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Nur noch ein Tag!

19.10.2016 - 09:00 UhrVor 7 Jahren aktualisiert
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20th Century Fox/moviepilot
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Dieser Artikel entstand im Rahmen der Aktion Lieblingsmonster.

Es ist nur noch ein Tag Zeit, ehe diese verdammte moviepilot Aktion endet. Und mir ist immer noch nicht klar, wer mein Lieblingsmonster ist. Ich lege mich ins Bett und starre die Decke an. Der Tag ist schon wieder um. Und mir kommt einfach keine Idee. Gib mir doch ein Zeichen. Hilf mir. Bitte hilf mir. Ich kann nicht wirklich schlafen. Die Augen fallen zu, aber die Gedanken kreisen andauernd darum, wer oder was wohl mein Lieblingsmonster sein könnte. Von Alien, über die Critters und die Gremlins bis hin zu den unheimlichen Höhlenwesen aus The Descent. Es kommt einfach zu viel in Betracht. Kurz bevor ich tatsächlich in den Untiefen des Schlafes Zuflucht gefunden habe, bekomme ich plötzlich Heißhunger auf Süßes. Ich stehe auf und wandle völlig verspannt zum Kühlschrank. Ich öffne ihn und kralle mir mit meiner rechten Hand ein Packen Milchschnitten. Komisch, eigentlich finde ich die nicht so lecker. Und was ist das? Das aus dem Kühlschrank kommende Licht leuchtet meinen Handrücken an, auf dem ein stabiles Haar sitzt. War das schon vorher da? Komisch. Rasier ich morgen einfach weg. Nachdem ich mir eine Milchschnitte nach der anderen quer in meinen Mund geschoben habe, taumele ich zurück Richtung Bett. Mein Magen knurrt weiter und mein Verlangen nach Süßigkeiten ist ungebrochen. Sofort muss ich an L von „Death Note“ denken, der sich eine Praline nach der anderen in seinen Animemund stopft. Ha genau. Weil ich mir die ganze Zeit so viele Gedanken mache über diese moviepilot Aktion, bekomme ich Heißhunger auf dieses süße Zeug. Ist ja logisch. Das bringt mich meinem Ziel, mein Lieblingsmonster ausfindig zu machen, zwar nicht näher, aber die Gedanken an meine Lieblingsanimeserie lenkt mich ab. Ich schlafe ein. Ich öffne meine Augen. Und ich schau auf mein Bett hinab. Fuck. Was zur Hölle ist hier los? Mein Körper versteift sich vor Schreck und ich falle von meiner Zimmerdecke direkt in mein Bett und sehe dabei aus wie ein unsportlicher Nichtschwimmer, der einen Bauchklatscher vom 3 m Brett versucht. Ok, ok, ruhig bleiben. Das musst du geträumt haben. Ha ja. Kann ja nicht anders sein. Diese ganze moviepilot Aktion bringt mich noch um den Verstand. Das alles wegen einem Artikel zu einem Lieblingsmonster. Vielleicht sollte ich es einfach lassen!? Meine Füße schlappen ummantelt von FC Bayern München Sandaletten ins Badezimmer. Ich fühle mich trotz des wenigen Schlafes überraschend gut und habe das Gefühl, ins Bad zu gleiten, anstatt mich, wie sonst, zu schleppen. Ich greife mir meine FC Bayern München Zahnbürste. Freiburg ist mir mittlerweile eigentlich lieber. Bayern ist ja ein Monster von einem Verein. Ha. Da ist es schon wieder, dieses Wort. Monster. Ich betrachte mich im Spiegel. Gott, seh ich bescheiden aus. Ich setze mir eine grünweiße Schnecke ohne Haus auf die Borsten meiner Zahnbürste und mir fällt das komische Haar auf meinem Handrücken wieder auf. Dieses komische Haar hat sich vermehrt. Und die Haare sind genau so stabil wie die Borsten meiner Zahnbürste. Nur nicht so farbenfroh, sondern tiefschwarz. Was zur Hölle ist hier los? Ich fange an mit der Zahnbürste in meinem Mund zu kreisen. Plötzlich fällt etwas auf meine Zunge. Habe ich mir ein paar TicTacs in meinen Backentaschen aufgespart? Ich spucke ins Waschbecken. Blut. Zähne. Ich bekomme Panik. Fuck. Fuck. Fuck. Was verdammt noch mal ist mit mir los? Ich raufe mir die Haare und löse sie dabei ganz leicht von meiner Kopfhaut. Das muss doch ein schlechter Traum sein! Ein schlechter Witz!? Ich schaue mich tränenüberströmt im Spiegel an. Im Hintergrund sehe ich die zugezogene Duschkabine. Ich bin gerade mehr Monster als es Norman Bates je sein könnte. Ok. Ok. Denk rational. Du bist krank. Oder du träumst. Ich zwicke mich in mein Ohrläppchen, dabei fällt mir mein ganzes Ohr in die Hand und ich jongliere damit, als wäre es eine heiße Kartoffel. Das kann doch alles nicht wahr sein?! Jetzt bekomme ich wirklich Panik. Ich will aus dem Bad rennen, ohne zu wissen wohin. Dabei rutsche ich auf meinem eigenen Blut aus. Ich versuche mich noch am Duschvorhang festzuhalten. Ich schaffe es. Kurz. Ich falle. Doch meine Fingerkuppen bleiben hängen. Eine milchige Flüssigkeit schießt aus den Wunden heraus. Ich krümme mich auf den schönen Marmorfliesen wie ein hässliches, ekliges, gebrochenes Tier. Tier. Ja genau. Das ist es. „Die Fliege“ von Cronenberg ist mein Lieblingsmonster. Die Verwandlung eines Menschen in ein Tier. Schmerzvoll. Direkt. So real und unheimlich. Man spürt es am eigenen Leib, wenn man den Film sieht. Meine schmerzverzerrte, zahnlose Schnauze verzieht sich zu einem schiefen Lächeln. Ich lache und durch den Hall im Badezimmer kann es gruseliger nicht klingen. Ich habe endlich mein Lieblingsmonster gefunden. Ich bin zu meinem Lieblingsmonster geworden. Nun schreibe ich das, was ich erlebt habe noch schnell auf, so lange ich noch schreiben kann. Wenn meine Verwandlung dann ... njam ... abgeschlossen ist ... njam ... öffne ich das Fenster ... njam ... fliege los ... njam ... und bringe meinen Artikel einfach persönlich bei der Redaktion von moviepilot vorbei ... njam....

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Sponsoren der Aktion Lieblingsmonster:

Aktion Lieblingsmonster


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