Black Panther wird der James Bond unter den Marvel-Filmen, sagt Ryan Coogler

Black Panther
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Gestern berichteten wir von den spektakulären Zahlen, die Black Panther im Kartenvorverkauf in den USA erzielen konnte. Der neue Film aus dem Marvel Cinematic Universe schlägt große Wellen, bevor er überhaupt im Kino angelaufen ist. Doch auf was dürfen wir uns eigentlich gefasst machen, wenn Chadwick Boseman sein erstes Solo-Abenteuer als titelgebender Superheld erlebt? Im Interview mit Fandango gibt Regisseur Ryan Coogler diverse Filme und Genres preis, die seine Arbeit an Black Panther inspiriert haben. Unter anderem dürfen wir uns auf den James Bond der MCU-Filme gefasst machen.

Marvel-Filme wie The First Avenger: Civil War oder zuletzt Thor 3: Tag der Entscheidung haben Elemente eines anderen Genres integriert, etwa die eines Politthrillers oder Road Movies. Auf die Frage, ob ähnliches in Black Panther geschieht, antwortet Ryan Coogler wie folgt:

Ich glaube, es gibt einige [dieser] Elemente. [Black Panther] ist ein bisschen Spionagethriller. Er ist ein bisschen Familiendrama. T'Challa [aka Black Panther] arbeitet darin mit seiner Familie zusammen, es gibt also definitiv auch Familien-lastige Elemente. [...] Als politisches Drama funktioniert [der Film] ebenso.

Ob der Vergleich mit Filmen wie James Bond und Der Pate akkurat sei, der vorab immer wieder die Runde machte, will Fandango weiter wissen:

Ja, definitiv mit James Bond. Es verhält sich ähnlich wie bei Captain America 2: The Return of the First Avenger. Wir wurden definitiv von den Thrillern der 1970er Jahre beeinflusst.

In Captain America 2: The Return of the First Avengers war das Paranoia-Kino der 1970er als Einfluss zu erkennen, nicht zuletzt durch das Casting von Robert Redford, der zuvor in Klassikern des Genres wie Die drei Tage des Condor zu sehen war.

Später ergänzt Ryan Coogler im Gespräch seine James Bond-Aussagen und erweitert den Rahmen auch auf die 1960er Jahre. Insbesondere die Erstsichtung von James Bond 007 - Goldfinger hat ihn sehr beeindruckt, wie er zu Protokoll gibt:

Ich habe Goldfinger zum ersten Mal gesehen und fand es wirklich interessant, wie geschickt James Bond in diesem Film agiert.

Wenn wir uns die James Bond-Filme jener Jahre anschauen, kommen von Dr. No und Liebesgrüße aus Moskau bis hin zu Moonraker diverse Einträge als Inspiration infrage. Gleichzeitig wirken die bisher veröffentlichten Trailer zu Black Panther ebenfalls so, als hätten die Brosnan-Bonds in puncto Gadgets und Co. eindeutige Spuren hinterlassen, wenngleich Ryan Coogler ausdrücklich betont, dass er die neuen Bonds bei seiner Recherche ausgelassen hat.

Mit James Bond ist die Inspirationsquelle aber noch nicht versiegt. Ryan Coogler offenbart, dass er sich vor jedem Filmprojekt verschiedene Filme anschaut, um sich darauf vorzubereiten. Sein Lieblingsfilm? Ein Prophet nennt Ryan Coogler an dieser Stelle und erzählt ebenfalls davon, wie Jacques Audiards Cannes-Gewinner in Black Panther zur Geltung kommt. So seien die geheimen Gesellschaften und das Thema kultureller Bindungen dafür ausschlaggebend gewesen. Ein Motiv, das sich auch in Francis Ford Coppolas Werken aus den 1970er Jahren widerspiegelt, mit deren Studium sich Ryan Coogler ebenfalls beschäftigt hat.

Black Panther feiert seinen deutschen Kinostart am 15.02.2018.

Was glaubt ihr, was sich Black Panther alles bei James Bond abschauen könnte?

moviepilot Team
Beeblebrox Matthias Hopf
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