eröffnete Olivier Dahans Film Grace of Monaco die Filmfestspiele von Cannes. Der Film mit Nicole Kidman in der Hauptrolle begeisterte jedoch nicht allzu viele Kritiker. Wir haben einen kleinen Pressespiegel für euch.

Die Filmfestspiele von Cannes haben begonnen. Der Eröffnungsfilm Grace of Monaco von Olivier Dahan passte zwar von der Historie – Monaco liegt nicht allzu weit entfernt – doch der Film konnte trotzdem nur wenige Kritiker überzeugen. Nach der Pressevorführung hagelte es sogar Pfiffe. Wir blicken auf deutsche und internationale Kritiken.

Worum geht es in Grace of Monaco?
Im Jahr 1962, sechs Jahre nach der Hochzeit mit Fürst Rainier III. (Tim Roth), muss Grace Kelly alias Fürstin Gracia von Monaco (Nicole Kidman) ihre Vorbildrolle erfüllen, um ihren Mann dabei zu unterstützen, die diplomatischen Schwierigkeiten zwischen Frankreich und Monaco zu überwinden. Gleichzeitig kommt der Regisseur Alfred Hitchcock (Roger Ashton-Griffiths) mit einem verführerischen Rollenangebot auf sie zu, um sie vielleicht sogar wieder nach Hollywood zu locken. Grace Kelly muss sich entscheiden zwischen einem Leben als Hollywood-Star und einem Leben als Prinzessin.

Hanns-Georg Rodek bedauert in der Welt, dass der Regisseur und sein Drehbuchautor Arash Amel weder eine Haltung zu ihren Figuren noch zu den Ereignissen finden. “So plätschert ihr Film wie eine Obere-Zehntausend-Seifenoper dahin, verstärkt durch eine intrigante Schwägerin und einen väterlichen Beichtvater und mit Promi-Dropping aufgepeppt; als Nebenfiguren tauchen Maria Callas, Aristoteles Onassis, Robert McNamara und David Niven auf.”

Im Tagesspiegel stellt Jan Schulz-Ojala fest, dass Grace of Monaco der “fadeste Start seit Menschengedenken” ist und das liegt vor allem daran, dass der Film mit Nicole Kidman “katastrophal fehlbesetzt” ist.

“Grace of Monaco ist ein verhinderter Experimentalfilm, dem man nur unrecht tun kann, wenn man ihn vornehmlich auf seiner Dialog- und Plot-Ebene betrachtet”, schreibt dagegen Frédéric Jaeger von Critic.de, der dem Film mehr abgewinnen kann als die meisten Kritiker.

Nicole Kidmans ausdrucksloses Schauspiel blieb auch Dave Calhoun (Time Out London) nicht verborgen. Er nennt Grace of Monaco ein weichgezeichnetes, klobiges Drama, das dem Zuschauer “triste Plattitüden über Liebe und Pflicht, anmaßende Kostüme sowie endlose Aufnahmen der felsigen Riviera” liefert. Auch für Fionnuala Halligan von Screen Daily ist Olivier Dahans Film eine “weichgezeichnete Schnulze”.

Oliver Lyttelton (The Playlist) ist ebenfalls entsetzt. Auch an den Standards der aktuellen Biopics wie W.E. oder Diana gemessen, ist Grace of Monaco “wenig kompetent, ungewollt komisch und grenzwertig verwerflich – sowohl in ihrer Sicht auf die Politik als auch in Bezug auf die Geschlechterrollen.”

Mehr internationale Kritiken gibt es auf fandor. Eine Übersicht über die deutschen Kritiken zu Grace of Monaco findet ihr bei Film-Zeit.

Habt ihr trotz der schlechten Kritiken Interesse an Grace of Monaco?

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