Dragon Ball Super - Son Gokus Rückkehr im Serien-Check

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Dragon Ball Super
04.09.2017 - 08:50 UhrVor 3 Jahren aktualisiert
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Son Goku ist zurück! Endlich gehört dem mutigen Sayajin wieder der Fernsehbildschirm. Wir haben uns die erste Folge von Dragon Ball Super angesehen, bei der Nostalgie direkt neben der Einführung gehuldigt wird.

Unseren Serien-Check zu Dragon Ball Super haben wir bereits anlässlich der Premiere auf Fuji TV geschrieben. Ab dem heutigen Tag ist die 1. Staffel der neuen Dragon-Ball-Serie auf ProSieben MAXX in Deutschland zu sehen.

Vorspann. Es scheint, als wären allerhöchstens zwei Tage vergangen, seit Son Goku und Uub mir zugewinkt haben und zum Training davon geflogen sind. Schnell versuche ich noch einmal alles abzurufen, was mir Dragon Ball und Dragon Ball Z erzählt haben. Die anderthalb Minuten des Vorspanns reichen dazu leider nicht aus. Zum Glück muss es dies auch nicht, denn wie es sich für eine Folge aus dem Dragon Ball-Franchise gehört, erwartet mich ein ausführliches "Was bisher geschah". Und siehe da: Zunächst wird mir erzählt, dass Son Goku noch gar nicht mit dem kleinen Uub abgedüst ist. Wir setzen ca. zehn Jahre früher an. Um genau zu sein, sind in der Pilot-Folge Der Weltfrieden-Preis. Wer bekommt die 100 Millionen Zeni?! gerade sechs Monate vergangen, seit Majin Buu besiegt wurde. Und dann bin ich endlich drin in der Geschichte von Dragon Ball Super.

Eine friedliche Welt

Son Goku (Masako Nozawa) beackert ein Feld. Ehefrau Chichi (Naoko Watanabe) hat ihm dies aufgetragen, denn irgendwie muss ja Geld in die Kasse kommen. Vom Retten der Welt ist schließlich noch niemand reich geworden. Erst recht nicht, wenn der Rest der Erdenbewohner keine Ahnung davon hat, dass sie gerettet wurden. So geht es unserem Helden nämlich, denn durch die Dragon Balls haben alle Menschen den Stress vollkommen vergessen, den Majin Buu ihnen bereitet hat. Dementsprechend muss der Familienvater anders für das Wohl seiner Liebsten sorgen.

Son Goku bei der Arbeit

Dragon Ball Super liefert uns schon in der ersten Minute pure Nostalgie. Denn wenn Son Goku sein Mittagsmahl auspackt, erinnert sich jeder Fan an seine unfassbaren Fressattacken. Never change a winning gag. Auch sonst mutet die Folge an wie eine Version der allerersten Dragon Ball-Folge. Wir sehen alle Lieblinge in gewohnter Umgebung, jeder hat irgendetwas zu tun, aber nichts bewegt die Welt. Anders als bei amerikanischen Serien versucht uns der Anime nicht gleich mit Action und dem Ansatz für eine packende Storyline in den Bann zu ziehen, sondern setzt auf eine ruhige Einleitung. Da schauen wir auch gerne dabei zu, wie Videl (Yūko Minaguchi) ihren Angebeteten Son Gohan (ebenfalls Masako Nozawa) ein Buch schenkt und Son Goten (und noch einmal Frau Nozawa) und Trunks (Takeshi Kusao) Wasser holen. Das Leben in der Welt von Dragon Ball ist eben nicht nur Spannung.

Unheil bahnt sich an

Lord Beerus und Anhang

Wer jetzt jedoch denkt, dass alles genau so bleiben wird, kennt Akira Toriyamas Geschichten nicht. Von vielen Seiten wird unterschwellig auf etwas Großes hingearbeitet. Das spürt der gemeine Dragon Ball-Kenner in allen Ecken und Enden. Denn auf einem fernen Planeten sehen wir Lord Beerus (Kôichi Yamadera). Der Gott der Zerstörung sieht zwar aus wie ein violetter Mr. Bigglesworth , hat aber deutlich mehr zu bieten. Weil ihm das vorgesetzte Essen auf dem Planeten zu ölig ist, wird kurzerhand der halbe Himmelkörper in die Luft gejagt. Es ist wohl kaum anders denkbar: Sein nächster Halt ist mit großer Sicherheit die Erde. Auch die Kaios spüren das Unheil nahen. Riecht ihr auch schon den nächsten Kampf um die Existenz der Erde?

Willkommen zurück!

Im Prinzip ist der Pilot der Anime-Fortsetzung Futter für die Fans. Ein Wiedersehen mit diversen Figuren steht uns ins Haus. Wir bekommen schon in den 20 Minuten der ersten Folge Dragon Ball Super diverse Kurzauftritte, die uns zeigen, dass alle Charaktere dieselben geblieben sind. Bulma (Hiromi Tsuru) findet sich am allerschönsten, Chichi brüllt sich zum Oberhaupt der Familie, Muten Roshi (Masaharu Satô) macht einen anzüglichen Gag. Und Piccolo (Toshio Furukawa) beobachtet alles aus der Ferne. Wenn wir in der nächsten Folge Krillin und Vegeta zu Gesicht bekommen, dann ist alles wieder beim Alten.

Wieder mit dabei: Trunks und Son Goten

Die deutlich verbesserte Animation täuscht nicht darüber hinweg, dass Innovationen hier vergeblich gesucht werden. Aber seien wir einmal ehrlich: Wer von uns will das denn? Wenn eine Kultserie nach knapp 20 Jahren wiederbelebt wird, dann ist dies doch nur ein Produkt für das Fanherz. Hier wird niemand Neues abgeholt, was allerdings auch nicht das Ziel von Dragon Ball Super ist. Ich kann euch auch schon sagen, was sonst noch alles passiert: Es gibt große Kämpfe, es werden geliebte Charaktere sterben, manche von ihnen werden wiederbelebt, alle werden noch ein bisschen stärker und am Ende wird alles wieder gut. Dieser Bogen taucht in den Dragon Ball-Geschichten immer wieder auf. Halb so wild, denn mehr als ein paar coole Sprüche und rasante Kämpfe wollen wir auch nicht.

Dragon Ball Super enttäuscht keinen Fan. Sogar der Ansatz eines Kamehame-Ha war schon zu sehen. Da werden wir alle wieder 15 und halten unsere Arme in die Luft für die weltgrößte Genkidama. Denn Son Goku muss eines wissen: Auch seine Fans sind stärker geworden.

Freut ihr euch auf Dragon Ball Super?

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