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Michel Piccoli: Die Ikone des französischen Kinos bei ARTE

28.05.2020 - 07:00 UhrVor 1 Monat aktualisiert
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Michel Piccoli in der Rolle des Pierre Bérard in "Die Dinge des Lebens" von Claude Sautet (1970)
© Collection Christophe L
Michel Piccoli in der Rolle des Pierre Bérard in "Die Dinge des Lebens" von Claude Sautet (1970)
Theater, Kino und Fernsehen: Ob als Liebhaber, Mörder, Künstler oder Spion: In über 200 Spielfilmen wirkte Michel Piccoli in seiner 70-jährigen Karriere mit und avancierte zu einer Ikone des französischen Kinos, die immer wieder überraschte.

Am 12. Mai 2020 starb Michel Piccoli im Alter von 94 Jahren. Zu Ehren Piccolis zeigt ARTE die Dokumentation Der erstaunliche Monsieur Piccoli bis zum 22. Juli 2020 in der arte.tv-Mediathek. "Erstaunlich" ist Michel Piccoli allemal - Yves Jeuland zeigt in seinem Portrait, wie treffend diese Beschreibung ist.

Er gehörte zu jenen Schauspielern, die mit Mimik und wenigen Gesten überzeugten. Das breite Publikum liebt ihn, und doch war er immer wieder in exzentrischen Autorenfilmen zu sehen: die französische Kino-Ikone Michel Piccoli. Experimentierfreudig schlüpft Piccoli in seiner 70-jährigen Karriere im Theater, Film und Fernsehen immer wieder in neue Gewänder.

Ob als leidenschaftlicher und romantischer Liebhaber, eiskalter Mörder oder verzweifelter Künstler – Piccoli hat unzählige Rollen gespielt.

Diese Filme mit und über Michel Piccoli könnt ihr aktuell auf arte.tv sehen

Er gab häufig den Typ des kultivierten Großbürgers, hinter dessen gutaussehender Fassade Abgründe und Geheimnisse lauern. "Piccoli ist der einzige Schauspieler, der aussieht wie Don Juan, aber auch Dreckskerle spielt", sagte Regisseur Claude Sautet einmal über Piccoli.

Michel Piccolis Weg vom Theater zur Filmikone

Piccoli ist der Sohn einer Musikerfamilie italienischer Herkunft. Sein Vater war Violinist, seine Mutter Pianistin. Mit 18 Jahren, nach einem Schauspielstudium, folgten Auftritte an verschiedenen Bühnen und ab 1960 bewegende Filme mit Leinwandstars wie Brigitte Bardot, Romy Schneider und Regisseuren wie Alfred Hitchcock, Luis Buñuel und Jean-Luc Godard.

Zu Ehren Piccolis zeigt ARTE bis zum 22. Juli 2020 die Dokumentation von Yves Jeuland „Der erstaunliche Monsieur Piccoli “ in der arte.tv-Mediathek. Die Dokumentation beleuchtet die Laufbahn des Schauspielers anhand der Werke von Luis Buñuel, Marco Ferreri und Claude Sautet. Die drei Cineasten, die das Kino der 70er und 80er Jahre revolutionierten, waren enge Freunde und filmische Wegbegleiter Piccolis.

Michel Piccoli in Das große Fressen

70 Jahre Gewagtheiten

Die Dokumentation auf ARTE zeigt Archivaufnahmen und Ausschnitte aus Klassikern und Skandalfilmen wie etwa Das große Fressen oder Themroc. Das Porträt beschreibt einen großartigen Künstler, der immer auf der Suche nach neuen Abenteuern war, der sein Publikum immer wieder mit seinen Gewagtheiten, Farcen und Extravaganzen überraschte.

Michel Piccoli starb am 12. Mai 2020 im Alter von 94 Jahren. ARTE ehrt den großen Schauspieler mit dieser kleinen Reihe.

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