Kinostart My Name is Khan

Eine Audienz beim Präsidenten für Shahrukh Khan

10.06.2010 - 10:10 Uhr
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© Twentieth Century Fox Film Corporation
In dem Bollywood-Film My Name is Khan, der in den USA spielt und heute in den deutschen Kinos anläuft, sehen die einen ein Märchen, die anderen eine echte Prüfung für den Zuschauer.

Shah Rukh Khan ist Indiens größter Star und besitzt mehrere eigene Produktionsfirmen. Er setzt sich für den Frieden zwischen Indien und Pakistan ein und ist nach eigener Aussage “einer der besten Schauspieler der heutigen Filmszene.” Es wird vermutet, “King Khan” hat mehr Fans als Brad Pitt, George Clooney und Tom Cruise zusammen.

Kajol ist eine der bekanntesten und berühmtesten Bollywood-Schauspielerinnen. Sie konzentriert sich neben ihrer Filmtätigkeit auf hilfsbedürftige, indische Kinder von Witwen, die bislang keine Möglichkeiten hatten, Schulen zu besuchen. Nach 9 Jahren drehten die beiden wieder einen Film miteinander.

In seinem neuen Film My Name is Khan ruft Shah Rukh Khan voller Eifer nach einem Treffen mit dem “Mr. Präsident” der Vereinigten Staaten von Amerika. Der Schauspieler verkörpert Rizvan Kahn, einen muslimischen Inder, der an einer autistischen Störung namens Asperger-Syndrom leidet. In den USA findet dieser sein Glück und seine Liebe. Der unheilvolle 11. September 2001 stellt die Wendung seiner persönlichen Lebensgeschichte dar. Rizvan Kahn und anderen Muslimen begegnet die Bevölkerung nunmehr mit Ablehnung. Seine Liebe Mandira (Kajol) ist eine alleinerziehende Mutter hinduistischer Herkunft, die in den Staaten versucht, ihren Traum vom Erfolg zu verwirklichen. Kurz nach den Anschlägen wird ihr Sohn auf einem Spielplatz von anderen Kindern getötet. Mandira gibt Khan die Schuld, da ihrer Auffassung nach ihr Sohn nur zur Zielscheibe wurde, da sie selbst mit dem Muslim Khan zusammen kam. Verstört und auf der Suche nach Aussöhnung begibt sich Khan nun auf eine Reise durch die USA mit dem Ziel, den Präsidenten zu treffen und den Worten: „Mein Name ist Khan, und ich bin kein Terrorist.”

Die Ansichten gehen auseinander

My Name is Khan, der bereits auf der Berlinale 2010 im offiziellen Wettbewerb außer Konkurrenz zu sehen war, findet allgemein von Anhängern der Bollywoodfilme positive Stimmen.

Rachel Saltz von der New York Times online findet Gefallen an dem Film, der “(neben New York und Kurbaan) als einer der wenigen Hindu-Film vom Leben in einem paranoiden Amerika nach 9/11 erzählt, und es fasziniert, dieses Land durch die Linse eines Bollywood-Filmes zu sehen, auch wenn die Geschichte eher eine Art Märchen darstellt. (…) Geschickt führt Karan Johar Regie und mit einem bewegenden Score von Shankar, Ehsaan & Loy, ruft Khan mit Einfachheit die Tränen hervor, während er über den Islam und Toleranz lehrt.”

Wie immer spielt Shah Rukh Khan mit vollem Einsatz, stellt Daniel Sander von Spiegel Online fest. Er konzentriert sich in seiner Kritik vor allem auf jenen Zuschauer, der nicht so Bollywood-affin ist. “Die ganz großen Themen, präsentiert in übergroßen Bollywood-Bildern (wenngleich auch mit deutlich weniger Gesang und Tanz als üblich), angereichert mit hemmungslosem Herzschmerz. Für europäische Sehgewohnheiten zumindest gewöhnungsbedürftig, für Fans von Understatement eine echte, nahezu dreistündige Prüfung.”


In unserem Kinoprogramm findet ihr die aktuellen Spielzeiten für My Name is Khan.

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