Darkwing Duck ist nicht Teil des DuckTales-Universums

12.09.2016 - 15:30 Uhr
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Darkwing Duck - Clip Intro (Deutsch)
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© Walt Disney
Darkwing Duck
Tad Stones, Schöpfer der Disney-Serie Darkwing Duck, hat zum 25. Jubiläum über die Serie gesprochen. Dabei verriet er, dass die Serie trotz ein paar gleicher Figuren nicht im selben Universum wie DuckTales spielt.

Er ist der Schrecken, der die Nacht durchflattert, er ist Darkwing Duck - Der Schrecken der Bösewichte und wurde vor wenigen Tagen 25 Jahre alt. Die Disney-Serie startete am 08.09.1991 in den USA, bei uns kam sie dann ein Jahr später in der ARD. Aus diesem Anlass hat der Hollywood Reporter  mit Schöpfer Tad Stones (Chip und Chap – Die Ritter des Rechts, Die Gummibärenbande) über den Mangel an Kontinuität und Reboot-Ideen gesprochen.

Darkwing Duck war ursprünglich als Spin-off zu DuckTales - Neues aus Entenhausen geplant. Quack der Bruchpilot, Darkwings Pilot, tauchte erstmals in DuckTales auf und sollte seine eigene Serie bekommen, nachdem er sich in einer Folge als Doppel-Null-Agent herausstellte. Tad Stones kreierte aus dieser ursprünglichen Agenten-Idee am Ende eine Hommage an die Superhelden-Comics, die er als Kind gelesen hatte. Bis auf die Charaktere hätten die beiden Serien daher nichts gemeinsam, so der Autor:

Weil Quack auch in DuckTales auftauchte und wir Krach-Bumm-Ente [bzw. Dingsbums Duck in Darkwing Duck] als Superman-Charakter - also der, der statt Darkwing das ganze Lob abbekommt - benutzt haben, versuchen Fans, die beiden Realitäten zu verbinden. Meiner Meinung nach existieren die beiden aber in zwei verschiedenen Universen. Unsere [Serie] spielte sozusagen in einem alternativen Duckiverse.

Diese mangelnde Kontinuität sei volle Absicht. Auch, dass Darkwing und andere Figuren im Laufe der Serie verschiedene Origin-Storys bekamen, sei gewollt gewesen. Vielmehr hätte sich Tad Stones bei Darkwing Duck an den Comics aus seiner Kindheit orientiert:

Es macht die Fans verrückt, aber ich war kein großer Freund von Kontinuität. Ich bin mit der Kontinuität im Silbernen Comic-Zeitalter aufgewachsen. Ja, ich weiß, dass Lois Lane nicht weiß, dass Clark Kent Superman ist, sie vermutet nur etwas. Jimmy Olsen ist sein Kumpel. Er ging mit Lana Lang zur Highschool. Das waren die Grundlagen, die jeder kannte. Es gab weiter keinen Handlungsbogen, keine Veränderungen. Jedes Mal, wenn du ein Comic in die Hand genommen hast, wusstest du, von wo aus du startest.

Für alle, die nach einer Fortsetzung von Darkwing Duck mit Tad Stones als Showrunner fragen, hatte er ebenfalls eine Antwort. Er selbst würde ungern beteiligt sein. Nicht, weil er die Serie nicht schätze, sondern weil ihr ein frischer Wind besser tun würde. In einer TV-Landschaft, die von den Simpsons geprägt wurde, würde eine neue Darkwing Duck-Serie auch eine andere Dynamik, eine andere Herangehensweise brauchen. Tatsächliche Pläne für ein Reboot gibt es trotz Gerüchten aber offiziell nicht.

Würdet ihr gerne eine neue Darkwing Duck-Serie sehen?

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