Lommbock - Das sagen die Kritiker zur Lammbock-Fortsetzung

Moritz Bleibtreu in Lommbock
© Wild Bunch/Central Film
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"Alles ist in Bewegung, um zu leben genügt es vorwärts zu gehen, gerade aus zu gehen, auf alles zu, das man liebt" (Alphaville)

In der Komödien-Fortsetzung Lommbock treffen sich die Freunde Kai (Moritz Bleibtreu) und Stefan (Lukas Gregorowicz) fünfzehn Jahre, nachdem sie in Lammbock Pizza mit Marihuana als Beilage auslieferten, wieder. Doch die Zeit ist nicht spurlos an den einstigen Kiffern vorbeigingen. Kai arbeitet immer noch als Gastronom und sogar noch in denselben Räumen, doch läuft sein neuer Asia-Imbiss ohne Drogendeals und daher erfolglos. Stefan hingegen kommt nur aus Dubai zurück, um den nötigen bürokratischen Papierkram für seine bevorstehende Hochzeit mit einer reichen Erbin zu erledigen und trifft dabei auf seinen alten Kumpel.

Christian Zübert übernahm wie für den ersten Teil die Regie und schrieb das Drehbuch. Neben dem Duo Moritz Bleibtreu und Lukas Gregorowicz sind auch wieder Wotan Wilke Möhring als Hippie mit Tourette-Syndrom und Elmar Wepper als Herr Becker in der Komödie zu sehen. Zum Start von Lommbock haben wir für euch einen Blick auf die Kritiken zum Film geworfen.

Zunächst die harten Fakten zu Lommbock:

  • 7 Kritikerbewertungen mit einem Durchschnittswert von 6,1
  • 78 Community-Bewertungen mit einem Durchschnittswert von 6,6
  • 6 Kritiken und 17 Kommentare
  • 0 x Lieblingsfilm und 0 x Hassfilm
  • 217 Vormerkungen, 5 sind nicht interessiert

Das sagen die Kritiker zu Lommbock:

Doris Kuhn rezensiert die Komödie für den Filmdienst folgendermaßen:

Manchmal gibt es lupenreine Verweise auf den ersten Film, weshalb 'Lommbock' in diesen Sequenzen genau das ist, was das Kiffer-Genre verlangt: ein leichtfertiger Blödsinn, der gemächlich in ziemlich albernen Blödsinn ausufert. Die Protagonisten sitzen in ihrem alten Laden, auf ihrer alten Couch, entwickeln bizarre Theorien zur Lage des Patriarchats oder lassen ferngesteuerte Spielzeughubschrauber abstürzen. Wenn Bleibtreu und Gregorowicz hier Gras rauchen, wirkt das altmodisch, aber lustig. Die Gegenwart tritt ein, wenn ihre Smartphones zur Ordnung rufen. Das gab es früher nicht.

Jörg Taszman vom Deutschlandradio Kultur lobt den Unterhaltungswert des Films:

Regisseur Christian Zübert hat mit 'Lommbock' einfach einen tiefenentspannten Unterhaltungsfilm hingelegt, den man sich gerne ansieht. Zu den richtig guten Ideen gehört es, wenn alle Bekifften nach einem Joint plötzlich nur noch Polnisch miteinander reden, obwohl sie es unbekifft gar nicht beherrschen. Das hat was mit der 'genmanipulierten Scheiße' zu tun, die sich neuerdings im Stoff befände, nörgelt Kai.

Manfred Riepe von EPD Film zeigte sich enttäuscht von Lommbock:

Wie im ersten Teil ist die Story nicht abendfüllend. Mit ihrem zugedröhnten Kopf glauben die beiden Haschischraucher, Kais Sohn sei in die Salafistenszene angedriftet. Der Versuch, die Emirate und die islamistische Bedrohung mit 'coolen' Witzen zu verulken, wirkt so bemüht wie Kais pädagogische Anstrengung, den Jugendjargon seines Sohnes zu imitieren. Mit der Thematisierung aktueller Kommunikationsformen wie Skype und YouPorn biedert sich der Film einer jungen Zielgruppe an. Das wirkt aber alles wie aus zweiter Hand. Nach Christian Züberts Sterbedrama Hin und weg und Ein Atem, dem bemerkenswerten Doppelporträt zweier Frauen aus Athen und Frankfurt, ist Lommbock eher ein Beispiel für die Art von deutschem Kino, die man weniger braucht.

Elmar Krekeler von der Welt findet Lommbock im Vergleich zum Vorgänger aus verschiedenen Gründen besser:

Die Farben sind aber besser. Die Schnitte sitzen endlich. Es gibt Subplots mit Entwicklung. Statt Kotze passiert was mit Sperma. Ansonsten lacht man selten unter jeglichem Niveau. Und die Sportfreund Stiller sind auch nicht dabei.

Fred Duran von der Augsburger Allgemeinen ist der Ansicht, dass Lommbock trotz konstruierter Geschichte großteils funktioniert:

Zugegeben: Die Story ist von der Hochzeitsplanung in Dubai über voreheliche Drogenpinkeltests bis zur obligatorischen Ladung Stoff, die verloren geht, hoffnungslos überkonstruiert. Aber zwischen all den obskuren Plotwendungen funktioniert der Film als Revival-Komödie ganz ordentlich.

Fazit zu Lommbock:

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Kritiker geteilter Meinung über Lommbock sind. Zwar finden sie gute Ideen in der Komödie, doch wirkt sie ihnen stellenweise zu konstruiert und albern. Die Fortsetzung scheint jedoch für Fans des ersten Teils ein Muss, da sich liebevolle Anspielungen auf Lammbock finden und insbesondere Moritz Bleibtreu vom Cannabis betäubt in ausschweifenden Monologen erneut sein Können unter Beweis stellt.
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