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Keine Verweigerung

Steam-Konkurrent Desura hat Zahlungsschwierigkeiten

26.05.2015 - 14:00 Uhr
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Die digitale Distributionsplattform Desura steckt in einer Krise
© Bad Juju
Die digitale Distributionsplattform Desura steckt in einer Krise
Die digitale Distributions-Plattform Desura macht sich derzeit bei Entwicklern sehr unbeliebt. Denn die warten auf ihr Geld, während Desura sich in Schweigen hüllt. Nun nimmt die Firma in einem Blog-Post endlich öffentlich Stellung zu der Problematik.

Viele Spiele-Entwickler warten schon seit Längerem auf Zahlungen von Desura. Die Erlöse aus Spielen, die über den digitalen Distributionsweg verkauft wurden, blieben in letzter Zeit vermehrt aus, beklagen mehrere Developer in Reddit-Threads . Das Problem besteht anscheinend bereits seit mehreren Monaten, auch in GameDev-Foren existieren entsprechende Threads.

Nun reagiert Desura selbst endlich in einem Blog-Post  und gibt an, daran zu arbeiten. Desura wurde von Linden Lab letztes Jahr an Bad Juju verkauft, die sich nun an einer Erklärung versuchen. Lisa Morrison, Head of Developer Relations bei Bad Juju schreibt darin:

Der Kauf des Konzerns im letzten Jahr hat uns vor ein paar sehr schwierig zu klärende Probleme gestellt, aber wir räumen diese Hürden so effizient aus dem Weg, wie es in unserer Macht steht. Das wurde dadurch verstärkt, dass unser Büro umgezogen ist und unser CEO aktuell im Krankenhaus liegt.

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Sicherlich alles unangenehme Umstände, aber beileibe keine gute Entschuldigung für eine professionelle Firma. Weil die Kollegen von Gamasutra  das ganz ähnlich sehen, haben sie Desura angeschrieben und auch eine Antwort erhalten. Darin erklärt und entschuldigt sich Lisa Morrison:

Die kurze Antwort ist die, dass es Verzögerungen gegeben hat. Es ist keine Zahlungsverweigerung, nur sehr viele Probleme, die sich angehäuft haben und diesen Rückstand auslösen. Es ist etwas, an dem wir schon lange arbeiten, um Abhilfe zu schaffen. Desura hat keinerlei Automatisierung und hatte auch seit Tag Eins noch nie eine.
Wir müssen selbst unser System überprüfen und alles genau anschauen, aber das ist leichter gesagt als getan. Das wurde durch Probleme wie den Kauf, den Büro-Umzug und unserem CEO im Krankenhaus verstärkt. Wir müssen jetzt einfach mit den Entwicklern zusammenarbeiten, die in der Warteschlange feststecken und das wieder in Ordnung bringen.

Wollen wir hoffen, dass am Ende alle ihr Geld erhalten.

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