Chile kann mehr

Hängende Mundwinkel im Putzfrauenmetier

La Nana
© Elephant Eye Films
La Nana

La nana – Die Perle erzählt die Geschichte vom Dienstmädchen Raquel, das seit 20 Jahren in einem wohlhabenden chilenischen Hauhalt arbeitet und sich selbst neu kennenlernt. La nana – Die Perle ist ein Mikrokosmos von südländischer Hierarchie, der sich auch auf die Reise einer Frau fixiert, die sich selbst von den Fesseln ihrer Umgebung lösen will.

Das chilenische Drama von 2009 lief das erste Mal beim 25th Annual Sundance Film Festival. La nana – Die Perle war für den Golden Globe nominiert und vor allem Hauptdarstellerin Catalina Saavedra ist für die zahlreiche positive Kritik verantwortlich. Sie erhielt mehrere Preise als beste Darstellerin und beste Newcomerin. Laut dem National Board of Review ist La nana – Die Perle einer der fünf besten fremdsprachigen Filme des Jahres 2009.

Barbara Weitzel von der Berliner Zeitung lobt “die rührende Wirkung der Sachlichkeit, die seine großartigen Schauspieler so ungeschminkt, unwirsch und mithin unfreiwillig komisch ausstrahlen wie der ganze Film.”

Walter Gasperi von kultur-online.de hat etwas zur Cinematographie zu sagen: “Die Nähe der Handkamera, der – abgesehen vom Ende – Verzicht auf Musik und auf eine dramatische Geschichte sowie die weitgehende Beschränkung auf das Leben im Haus verleihen La nana – Die Perle große Geschlossenheit und Dichte.”

Abschließend ist Dunja Bialas von artechock.de eine der wenigen, die sich kritisch äußerte: "Wer gerne über 90 Minuten herunterhängende Mundwinkel sehen möchte, dem sei dieser Film angeraten, ansonsten empfiehlt es sich hier eher wegzusehen. Die “Nana” Raquel, also das Hausmädchen, um das es hier geht, hat kein eigenes Leben, ist vertrocknet und Gefangene ihrer eigenen Regeln."

La nana – Die Perle von Sebastián Silva ist ab dem 17. Juni 2010 in Deutschland im Kino zu sehen. Hier für euch ein paar bewegte Bilder:

Wenn ihr wissen wollt, in welchem Kino bei euch geputzt wird, schaut doch mal in unser Kinoprogramm.

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Ab 26. September im Kino!Gelobt sei Gott