Into the Wild - Kritik

Into the Wild

US · 2007 · Laufzeit 148 Minuten · FSK 12 · Drama, Road Movie, Abenteuerfilm · Kinostart
Du
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    Am Wochennede zum dritten oder vierten Mal angesehen. Dieser Film packt mich aus irgendeinem Grund richtig bei den E..., obwohl ich sonst überhaupt nicht auf solche Aussteiger-Filme stehe. Vielleicht ist es Chris Radikalität gepaart mit unglaublicher Naivität, die mich fasziniert. Wie kann man ein Leben so begehren, von dem man überhaupt nichts versteht? Einfach nur, weil des das genaue Gegenteil dessen ist, was die Eltern für ihn geplant hatten! Ein echter Freudianer würde vielleicht noch auf den Thanatos verweisen, also auf den unbewußten Wunsch zu sterben. Die besten Geschichten schreibt halt das Leben selbst (OK, da sind jetzt 3 € fürs Phrasenschwein fällig)

    Einer meiner All-Time-Faves.

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    • 8 .5

      Nicht etwas für jedermann - teilweise zieht er sich ein bisschen. Allerdings wenn man sich selbst mal mit der Thematik beschäftigt hat ein absoluter Weltklasse Film.

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      • 7

        Kein Geringerer als Sean Penn widmete sich diesem wahren Stoff, der tatsächlich unglaublich ist. In großartigen Naturbildern zeigt Penn die Sehnsucht des jungen Mannes nach Freiheit, Natur und absoluter Unbegundenheit, und die spontanen Begegnungen mit anderen Menschen.

        Doch was Chris (sehr gut: Emile Hirsch) nicht bedenkt auf seiner Spontan-Tour ins Nirgendwo, dass man sich in Alaska nicht mal eben so mittels eines Pflanzenbuches spontan die richtige Nahrung in der Wildnis besorgen kann. Manche Beeren und Blätter sind essbar, manche sehen fast genau so aus und bringen den Tod. Und dass der Fluss zurück in die Zivilisation ab einer bestimmten Jahreszeit zu einem reißenden Strom wird, der Chris zurück in seinen alten Bus wirft, hat er nicht bedacht.

        Chris entschied sich, auf Kompass und Karten komplett zu verzichten. Dabei wäre nur 400 Meter stromabwärts eine Möglichkeit gewesen, den Fluss mit einer handbetriebenen Schwebefähre zu überqueren. Das hätte er auf den Karten gesehen. Ebenso hätte er mehrere Hütten gefunden, die in den Karten verzeichnet sind.

        Expeditionen von Abenteurern werden nicht umsonst monatelang geplant. Niemand geht unvorbereitet in die Wildnis. Jeder weiß, als Anfänger hast Du keine Chance, es ist der sichere Tod. Jeder, der schon mal mehrere Wochen getrampt ist, weiß, wie hilfsbereit oft andere Menschen in den Zivilisationen sind. Es ergeben sich unglaublich viele und auch schöne Momente mit völlig fremden Menschen. Und auch seltsame Begegnungen. Ich habe das einmal mit Zelt, Freundin und Gitarre im Ausland gemacht, jedoch aus der Sicherheit der Wiederkehr in die Zivilisation. Es war die erfahrungsreichste Reise meines Lebens.

        Dennoch würde ich nie mit Chris tauschen. Weil ich das einfach für naiv halte, sich so den unerbittlichen, harten Gesetzen des Überlebens in der Natur zu stellen. Es ist zwar konsequent, aber auch irgendwie dumm. Wir benutzen als Menschen nicht umsonst jahrtausendelang Kompasse und Karten. Unsere Seefahrer und Land-Abenteurer sind nicht blind losgefahren, ohne an Proviant, Wasser und technische Ausrüstungen zu denken.

        Ist das die absolute Freiheit, die Chris fand ? Können wir uns von allem trennen, alle Verwandten und Bekannten zurücklassen und sind dann frei ? Indem wir unvorbereitet mit NICHTS in die Welt trampen und uns nur treiben lassen ? Es gibt viele, die das ähnlich wie Chris gemacht haben. Hippies, Aussteiger, Obdachlose.

        Penn hält sich ziemlich exakt an die Reportage von Jon Krakauer und das Leben von Christopher McCandless.

        Der Score von Eddie Vedder (Pearl Jam) passt.

        Fazit: Die Gefahr besteht durchaus, dass dieses planlose Abenteuer filmisch erhöht wird. Denn die ganzen Naturwanderer und Abenteurer planen ihre Reisen bestens und sichern sich oft doppelt und dreifach ab. Sind das alles dumme Leute, und Chris der wahre Abenteurer ? Oder war er nur ein naiver Träumer auf der Suche nach endloser Freiheit ? Die absolute Ehrlichkeit zu dieser Grenzerfahrung kann man Chris nicht absprechen. Letztlich sicher ein Ausnahmemensch, der eine sichere Existenz mit absoluter Unsicherheit und Besitzlosigkeit tauschte. Doch auch unfassbar naiv zu glauben, man könne als Anfänger ohne Wissen und Orientierungshilfen alleine in der Natur bestehen. Dennoch ist der Streifen sehenswert.

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        • 8

          Toller Film mit wahrem Hintergrund.

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            Kritiker56 25.05.2018, 01:54 Geändert 25.05.2018, 02:07

            Der Film ist nicht uninteressant, doch ich finde ihn auch überbewertet. Ich kann zwar die Beweggründe von Alex/Chris nachvollziehen, doch er ist auch inkonsequent. Zuerst verschenkt und verbrennt er sein ganzes Geld, dann arbeitet er auf einer Farm und in einer MC Donald Bude dafür. (Oder wollte er nur von seinem eigenen Geld leben?)
            Ich fragte mich auch ständig, wer ihm seine Yuppiefrisur geschnitten hat und ob ein 20jähriger schon so viele Weisheiten von sich geben darf und kann. (DIe Wildnis wird ihm am Ende seine Grenzen aufzeigen) In seinem wahren Leben hatte er auch oft widersprüchliche Meinungen, die nicht immer zu seinem Lebensstil passten. (Er war Anhänger Reagans, obwohl er eine sozialistische Weltansicht hatte)
            War es nur ein Ausstieg auf Zeit, oder eine ständige Flucht vor der Vergangenheit? Die Antwort werden wir natürlich nie bekommen.
            Der Film liefert schöne Bilder und einen passenden Soundtrack hat aber leider auch viele Längen.
            Indirekt erinnert mich der Streifen an Easy Rider, Menschen auf der Suche nach der Freiheit, die es eigentlich nicht mehr gibt. Und alle bezahlen sie einen sehr hohen Preis dafür.

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              Filmfreund2015: MovicFreakz 21.05.2018, 20:03 Geändert 25.09.2018, 10:59

              Drama Night von Filmfreund!
              Film: Into the Wild

              ... Into The Wild ist inspirierend, niederschmetternd, hoffnungsvoll, konsequent, humorvoll und tieftraurig zugleich. Poetische Naturaufnahmen in begeisternden Einstellungen und Eddie Vedders überaus gefühlsbetonender und verträumter Soundtrack unterstreichen diese Gefühle. Hinzu kommt ein Ende, das es emotional auf die Spitze treibt und einem wirklich nahe geht.
              Ein schlichtweg wundervoller Film und schmerzhaft beeindruckendes Biopic.

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              • 7 .5

                Spoileralarm:

                Lauf doch einfach Flussabwärts, du Idiot! Irgendwann kommt schon eine Stelle, wo man den Fluss überqueren kann, wenn er ruhiger wird.

                • 3

                  ----Spoileralarm----
                  Einen Film auf 148 Minuten aufzublähen in dem fast nichts passiert , das nenne ich mal Kunst . Außer wenigen Augenblicken ist er auch noch komplett Langweilig . Auf der Reise trifft "Alexander Supertramp" einige Personen , doch die Dialoge sind in etwas so spannend wie der tägliche Plausch mit den Nachbarn am Gartenzaun . Wer alleine in die Wildnis reist , ist nicht nur mutig sondern auch ziemlich leichtsinnig . Meine zu vergebenen Sympathiepunkte für den Hauptcharakter waren schon verspielt als er das Geld verbrannte . Spende es einem Tierheim oder Kindern in Not !!! Sicherlich tut es mir leid , das dieser junge Mensch tatsächlich dort sein Leben ließ , aber warum man so etwas verfilmt, und das auf diese Art und Weise , verstehe ich nicht . Also bleiben nur Schauspiel , Kamera , Bilder insgesamt was positiv in Erinnerung bleibt . MP Vorausage 8.0 ! ??? Ja sicher !

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                  • 7 .5

                    In Into the Wild wird die Geschichte des Aussteigers Christopher erzählt, der sein behütetes Leben gegen ein Leben in Freiheit tauscht. Ich finde die Idee sehr interessant und sie wurde im Film auch wirklich gut umgesetzt. Aber wie auch schon andere geschrieben haben ist mir Christopher auch nicht sonderlich sympathisch. Im Endeffekt stellt er seine Familie und Freunde mit dem plötzlichen Aufbruch vor vollendete Tatsachen und bereitet ihnen einfach ein unruhiges Leben durch das nicht wissen wo ihr Sohn bzw. Bruder denn steckt, oder auch vielleicht schon tot ist. In dem Film wird diese Tatsache aber nicht aufgegriffen und man hat das Gefühl dass es ihn völlig kalt lässt und er keinerlei Schuldgefühle gegenüber seiner Familie hat. Ähnlich ist es dann auch mit den Charakteren die er auf dem Weg nach Alaska immer mal wieder trifft. Er stößt eigentlich so gut wie jedem vor dem Kopf obwohl ihm alle immer sehr wohlwollend begegnen. Ok, das ist jetzt einfach meine persönliche Einschätzung und hat jetzt nichts mit der Qualität des Filmes zu tun. Mich hat Into the Wild mit den tollen Landschaftsaufnahmen auch immer mal wieder an The Revenant erinnert. Und eigentlich ist Christopher oder Alex ja auch ständig auf der Flucht wie Hugh Glass in The Revenant. Was man an Into The Wild auch noch positiv erwähnen sollte sind die vielen tollen intimen Momente wo Alex ganz allein ist und sich beschäftigt ähnlich wie bei dem Film 127 Hours. Grundsätzlich hat der Regisseur fast alles richtig gemacht. Als Fazit muss ich aber sagen dass mich der Film nicht so gecatcht hat wie es hätte sein können, was eben an dem Hauptcharakter liegen mag. Aber vielleicht erhöht sich meine Bewertung nach einer Zweitsichtung noch. Mal schauen.

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                    • 6

                      Wow, ich habe wirklich keine Ahnung, woher hier die vielen guten Bewertungen kommen. Der Film ist schrecklich langweilig und mir fiel es auch schwer, größere Empathien für die Hauptfigur(en) zu entwickeln, obwohl der Film ja auf wahren Begebenheiten beruht und das Schicksal von "Alex" nicht gerade rosig ausfällt. Die Pseudo-Tiefsinnigkeit, die sich durch den ganzen Streifen zieht, macht es leider nicht besser.

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                        PumaDAce94 23.02.2018, 11:39 Geändert 23.02.2018, 12:12

                        Bin an ,,Into the Wild" eigentlich mit recht hohen Erwartungen herangegangen, da mich das Thema des Films, die Gesellschaft hinter sich zu lassen, schon interessiert hat.
                        Leider hat mich der Film dann schon sehr enttäuscht am Ende!
                        Der Hauptcharakter hat mich sehr genervt nach einer Weile, was für so einen Film schon eine Hiobsbotschaft ist. Er ist grad mal Anfang 20 und geht mit einer dermaßen arroganten ,,i know it all" Attitüde durch die Welt, nur weil er ein paar Zitate aus Büchern aufsagen kann und schlauer als alle anderen ist die noch in der Gesellschaft gefangen sind, dass mir dieser Charakter am Ende echt nicht sehr am Herzen lag. Auch die Tatsachen, dass er quasi eine Spur von gebrochenen Herzen und enttäuschten Personen hinter sich lässt, machen ihn nicht gerade sympathischer.
                        Ich hätte mir gewünscht, dass man ihm noch ein paar Selbstzweifel an die Hand gibt, ob seine Entscheidung die Gesellschaft zu verlassen, richtig war oder nicht. Leider wird dieser Gewissenskonflikt in ca 5 Minuten abgefrühstückt und nicht weiter behandelt.
                        Auch bei den Personen, die er auf seiner Reise trifft, hätte man wesentlich schönere Geschichten erzählen können. Leider verschenktes Potential.
                        Die schönen Naturaufnahmen können auch nichts mehr retten.
                        Wem das Grundthema des Films nicht am Herzen liegt, kann hier getrost die Finger von dem Streifen lassen.

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                          DieBraut 21.02.2018, 19:57 Geändert 21.02.2018, 20:09

                          Alles hinter sich lassen, der Zivilisation den Rücken kehren, dem Materiellen Aufnimmerwiedersehen sagen: Christopher McCandless aka Alexander Supertramp hat genau dies getan, wovon viele nur träumen und niemals den Mut aufbringen: Alle Brücken hinter sich abbrechen, seine Liebsten verlassen und nur mit einigen wenigen -zum Überleben wichtigen- Habseligkeiten in die Wildnis und somit in die Freiheit eintauchen. Sean Penn verfilmte mit teilweise atemberaubenden und wunderschönen Naturaufnahmen -untermalt mit Eddie Vedder's genialen Songs- die Odyssee des jungen Aussteigers (großartig dargestellt von Emile Hirsch), der auf seiner langen -streckenweise- auch sehr beschwerlichen Reise quer durch die Staaten nach Alaska immer wieder auf hilfsbereite Menschen traf, die ihn von seinem Weg niemals abbringen wollten und auf diese Weise seine Absichten bestärkten und seinen Entschluss weiter vorantrieben.
                          Das harte, von Entbehrungen gekennzeichnete Leben in der freien Natur, zurückgeworfen auf sich selbst, mit all seinen Widrigkeiten, Gefahren und Unannehmlichkeiten war für McCandless trotz allem genau das, wonach er immer gesucht hatte. Auch wenn es ihn am Ende auf eine ewige Reise ohne Wiederkehr schickte, hatte er doch in dieser Zeit so viele Eindrücke, Erfahrungen und Glücksmomente gesammelt, die jene Menschen, die an Normen und Zwänge angepasst und in ihren Entscheidungen zu keiner Zeit frei sind, niemals in ihrem Leben haben werden.

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                            Dan Westside 18.02.2018, 00:29 Geändert 19.02.2018, 00:56

                            Ein faszinierendes Abenteuer brilliant in Szene gesetzt.
                            Viele grandiose Geschichten zusammengefügt auf dem Lebensweg eines jungen Mannes und dabei heraus kommt eine selten gesehene Reise voller Emotionen, Erlebnissen und Bekanntschaften.
                            Das ganze untermalt mit spektakulären Bildern und einfach perfekt passender Musik, abgerundet mit einem (wie ich finde) hochemotionalen Ende ergibt einen Film der einen die Freiheit und Emotionen regelrecht mitfühlen lässt und einen trotzdem etwas sprachlos und mitgenommen zurücklässt.

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                              In Zeiten in denen das Leben der meisten Menschen immer mehr durch Materialismus bestimmt wird vergessen viele was im Leben wirklich wichtig ist. Diese Geschichte die auf wahren Begebenheiten basiert bricht Christopher McCandless (Emile Hirsch) auf in ein Abenteuer ohne all dem Luxus den wir als normal erachten.

                              Auf seiner Reise durch die unterschiedlichsten Orte trifft die Hauptfigur immer wieder auf andere Personen die ähnlich eingestellt sind wie er. Gespielt werden diese Nebencharaktere von einer ganzen Reihe sehr sympathischer Darsteller wie zum Beispiel Catherine Keener, Vince Vaughn, Hal Holbrook und Brian H. Dierker.
                              Die 148 Minuten Laufzeit vergehen wie im Fluge, auch wenn der Film extrem ruhig erzählt wird, denn diese Geschichte überzeugt durch die unglaubliche Schönheit der Natur und der Message die hier mitgeteilt wird. Der Soundtrack zum Film ist ebenso pur und umwerfend wie die vielen Aufnahmen aus der Wildnis die es zu bestaunen gibt.

                              Mit "Into The Wild" hat Sean Penn nicht nur ein wunderschönes Andenken an Christopher McCandless geschaffen, er ermöglicht dem Zuschauer auch das Leben aus einer ganz neuen Sicht zu betrachten. Wem "Into The Wild" gefällt, dem kann ich auch "Der Große Trip" (OT: "WIld") sehr ans Herz legen und umgekehrt. Sollte man sich auf jeden Fall mal anschauen.

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                              • 8 .5

                                Fusiiiooooon!

                                Some have said that I was given keys to the city of your dreams
                                I'm more content to walk outside the walls and catch a breeze
                                I'm more inclined to climb on by or ride internal seas
                                I'm more alive to vibe inside a mansion full of trees
                                I do this for a reason that they can't pretend to glean
                                I lose myself infused in something more than what they've seen
                                I'm not a slave to greed
                                I don't embrace your make believe
                                I've never been for sale no matter what they think I need
                                So let it be decreed
                                Let this music serve the deed
                                Let it spread like a disease
                                Let it spawn a noble seed
                                There's more than meets the eye
                                There's more than meets the price
                                If you can't see the sky there's too much artificial light
                                I can't predict my path, but they can't fully see my past
                                I'm running from the flash but heading straight inside the blast
                                A mountain full of ego built upon a heap of trash
                                Is exactly what you get when you can't fully do the math

                                —Zack Hemsey

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                                  der Film hatte sehr viele logische Mängel, kaum ein verhalten des Protagonisten war nachvollziehbar. Hinzu kommt, dass die Handlung keinerlei Spannung aufbaut und alles vorhersehbar dahinplätschert, natürlich sterbenslangweilig.

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                                    AllesSchrott 22.12.2017, 16:55 Geändert 22.12.2017, 16:59

                                    Für einen schönen Naturfilm zu menschlich, für ein Drama zuviel schöne Natur, für ein Roadmovie zu real?

                                    Sehr tragisch, da auch realer Hintergrund, aber ich schau's wohl kein 2. Mal. Der reale Christopher McCandless war ein begabter Mensch und Sohn wohlhabender Eltern, seine Beweggründe und Vorgehensweise sind nicht ganz unumstritten.
                                    Einheimische des Naturparks sind nicht erfreut darüber, dass primär junge Männer sich jedes Jahr dort schlecht vorbereitet in Todesgefahr begeben, und nun wohl noch mehr.
                                    Andererseits nötigt er einem Respekt ab.

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                                      Movie4U 19.12.2017, 00:15 Geändert 19.12.2017, 01:20

                                      Einer meiner absoluten Lieblingsfilme ♡

                                      Nicht zuletzt wegen dem Soundtrack von der Stimme der Band:
                                      PEARL JAM. Aber egal was ihr mit dem Namen verbindet. Sänger Eddie Vedder hat das gleichnamige Solo-Album eigens für "INTO THE WILD" geschrieben.
                                      Kein Wunder dass mi­ni­ma­lis­tischer Instrumenteneinsatz + der Gesang die Stimmung des Filmes nicht nur zu 100% treffen, sondern noch intensivieren.

                                      Wie der Soundtrack braucht auch Regisseur Sean Penn keine erfundenen Extrazutaten und bleibt sehr nah an allen bekannten Fakten des echten
                                      Christopher McCandless. Nahezu jede Szene aus dem Film ist authentisch mit der (dokumentierten) wahren Begebenheit. Und so kommt auch Christopher minimalistisch mit dem zurecht was sich ihm auf seiner abenteuerlichen Reise in den Weiten von Alaska und Kanada bietet.

                                      Die Stimmung & Atmosphäre dieses Kunstwerkes beschreibt man am besten mit:
                                      `FREIHEIT PUR´ ! ... und das Gefühl ist alles andere als minimalistisch ^^

                                      Die wundervollen Naturaufnahmen verschmelzen mit wirklich herausragenden Schauspielern. Allen voran Hauptdarsteller Emile Hirsch und auch Kristen Stewart, deren Figur ebenfalls echt ist, überzeugen auf ganzer Linie.

                                      Sean Penn hat Christophers legendären Reise zu sich selbst ein ci­ne­as­tisches Denkmal gesetzt! Ich weiß nicht wie oft ich diesen Film schon genießen durfte.
                                      Ich weiß nur dass mich dieses Meisterwerk immer wieder fasziniert, berührt
                                      und in ein Glücksgefühl von grenzenloser Freiheit katapultiert ♡

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                                        cycloo77 08.12.2017, 01:45 Geändert 19.12.2017, 03:43

                                        Alexander Supertramp der alles hinter sich ließ, um sein Glück in der Flucht zu finden. Der Traum die Wildnis zu trotzen. Schlecht vorbereitet und mit viel träumerei macht er sich auf den tragischen weg. Das Ziel war ein einsamer und völlig unsinniger Tod.

                                        Sean Penn schafft hier als Regisseur eine optische Brillanz, die visuell einen mitreißt.
                                        Auch die Episodenhaften Stationen auf dem Weg in die Wildnis sind interessant und mit richtig guten Schauspielern besetzt.

                                        Was dem ganzen aber etwas entgegenwirkt, ist der bockige träumerische Rebell Christopher McCandless dem man nur schwer logisch verstehen kann. Was ja sein einsames sterben nur noch mehr verdeutlicht.

                                        Aber das Gesamptpaket von Into the Wild ist fesselnde Starke Filmunterhaltung!

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                                          Filmfan30 26.10.2017, 06:57 Geändert 26.10.2017, 07:23

                                          Was mich an der Geschichte stört, ist der Egoismus und die Undankbarkeit den Eltern gegenüber. Man kann nicht einfach weglaufen ohne ein Wort zu sagen und die Lieben daheim ohne Lebenszeichen zurück lassen, sogar behaupten keine Familie zu haben. Wer so etwas tut ist auf keiner spirituellen Reise sondern auf der Flucht und ist nicht erwachsen sondern ein bockiges Kind, das sich rächen will. Hätte er sich ab und zu gemeldet, hätte seine Familie gewusst wo er ist, hätte sich Sorgen gemacht und Hilfe geschickt. Alle zwischenmenschlichen Beziehungen, die er macht, schmettert er nach kurzer Zeit an die Wand. Seine Selbstgerechtigkeit kennt keine Grenzen. Gebrochene Herzen pflastern seinen Weg. Er will als einsamer Wolf ohne Identifikation in der Wildnis leben und scheitert, hat sein Schicksal also selbst gewählt. Deshalb geht alles andere was der Film vermitteln will emotionslos an mir vorbei, so schön das Aussteigerthema auch wäre und so nett der Gedanke grenzenloser Freiheit auch ist. Die Naturaufnahmen machen bei mir die 4 Punkte aus.

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                                          • 7

                                            Wenn man sich das Interview der Schwester durchliest, dann wird einem klar, dass nicht das Maximum aus dem Film herrausgeholt wurde. Schade

                                            • 7

                                              Ein schmerzhaft beeindruckender Biopic. Schauspielerisch sauber durchgezogen.

                                              • 6 .5

                                                Das Leben kann schon ganz schön grausam sein – wieder einmal hat man hier eine menschliche Tragödie die sich so auch in echt zugetragen hat. Sean Penn inszeniert sie als überlanges Epos, als Drama über einen Menschen der Freiheit sucht und ganz lange begleitet ihn der Film auf diesem Wege, fängt seine Gefühlslage und seine Begeisterung ein und auch die wehmütigen, traurigen Momente sowie die emotionalen, berührenden Begegnungen die er mit diversen Menschen hat. Diese Reise, zusammen mit Emile Hirsh in Bestform und bestechenden Landschaftsaufnahmen und dem unausweichlichen, grausamen Ende verlangen dem Zuschauer viel Geduld ab – bieten dafür aber ganz viel Emotionen.

                                                Fazit: Etwas zu lang geratenes Drama über einen Aussteiger der auf seiner Reise tragisch scheitert!

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                                                • 8 .5

                                                  Ergreifendes Aussteiger-Drama mit minimaler Story, aber einem Maximum an Freiheit und Inspiration. Im Gegensatz zu ähnlichen Filmen wie z.B. "Der große Trip" schafft es dieser Film einen zu packen und mit in die Natur zu versetzen. Das liegt vor allem neben den tollen Bildern am wunderbar gewählten Soundtrack und der durch und durch grandiosen Leistung von Emile Hirsch. So etwas hätte ich ihm gar nicht zugetraut.

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                                                  • 5 .5
                                                    Frightened_Inm8_No.2 31.07.2017, 19:38 Geändert 31.07.2017, 19:39

                                                    Als Luxusverwöhntes Mädchen, dass ohne die richtige Anzahl von Kissen nicht schlafen kann und nicht mal ihr Gemüse aufessen will, fühle ich mich von der romantisierten Vorstellung, auszusteigen und in der Wildnis zu leben nicht gerade angesprochen. Da INTO THE WILD davon lebt dieses Lebensgefühl rüberzubringen und sonst nicht viel mehr dran war, ist das einfach nicht mein Film gewesen, auch wenn er objektiv gesehen stark gemacht war.
                                                    Die Handlung darf ich auch eigentlich gar nicht beklagen (vor allem das Ende), da dies nunmal auf dem Leben des echten Christopher McCandless beruht, trotzdem hätten bei all den Menschen, denen er auf seiner Reise begegnet ist, einfach schönere kleinere Geschichte erzählt werden können. So hat mich der Film über lange Strecken eher gelangweilt, wobei sowieso jeder Film mit deutlich mehr als 2 Stunden Laufzeit bei mir Punkte lassen muss. Der Soundtrack von Eddie Vedder ist der Hammer und hat die meisten Gefühlspunkte bei mir geholt.
                                                    Außerdem ein großer Pluspunkt ist, dass die Leinwandzeit von Kristen "Mouthbreather" Stewart begrenzt war.
                                                    Dies ist auf jeden Fall ein Film, für den man in der Stimmung sein muss, er ist eher von der spirituellen, atmosphärischen als von der unterhaltsamen Sorte. Es muss hier im Herzen klicken und das klappt bei mir nur, wenn ich einen Bezug zu dem Thema habe.

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