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Ende eines Praktikums: Vier glorreiche Erfahrungen zum Abschied

Napoleon, vollkommen geschafft nach drei Monaten Praktikum ;)
© Paramount
Napoleon, vollkommen geschafft nach drei Monaten Praktikum ;)
30.12.2018 - 09:00 UhrVor 2 Jahren aktualisiert
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Ich trat mein Praktikum bei moviepilot mit der Hoffnung an, wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Nun sind die drei Monate wie im Fluge vergangen und es gibt zum Abschied Erhellendes zu berichten.

Ich kam zu moviepilot, um den Beruf des Online-Redakteurs und nach meiner langen Tätigkeit für einen Automobilzulieferer ein zweites Unternehmen kennenzulernen, neue Bekanntschaften zu machen und mich für längere Zeit im Großstadtdschungel zu bewähren. Alle vier Erfahrungen habe ich gemacht und zum Abschied meines dreimonatigen Praktikums möchte ich diese kurz mit euch teilen.

Vom Softwareentwickler zum Online-Redakteur

Nachdem ich viele Jahre Software entwickelt hatte, war ich es gewohnt acht Stunden am Tag vor dem Bildschirm zu sitzen. Jedoch sind die Anforderungen an einen Online-Redakteur noch mal ganz andere. Entsprechend lehrreich empfand ich mein Praktikum. Vom ersten Tag an lernte ich jeden Tag etwas Neues. Angefangen beim Redaktionseditor, das Recherchieren, das suchmaschinenoptimierte Schreiben von News und längeren Artikeln, die Bildbearbeitung bis hin zur Datenbankpflege lernte ich viele spannende Aspekte des redaktionellen Arbeitens kennen. Und das alles rund um mein geliebtes Thema Filme und Serien.

Zu erfahren wie man in einer Redaktion über diese Medien nachdenkt, um Textideen zu generieren, war alleine schon äußerst bereichernd. Entsprechend viel Spaß machten mir alle Redaktionssitzungen, in die man sich jederzeit einbringen konnte. Dass alle eigenen Texte, natürlich korrigiert, auf die Community losgelassen wurden und man nicht für die Schublade schrieb, trug dazu bei, sich als echtes Mitglied der Redaktion zu fühlen. Schließlich war das i-Tüpfelchen die Möglichkeit auch als Praktikant Pressevorführungen besuchen zu dürfen. Nach meinen drei Monaten bin ich nun umso motivierter mein vorhandenes Film- und Serienwissen in Tiefe und Breite auszubauen.

Spider-Man

Von der Automobilzulieferindustrie in die Medienbranche

Vor meinem Studium, das Praktikum ist ein verbindlicher Teil davon, arbeitete ich viele Jahre und ausschließlich für einen internationalen Technikkonzern mit ca. 400.000 Mitarbeitern. Alleine der Standort, an dem ich tätig war, wies 8000 Arbeiter und Angestellte auf. Daher war es für mich wahnsinnig interessant ein anderes Unternehmen in einer ganz anderen Branche und Größe kennenzulernen. Die Atmosphäre im Büro war hervorragend. Ich fühlte mich sofort als Mitglied des Redaktionsteams aufgenommen. Es gab einige Extras, wie freie Getränke, Obst und Räumlichkeiten, die auch nach Feierabend für Veranstaltungen unter den Angestellten genutzt werden durften.

Sämtliche Mitarbeiter waren äußerst engagiert und man wurde stets ermutigt sich vielfältig einzubringen. Auch die Diskussionskultur habe ich als sehr positiv empfunden. Um der Lobhudelei noch einen kleinen Wermutstropfen entgegenzusetzen, möchte ich den Umstand erwähnen, dass es mir teilweise schwer gefallen ist, mich in der Geräuschkulisse eines Großraumbüros zu konzentrieren. Da das Arbeiten an Texten höchste Konzentration erfordert, hätte ich je nach Tagesform mehr Ruhe als hilfreich empfunden.

Interstellar; Aubruch in neue Gefilde

Überall nette Menschen

Wenn man sich in ein neues berufliches Umfeld begibt, lernt man viele neue Menschen kennen. Entsprechend gespannt war ich, herauszufinden, wie der Durchschnittsberliner auf einen Franken reagiert, der seinen Dialekt nie ganz ablegen konnte. Überrascht stellte ich fest, dass viele im Büro selbst keine gebürtigen Berliner sind, auch einige Exil-Bayern huschten durch die Flure. Die ausnahmslos netten Kollegen sind einer der Gründe, weshalb es schwer fiel nach nur wenigen Monaten schon wieder Lebewohl sagen zu müssen.

Nicht nur dass alle während der Arbeit ein offenes Ohr für Fragen und Probleme hatten und die gegenseitige Unterstützung und das positive Betriebsklima groß geschrieben wurde, auch nach Feierabend konnte ich mich über viele gemeinsame Aktivitäten freuen. So kamen einige Filmabende in den Berliner Lichtspielhäusern oder im firmeneigenen Kino, eine spontane Feier auf der Dachterrasse, eine Geburtstagsfeier, ein Spieleabend und sogar eine Jause (wer nicht weiß was eine Jause ist, muss wie ich selber googeln) mit anschließendem Weihnachtsmarkt-Besuch zustande. So war die Arbeitszeit samt Mittagspause und häufig die Zeit danach auch in sozialer Hinsicht eine tolle Erfahrung.

Stromberg

Vom kleinen Dorf in die große Stadt

Ich bin in einem 200-Seelen-Dorf aufgewachsen, habe zwischendurch in einer Kleinstadt und in verschiedenen Ländern gelebt und wollte nun, abgesehen von Städtereisen, die Erfahrung machen, wie es ist, sich in einer Großstadt auch im Alltag durchzuschlagen. Ich kannte Berlin schon vorher recht gut. Doch ist es etwas anderes, für ein paar Tage zu Besuch zu sein oder für mehrere Monate hier zu leben.

Negativ fiel mir dabei der Müll auf den Straßen, insbesonderen die vielen zerbrochenen Flaschen, die häufig zu Tage tretenden Unterschiede zwischen Arm und Reich, sich in S-Bahnen übergebende Säufer, der permanente Straßenlärm vor meiner Wohnung und die vielen Menschen in der Rush Hour auf. Demgegenüber standen die Vitalität der Stadt, deren gut funktionierende öffentliche Verkehrsmittel - ich kam nur einmal wegen eines Warnstreiks zu spät - die fantastischen Essensmöglichkeiten, die kulturelle Vielfalt samt der gelebten offenen Gesellschaft, die große Auswahl an tollen Kinos und Veranstaltungen und natürlich die Tatsache ein spannendes Praktikum finden zu können.

Blade Runner 2049

So kann ich wahrhaftig behaupten, dass mein Praktikum, wenn auch kurz, eine grandiose Erfahrung war, die mir bei meinem weiteren Lebensweg sicher noch hilfreich sein wird. Abschließend möchte ich mich noch ganz herzlich bei allen Kollegen bedanken, die einen großen Anteil am Gelingen meines Praktikums hatten: Ines, Jenny J., Antje, Christoph, Esther, Hendrik, Matthias, Laura, Andrea, Maike, Patrick, Maximilian, Jenny U., Max und Rebecca, vielen Dank und auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen.

Welche Erfahrungen habt ihr bei diversen Praktika gesammelt?

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