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Studie zeigt

Gutes Fernsehen macht bessere Menschen?

06.10.2015 - 20:00 Uhr
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Don Draper aus Mad Men
© AMC
Don Draper aus Mad Men
Das Angebot an Fernsehprogrammen ist größer als nie zuvor - viel Schrott, aber auch viel Gutes. Eine Studie zeigt nun, dass gute Fernsehsendungen die Empathiefähigkeit der Zuschauer steigert.

"Das viele Fernsehen macht dir noch viereckige Augen." Diesen Spruch dürften viele von euch das ein oder andere Mal zu hören bekommen haben. Eine Studie im amerikanischen Journal Psychology of Aesthetics, Creativity, and the Arts soll nun zeigen, dass das nicht der einzige Effekt ist, den Fernsehen haben kann, berichtet das New York Magazine .

Das hängt allerdings davon ab, was so geschaut wird. Das Schauen von hochqualitativen fiktionalen Angeboten wie Mad Men oder The West Wing soll die emotionale Intelligenz der Zuschauer verbessern. Das haben Wissenschaftler in einem Experiment herausgefunden. Sie ließen eine Gruppe fiktionale Fernsehsendungen schauen und einer anderen wurden Dokumentationen gezeigt. In einem anschließenden Test für emotionale Intelligenz schnitten diejenigen besser ab, die zuvor ein fiktionales Programm gesehen hatten. Die Personen konnten Gefühlszustände besser einordnen und zeigten sich empathischer. Zur Sicherheit wurden auch innerhalb der Gruppen getauscht, aber das Ergebnis blieb dasselbe.

Die Erklärung für dieses Phänomen sehen die Forscher in der Komplexität der Geschichten, die mittlerweile im Fernsehen erzählt werden. Sie zwingen den Zuschauer, Probleme aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, um sich darüber eine Meinung zu bilden.

Glaubt ihr, gutes Fernsehen kann solcher Effekte haben?

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