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Auch ein Muss für Filmfans!

Die immer noch beste Videospielverfilmung - Silent Hill

15.09.2017 - 17:19 UhrVor 3 Jahren aktualisiert
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Das ikonische Schild: Welcome to Silent Hill
© Sony Pictures
Das ikonische Schild: Welcome to Silent Hill
Wenn Videospiele auf Filme treffen gibt es meist kein gutes Ende. Ein Film der uns vom Gegenteil überzeugen konnte ist Silent Hill. Wie kann das sein?

Es ist ein Fluch und Segen mit diesen verdammten Videospielverfilmungen. Auf der einen Seite freut man sich, dass sein Lieblingsgame eine Verfilmung bekommt und dadurch an Popularität gewinnt. Auf der anderen Seite kriegt man es schon fast mit der Angst zu tun. In der Regel sind Videospielverfilmung maximal durchschnittlich und in vielen Fällen auch schlecht. Oft wird die Vorlage verändert oder sogar komplett ignoriert, weshalb die Filme meist nicht funktionieren können. Silent Hill ist, wie man so schön sagt, die Ausnahme der Regel.

Der Film erzählt die Geschichte der Familie DaSilva. Die Adoptivtochter Sharon schlafwandelt und hat Visionen von der Stadt Silent Hill. Die Mutter Rose fährt gemeinsam mit ihrer Tochter nach Silent Hill, da sonstige Therapien oder Medikamente Sharon nicht helfen. Auf dem Weg werden sie von der Polizisten Cybill Bennett verfolgt, da sie vermutet, dass die Tochter entführt wird. Angekommen in Silent Hill bemerken sie, dass sie es mit keinem gewöhnlichen Ort zu tun haben.

Wie schafft es aber der Film Silent Hill besser zu sein als alle anderen Videospielverfilmungen? Einen Dank müsste man dem Regisseur Christophe Gans aussprechen. Er hat nicht nur die Essenz der Vorlage gut erfasst, sondern einen Film für die breite Masse zugänglich gemacht. Der Regisseur ist selbst ein großer Fan der Silent Hill Serie und zeigt das auch, indem er beispielsweise den fantastischen Soundtrack der Serie in seinem Film unterbringt. Dazu zählen "Promise" und der Silent Hill 1 Theme Song. Leider hat es "Theme of Laura" nicht in dem Film geschafft, was aber nur ein kleiner Makel für die Hardcorefans ist.

Weitere Aspekte, die die Stimmung und den Ton von Silent Hill perfekt treffen, sind der düstere Nebel, die Sirene, die schaurigen und verrottenden Schauplätze, aber vor allem die skurrilen Monster. Diese wurden von Tänzern dargestellt, um die abgehackten Bewegungen besser imitieren zu können. Jeder der einmal Silent Hill gespielt hat, bekam es mit der Angst zu tun, wenn plötzlich aus den dunklen Gängen ein zitterndes gliedriges Vieh angelaufen kam und man so panisch wurde, dass man nicht mehr wusste wo vorne und hinten ist. Wirklich gut gelungen, sind einige Kamerafahrten und Schockmomente. Der Film ist stellenweise brutal, aber zelebriert nicht die Gewalt. Beim spielen des Games, hatte man stets ein unwohles und tatsächlich ängstliches Gefühl. Das überträgt der Film ebenfalls sehr gut auf seine Zuschauer.


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Der Film ist an sich gesehen kein Klassiker oder ein absolutes Meisterwerk. Die Schauspieler machen ihren Job solide, wobei man das Gefühl hat, dass Sean Bean fehl am Platz ist und nur als großer Hollywoodstar auftrumpfen darf. An der Geschichte an sich kann man kleine Mängel erkennen, wie das nicht originelle Familiendrama oder die stereotypische satanische Sekte, jedoch wird kein Schindluder mit der Marke Silent Hill getrieben. Andere Videospielverfilmungen wie vom berühmt berüchtigtem Uwe Boll mussten ein weitaus schlimmeres Schicksal erleiden. Christophe Gans schuf mit Silent Hill einen authentischen Horrorfilm. Er schafft es die Fans nicht zu enttäuschen, da man doch eine sehr skeptische Haltung gegenüber Videospielverfilmungen hat. Es zeigt uns, dass die Lizenzen der Videospiele oftmals in falsche Hände geraten. Man sollte sich mehr an das eigentliche Videospiel orientieren und es fähige Regisseure überlassen, die die Wünsche der Fans und Hollywoods Visionen vereinen.

Alles in Allem ist Silent Hill für mich deshalb ein besonderer Film. Ich bin selber großer Fan der Videospielreihe ( besonders vom zweiten Teil). Der Film hat mich nicht nur positiv überrascht, sondern ließ mein Herz für Horrorfilme höher schlagen. Und wie geil war das als Pyramid Head seinen Auftritt hatte. Noch nie hab ich mich so wohl gefühlt nach einem Horrorfilm. Danke Christophe Gans für deinen Einsatz und die Arbeit an Silent Hill.

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