Game of Thrones-Finale: Für die unfassbare Zerstörung gibt es jetzt die logische Erklärung

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Game of Thrones sorgte mit der 8. Staffel für reichlich Diskussionsstoff. Noch vor der Auflösung um den Eisernen Thron sorgten die Showrunner David Benioff und D.B. Weiss mit der Episode Die Glocken für eines der kontroversesten Ereignisse der jüngeren Seriengeschichte. Vorsicht, ab jetzt folgen Spoiler zum Game of Thrones-Finale!

  • In Folge 5 der 8. Staffel zerstört Daenerys mit ihrem Drachen Drogon Königsmund.
  • Wie geht das überhaupt? Immerhin ist die Stadt nicht aus Holz gebaut.
  • Ein Wissenschaftler liefert die nötige Erklärung, tatsächlich ist die Verbrennung von Königsmund absolut logisch.

Physiker erklärt, wie ein Drache Königsmund abfackeln kann

Obwohl sich Königin Cersei (Lena Headey) und ihre Armee bei der Verteidigung von Königsmund ergeben, entschließt sich Daenerys (Emilia Clarke), mit ihrem letzten verbliebenen Drachen Drogon die Stadt in Schutt und Asche zu legen und tausende unschuldige Einwohner in den Tod zu schicken. Der Schock der Zuschauer war Benioff und Weiss damit sicher, nicht aber der Zuspruch der Fans.

Im Gegenteil: Die 5. Folge der Finalstaffel sorgte für einen zuvor so noch nicht dagewesenen Shitstorm, nur zwei Folgen verzeichnen innerhalb der Serie eine niedrigere IMDb-Bewertung (die übrigens auch zur 8. Staffel gehören). Dass die Hoffnungsträgerin Daenerys innerhalb kürzester Zeit zur Massenmörderin verkommt, traf zahlreiche Fans schwer.

Doch ist es überhaupt möglich, mit einem einzelnen Drachen ein derartiges Massaker anzurichten? Natürlich speit Drogon jede Menge Feuer, doch reicht das, um eine ganze Metropole einzuäschern?

Die 8. Staffel fiel immerhin durch unzählige Logikfehler auf, selten ergab Game of Thrones zuvor so wenig Sinn wie in gewissen Momenten der finalen Episoden. Doch was die Zerstörung von Königsmund angeht, dafür gibt es jetzt eine logische und wissenschaftliche Erklärung.

Müsste Stein nicht gegen Feuer immun sein?

Nahezu alle Gebäude in Königsmund sind aus Stein gebaut, ein bekanntlich nicht brennbarer Stoff. Denn Gesteine sind nichts anderes als bereits verbrannte Minerale wie Quarz oder Dolomit. Und ein zweites Mal oxidieren kann ein Stoff in der Regel nicht.

Der Astrophysiker Neil DeGrasse Tyson verriet nun gegenüber Insider, warum das auf Stein erbaute Königsmund im Game of Thrones-Finale trotzdem sichtbar im flammenden Inferno versinkt.

So gehen die Bauwerke nicht an den eigentlichen Flammen zugrunde, sondern explodieren in Wirklichkeit. Der Drache Drogon verbrennt die Stadt nicht, er bombardiert sie. "Wenn man einen kleinen Teil Luft nimmt und ihn sofort erhitzt, ist es eine Bombe", erläutert Neil DeGrasse Tyson. "Denn das sind Bomben. Sie sind sich rapide ausdehnende Luft, die in einer Schockwelle mündet."

Dass Königsmund aus Gestein besteht, mache nichts, wie Tyson meint. Denn das Drachenfeuer erhitze nicht diese, sondern die Luft, wodurch alles letztendlich gesprengt wird. "Diese heiße Luft wird in einem katastrophalen Maß ausgedehnt und lässt alles explodieren", so der Wissenschaftler.

Jetzt verstehen wir auch, wie zum Beispiel Harrenhal zur Ruine verkommen konnte. Das größte Schloss von Westeros wurde einst von Aegon Targaryen, dem Eroberer, und seinem Drachen Balerion ebenfalls durch Feuer zerstört.

Das Game of Thrones-Finale wäre damit um einen Logikfehler ämrer. Es bleiben aber noch genug weitere übrig, die einer Erklärung bedürfen.

Für welche Game of Thrones-Szene wünscht ihr euch eine wissenschaftliche Erklärung?

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