HBO-Film in der Presse

Kritiker rupfen Al Pacinos Dr. Death

23.04.2010 - 13:00 Uhr
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Al Pacino als Dr. Death
© HBO
Al Pacino als Dr. Death
Wie gut oder wie schlecht You Don’t Know Jack in der US-Presse ankam, könnt Ihr bei uns erfahren. Al Pacino spielt in dem Biopic über Dr. Jack Kevorkian die Hauptrolle und musste sich gestern den Kritikern stellen.

Der Fluch eines alten Mannes. Auch Al Pacino verändert sich und mit ihm die Filme, die er sich aussucht. Im Biopic Ein Leben für den Tod auf HBO spielt er den als Dr. Death bekannt gewordenen Dr. Jack Kevorkian. Der Film beginnt, als Jack 61 Jahre alt war. In diesem Alter begann der Verfechter der Sterbehilfe mit seinem Kreuzzug und Kevorkians Wille, totkranken Menschen Alternativen zu ihrem Leid zu geben, wurde zum riesigen Medienereignis. 1999 wurde Dr. Death wegen Todschlag zu 25 Jahren Haft verurteilt und wurde 2007 auf Grund seiner unheilbaren Hepatitis C-Erkrankung vorzeitig entlassen.

Wir berichteten bereits über den neuen Al Pacino -Film auf HBO am 19. April. Wie der Film und die Performance des Ausnahmeschauspielers in den USA ankam, zeigen wir euch in einem Presseüberblick. Als zum Beispiel John P. Hanlon von Big Hollywood den Film Ein Leben für den Tod sah, betrachtete er ihn besonders aus der Sicht des Publikums und kritisierte fehlende Erklärungen zu den Figuren. “Die größte Enttäuschung, die ich mit dem Film hatte, ist, dass er keine Einblicke in die Hauptfiguren bietet – Kevorkian eingeschlossen. Das Publikum versteht, was Kevorkian tatsächlich getan hat, aber es gibt keine Diskussion darüber, warum er so besessen davon war, Leute zu helfen, ihr Leben zu beenden. Das Publikum versteht nicht, wer Dr. Jack Kevorkian wirklich ist und für was er steht, abgesehen von seinem Glauben, dass Ärzte in der Lage sein sollten, ihren Patienten dabei zu helfen, sich selbst zu töten.”

Lücken in der Darstellung der Person des Dr. Death stören Randee Dawn vom Hollywood Reporter besonders: “Das ist der zentrale Makel von Jack – eine Lücke des inneren Verständnisses. […] Stattdessen sind wir wie Sarandon’s Janet Good und flehen Jack an unserem Todesbett an, uns doch etwas über sich selbst zu erzählen. Am Ende haben wir aber kein größeres Verständnis für ihn als am Anfang.”

Wenigstens Tony Dayoub lässt auf cinema viewfinder dem Film Ein Leben für den Tod ein paar Federn an dem Film: “Es ist wahrscheinlich der meist erinnerungswürdige Film von Regisseur Barry Levinson seit Wag the Dog – Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt (1997). Aber der wahre Triumph gehört dem fantastischen Al Pacino (”Carlito’s Way (Carlito’s Way)“:/movies/carlito-s-way), der als Dr. Jack Kevorkian seine nuancierteste Performance in fast 20 Jahren abgibt.”

Ob und wann wir den Film in Deutschland sehen werden, wurde noch nicht bekannt gegeben. Schaut euch unser Fernsehprogramm an, um zu sehen, was euch sonst am Wochenende erwartet.

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