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Orphan Black - Diese Science-Fiction-Serie dürft ihr nicht verpassen

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© BBC America
Orphan Black
07.06.2018 - 08:40 UhrVor 2 Jahren aktualisiert
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Die kanadische Science-Fiction-Serie Orphan Black ist nicht nur sehenswert für alle Genreliebhaber, denn sie hat weitaus mehr zu bieten. Vor allem die Geschichten über starke und unabhängige Frauen machen die Serie zu einem Must-See.

Vor knapp einem Jahr lief die letzte Folge Orphan Black. In zahlreichen Rollen kämpfte Tatiana Maslany nicht nur um ihr eigenes Überleben, sondern auch um das ihrer Familie und Freunde. In ihren fünf Staffeln schafft es die Serie, ihre Zuschauer und Fans immer wieder aufs Neue zu überraschen und vor die Bildschirme zu bannen. Als geniale Mischung aus Science-Fiction-Thriller und Rachefilm generierte sich Orphan Black über die Jahre eine, im Vergleich zu anderen Science-Fiction-Serien, relativ kleine Fangemeinde, aber dafür eine sehr laute. Ihnen ist es auch zu verdanken, dass sich die Serie über eine so lange Zeit einen Sendeplatz sichern konnte, zu Recht. Großartige Charaktere und geniale Geschichten sorgen dafür, dass Zuschauer jedes Mal wieder gefesselt vor den Bildschirmen sitzen und sich um das (Über-)Leben der Charaktere sorgen. Umso schwieriger fiel es den Fans, nach fünf Staffeln Lebewohl zu sagen.

Ein moderner Science-Fiction-Thriller mit starken Frauen

Die Geschichte von Orphan Black scheint auf den ersten Blick recht übersichtlich und einfach gestrickt. Vor knapp dreißig Jahren perfektionierte das Unternehmen Neolution das Klonen von Menschen. Projekt Leda und Castor wurden geboren. Die männlichen Castor-Klone (Ari Millen) werden hauptsächlich für militärische Zwecke genutzt. Die weiblichen Leda-Klone (Tatiana Maslany) leben verteilt auf der ganzen Welt, unwissend über ihre eigentliche Herkunft. Sarah Manning (Tatiana Maslany) ist die zentrale Hauptfigur der Serie. Jahrelang hielt sie sich und ihre Familie mit kleineren Verbrechen über Wasser. Eines Tages wird sie jedoch Zeugin eines Selbstmords und muss erschreckend feststellen, dass es sich bei der Frau um ihren Klon handelte. Kurz darauf erfährt sie, dass das kein Zufall ist. Mit ihren Klon-Schwestern Cosima, Alison und Helena stürzt sie sich in ein riskantes Abenteuer, um mehr über den Grund ihres Daseins zu erfahren. Auf der Suche nach der Wahrheit müssen es die Frauen und ihre Familien mit Neolution, seinen mysteriösen Schwester-Gesellschaften Dyad und Topside sowie radikalen Christen aufnehmen.

Orphan Black

Orphan Black ist trotz kleinerer Erzählschwächen sehenswert

Die ersten zwei Staffeln von Orphan Black waren fast zu gut, um wahr zu sein. Mit einer qualitativen Abnahme war ab einem gewissen Punkt fast zu rechnen. Spätestens Mitte der 3. Staffel verrennt sich die Serie in einem komplizierten Gestrüpp aus Plot-Twists. Auf der Suche nach den Schuldigen werden dem Zuschauer so viele Anwärter auf diese Rolle vorgestellt, dass es manchmal schwierig ist, den Überblick zu behalten. Auch nach wiederholtem Gucken der Serie wirken manche Folgen inhaltslos und unwichtig für den Verlauf der Serie. Oft hatte ich als Zuschauerin das Gefühl, dass die Schöpfer längst vergessen haben, wer schuldig ist, wer nicht und wonach Sarah und ihre Schwestern eigentlich suchen. Nichtsdestotrotz war jede Staffel spannend und sehenswert, vor allem weil der Plot der Serie nicht das Herzstück von Orphan Black ist. Besonders die weiblichen Klone und ihre Geschichte sind das Highlight der Serie. Jede einzelne Leda-Schwester hat ihre eigene Geschichte und ist ihr eigener Charakter. In Verbindung miteinander sind die Frauen der unumstrittene Höhepunkt dieses nervenaufreibenden Abenteuers.

Vierzehn Charaktere und eine Schauspielerin

Über den oft unübersichtlichen Plot der Serie lässt sich streiten. Er ist aber definitiv nicht der Grund, warum die Serie von vielen als Geheimtipp gehandelt wird - und das schon seit Jahren. Orphan Black lebt von der grandiosen Schauspielleistung seiner Darsteller, allen voran Tatiana Maslany. In den fünf Staffeln spielt sie sagenhafte vierzehn Charaktere und auch wenn es sich bei einer Rolle nur um eine Sprechrolle handelt, ist die Leistung von Maslany einzigartig und wurde 2016 mit einem längst überfälligem Emmy-Award in der Kategorie beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Jeder einzelne Klon wird von der Schauspielerin mit so viel Hingabe und Detailverliebtheit gespielt, dass ich als Zuschauerin das eine oder andere Mal vergessen habe, dass es sich tatsächlich um die gleiche Person handelt.

Dank Tatiana Maslany war es einfach, jede Leda-Schwester als eigenständige und individuelle Person zu akzeptieren. Selbst in Szenen, in denen mehrere Klone miteinander agieren, bekommt der Zuschauer nie das Gefühl, nur eine Schauspielerin bzw. eine Person zu sehen. Mit einer Leichtigkeit wechselt die Tatiana Maslany zwischen der britischen Kleinverbrecherin Sarah und der verklemmten, amerikanischen Soccer-Mom Alison, die sich im Laufe der Serie als ein absolutes Highlight unter den Leda-Schwestern herausstellt. Aber nicht nur Maslany überzeugt mit ihrer schauspielerischen Leistung. Als Sarahs Bruder Felix gelingt es Jordan Gavaris das eine oder andere Mal sogar, Tatiana Maslany die Show zu stehlen.

Orphan Black

Orphan Black ist nicht nur eine Serie für Science-Fiction-Liebhaber. Vor allem beschäftigt sich die Serie mit den Geschichten von starken und unabhängigen Frauen, die um ihre Freiheit und ihr Überleben kämpfen müssen. Es lohnt sich, dieser Serie eine Chance zu geben - alleine, um Tatiana Maslany auf dem vorläufigen Höhepunkt ihrer Karriere zu erleben.

Alle fünf Staffeln von Orphan Black sind aktuell bei Netflix verfügbar.

Was haltet ihr von Orphan Black?

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