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Hafen im Nebel - Poetischer Realismus in Carnés 30er Jahre-Klassiker

01.02.2015 - 09:05 UhrVor 6 Jahren aktualisiert
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Jean Gabin und Michèle Morgan in Hafen im NebelAbspielen
© Arthaus Filmverleih
Jean Gabin und Michèle Morgan in Hafen im Nebel
Regisseur Marcel Carné schuf zusammen mit seinem Schauspiel-Favoriten Jean Gabin mehrere große Werke der Vorkriegsgeschichte. Darunter auch Hafen im Nebel, in dem ein junger Kriegs-Deserteur im französischen Le Havre der 1930er das Glück verfolgt.

Was braucht es, um glücklich zu sein? Klamotten, ein bisschen Geld, einen Ausweis und natürlich einen Hund. All das findet der junger Deserteur Jean (Jean Gabin) schon kurz nach seiner Ankunft in der französischen Hafenstadt Le Havre. Mit seinen neuen Gütern, die ihm ein lebensmüder Dichter vermachte, plant er seine Weiterreise nach Venezuela. Zuvor trifft er jedoch noch auf die junge und attraktive Nelly (Michèle Morgan), die es mit den Männern nicht immer leicht hat. Sei es nun ihr Freund Maurice, ihr Beschützer Zabel (Michel Simon) oder der Gangster Lucien (Pierre Brasseur), welchem Jean später Manieren beibringen muss. Bevor das Schiff nach Venezuela abfährt, planen Jean und Nelly, sich wiederzusehen. Doch da hat Lucien noch ein Wörtchen mitzureden.

Marcel Carné ist einer der bedeutendsten französischen Regisseure der Vorkriegszeit. Hafen im Nebel ist seine erster Film mit Jean Gabin in der Hauptrolle und stellt den Beginn einer erfolgreichen Zusammenarbeit dar. Carné wird vor allem für den poetischen Realismus gelobt, den seine Inszenierungen einfangen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelang es ihm jedoch nicht, an seinen früheren Erfolg anzuknüpfen.

Moviepilot filmschauer  schreibt über Hafen im Nebel:

Die von Carné erzählte Geschichte ist eigentlich sehr simpel, aber formal einfach wunderschön umgesetzt und völlig kitschfrei erzählt - wie man es bei einem Exemplar der französischen Realismuswelle aus den 30ern fast schon erwarten könnte. Die Dramatik steigt natürlich, je weiter sich Jeans netteren und widrigeren Bekanntschaften entwickeln. Von einem Ende dieser Art ist man dennoch ergriffen. Wenn ein Film das nach so einer langen Zeit immer noch ohne jede Einschränkungen schafft, dann hat er ganz, ganz viel richtig gemacht.
  • Was? Hafen im Nebel
  • Wann? 20:15 Uhr
  • Wo? arte

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