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Die Filmanalyse zu Snitch

10.06.2013 - 00:00 UhrVor 6 Jahren aktualisiert
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Filmanalytiker mag Snitch
© Moviepilot
Filmanalytiker mag Snitch
Glaubt es oder nicht, aber der Filmanalytiker hat am neuen Dwayne Johnson Film, Snitch, gefallen gefunden.

Dwayne Johnson spielt in einem guten Film mit. Wer hätte das gedacht?

Snitch – Ein riskanter Deal von Ric Roman Waugh ist ein spannender Actionfilm, der eine interessante Botschaft für uns bereit hält. Es ist nicht so, daß Johnson versehentlich in diesen Film hineingeraten ist. Er eignet sich mit seinen beschränkten Möglichkeiten ohne jegliche psychologische Tiefe perfekt für die Rolle eines Akteurs, der keine Zeit hat zum endlosen Räsonieren, sondern schleunigst zum Akt übergehen muß.

Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit und auf einer ziemlich unerbittlichen Realität. Ein Junge begeht eine Dummheit. Er nimmt ein Päckchen eines Freundes an, das voller Drogen ist. Damit aber ist der den Drogenfahndern in die Falle gegangen. Sein „Freund“ hat ihn verpfiffen, um seine Haftstrafe zu mindern. Nun droht dem Filmsohn von Dwayne Johnson ebenfalls eine mindestens 10jährige Haftstrafe – wenn er nicht ebenso wie sein „Freund“ handelt und einen Dritten anschwärzt. Doch genau dieser juristischen Logik verweigert sich der aufrichtige Junge. Lieber nimmt er die Gefängnisqualen in Kauf. Dwayne Johnson versucht nun die Staatsanwältin von der Unschuld seines Sohnes zu überzeugen. Gesetz aber ist Gesetz und Ausnahmen gibt es bei ihr nicht; außerdem muss sie mit ihrer rigiden Drogenpolitik einen Wahlkampf gewinnen. Die harte Hand wird schließlich von der sicherheitsliebenden Öffentlichkeit goutiert. Es gibt nur eine einzige Möglichkeit: wenn der Vater stellvertretend für seinen Sohn einen Drogenhändler überführen kann, wird sein Sohn vorzeitig entlassen.

Diese juristisch legitimierte Selbstjustiz ist kein Einfall Hollywoods, wie der Film mit Texttafeln am Ende noch einmal klarstellt, sondern juristisch gewollt. „"Snitch – Ein riskanter Deal (Snitch – Ein riskanter Deal)":/movies/snitch ist ein Plädoyer für eine Liberalisierung der Drogenpolitik, die den eigentlichen Drogenkrieg kaum tangiert. So nachvollziehbar die Intention des Films freilich ist, so paradox müssen wir sie aber als Zuschauer auffassen. Denn profitiert der Film nicht gerade von dieser harten Drogenpolitik? Generiert er nicht aus dieser anti-liberalen Haltung seine Spannung?

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