Dschungelcamp 2016 – Das erwartet uns in Staffel 10

Im Dschungefieber: Daniel Hartwich und Sonja Zietlow.
© RTL / Stefan Gregorowius
Im Dschungefieber: Daniel Hartwich und Sonja Zietlow.
15.01.2016 - 08:50 UhrVor 2 Jahren aktualisiert
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Mit der heute startenden Jubiläumsstaffel feiert das Dschungelcamp 2016 zehn Mal grüne Promihölle. Verziehen sind die Fehler des letzten Jahres, vergessen das unkluge Verhalten der Anrufer. Lasst die Liebe in euer Herz, es ist Dschungelzeit!

Zuletzt enttäuschte Ich bin ein Star - Holt mich hier raus selbst beinharte Dschungelfreunde. Wenn Kandidaten sich beharrlich wehren, eine halbwegs gute Show abzuliefern, gerät auch mal das beste Format des deutschen Fernsehens aus der Spur. Zu allem Überfluss schickten RTL-Anrufer mit Walter Freiwald den einzigen Promi vorzeitig nach Hause, der die Stärken der Show sich und uns zuliebe auszunutzen verstand. "Man darf bei allem Spaß nicht vergessen, dass das ein Job ist", resümiert der neben Micky Beisenherz als IBES-Stammautor tätige Jens Oliver Haas  die Unmotiviertheit der Dschungelbewohner im letzten Jahr. "Die bekommen viel Geld für die zwei Wochen und können noch mehr verdienen, wenn sie sich gut anstellen. Das aber war Arbeitsverweigerung". Zugegeben: Eine solche Unvorhersehbarkeit hat andererseits natürlich ihren ganz eigenen Reiz. So sehr sich RTL bei der Wahl der Kandidaten um einigermaßen zuverlässige Spannungen bemüht, so wenig lassen sich die Dynamiken im Dschungelcamp steuern. Mögen die Grenzen des Formats auch eng abgesteckt sein, bleibt es letztlich doch immer sich selbst überlassen. Und das ist gut so.

Neue Regeln für Staffel 10

Zum großen Jubiläum hat RTL trotzdem verständliches Interesse daran, die Wahrscheinlichkeit einer Wiederholung vergangener Kandidatenfehler zu minimieren. Erstmals verordneten die Produzenten für Staffel 10 eine Kontaktsperre , die vorherige Absprachen zwischen den Campbewohnern in spe unterbinden soll. Der zur Einstimmung auf harte Pritschen und Nahrungsverzicht gerade nicht geeignete (und deshalb so schön sardonische) Aufenthalt im Nobelhotel Palazzo Versace wurde gestrichen und gegen eine getrennte Unterbringung der Kandidaten in umliegenden Herbergen ersetzt. Nach Australien seien diese demzufolge nicht als Gruppe, sondern einzeln geflogen worden, damit es statt erster Kennlernrituale gleich eine Art Schockbegegnung im Dschungelcamp gibt (als ob sich die Bagage aber nicht ohnehin schon auf zahllosen Autohauseröffnungen und Modeschmuckpräsentationen über den Weg gelaufen wäre!). Eine Premiere bildet außerdem die erhöhte Anzahl der Bewohner: Jürgen Milski war eigentlich als Ersatzkandidat vorgesehen, kämpft aber nun gemeinsam mit 11 weiteren Prominenten um die Dschungelkrone.

Die Schwergewichte

Brigitte Nielsen – Dschungelkönigin 2012 – "qualifizierte" sich in der letzten Sommer ausgestrahlten Sonderausgabe der Show  für den sogenannten Wiedereinzug ins Camp. Bei ihrer damaligen Teilnahme an der sechsten Staffel galt sie schon im Vornherein als haushohe Favoritin und dürfte auch dieses Jahr nur schwer zu entthronen sein. Denn mit der publikumswirksamen Mischung aus vom Leben gezeichneter Härte und nötiger Sensibilität verkörpert die auch international dschungelerprobte Nielsen nach wie vor das Idealbild eines IBES-Promis: Eigentlich ganz unten, aber doch auf seltsame Art über den Dingen. Sehr geschickt ist sie jedenfalls darin, ihrer Mitwirkung eine gewisse Grandezza zu verleihen, und sicherlich ist sie die einzige jemals von Deutschland entsandte Kandidatin, die Dschungelarzt Dr. Bob nicht erst vorgestellt werden musste. Gegen solche strategischen Vorteile sehen die diesjährigen Schwergewichte Gunter Gabriel, Thorsten Legat und Rolf Zacher buchstäblich alt aus: Wer es wie Brigitte Nielsen bereits erfolgreich mit Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone aufzunehmen wusste, gilt eigentlich in jeder Hinsicht als unschlagbar.

Gunter Gabriel, Thorsten Legat und Rolf Zacher

Unterschätzen sollte man Nielsens männliche Konkurrenz allerdings nicht. Gunter Gabriel absolvierte seine Promotermine mit Jogginghosen und betonte verdächtig oft, in was für einer ehrlichen Haut er stecke ("Ich bin für viele Leute unerträglich, das kann sein."). Wenn er sich als gemütlicher Camp-Papa und Weisheit mit raubeinigem Charme inszeniert, stehen die Chancen aufs Finale gar nicht mal schlecht für ihn – zumindest so lange er in kein "Krokodieselfuß"-Gate verwickelt wird. Vor Ex-Fußballprofi Thorsten Legat muss man hingegen schon deshalb Angst haben, weil sein Auftritt beim Promiboxen  zu den nachhaltig verstörenden Momenten der jüngeren Fernsehgeschichte zählt. Er wird sich im Camp gleichermaßen von seiner cholerischen wie verletzlichen Seite präsentieren und gewiss auch die reuige Gefühlskarte spielen (Promo-Statements: "Ich habe vor nichts Angst, ich bin ein Kämpfer" und anderes Blabla). Solche Manöver sind Sleaze-Maestro Rolf Zacher glücklicherweise zuwider. Der diesjährige Dschungelcamp-Älteste hat die Show eigenen Angaben zufolge noch nie gesehen. Was sicherlich komplett gelogen, aber trotzdem ganz geil ist.

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